Beipackzettel von Tuscalman® einsehen

INFORMATION FÜR PATIENTINNEN UND PATIENTEN Lesen Sie diese Packungsbeilage sorgfältig, denn sie enthält wichtige Informationen. Dieses Arzneimittel haben Sie entweder persönlich von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben erhalten, oder Sie haben es ohne ärztliche Verschreibung in der Apotheke oder Drogerie bezogen. Wenden Sie das Arzneimittel gemäss Packungsbeilage beziehungsweise nach Anweisung des Arztes, des Apothekers oder des Drogisten bzw. Ärztin, der Apothekerin oder der Drogistin an, um den grössten Nutzen zu haben. Bewahren Sie die Packungsbeilage auf, Sie wollen sie vielleicht später nochmals lesen. Tuscalman, Sirup, Suppositorien

Was ist Tuscalman und wann wird es angewendet?

Tuscalman Sirup, und Suppositorien sind Arzneimittel,die die Wirkstoffe Noscapin und Guaifenesin enthalten. Noscapin wirkt hustenstillend und Guaifenesin löst zähen Schleim und erleichtert das Abhusten. Der in Tuscalman Sirup enthaltene Eibischextrakt unterstützt die Wirkung von Guaifenesin. Tuscalman wird angewendet bei Husten oder Reizhusten bei Erkältung, wenn dabei auch zäher, schwer abhustbarer Schleim auftritt. Auf Empfehlung eines Arztes oder Apothekers bzw. Ärztin oder Apothekerin kann Tuscalman Sirup auch bei folgenden Erkrankungen verwendet werden: Keuchhusten, Reiz- und Krampfhusten, Bronchialentzündung oder Hals- und Luftröhrenentzündung, wenn dabei auch zäher, schwer abhustbarer Schleim auftritt. Der Sirup eignet sich nur für Erwachsene und die Zäpfchen für Kinder ab 2 Jahren («Suppositorien A ») bzw. 6 Jahren («Suppositorien B »). Hält Ihr Husten über eine Woche an, suchen Sie bitte Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf. Nur der Arzt bzw. die Ärztin kann abklären, ob der Husten durch eine Krankheit verursacht wird, die eine spezifische Behandlung erfordert.

Was sollte dazu beachtet werden?

Sie können die Wirkung von Tuscalman durch reichliches Trinken unterstützen. Rauchen trägt zum Auftreten von Schleim in den Atemwegen und von Husten (‹Raucherhusten ›) bei. Sie kön- nen die Wirkung von Tuscalman fördern, indem Sie auf das Rauchen verzichten. Bei hart- näckiger Schleimabsonderung und dem damit einhergehenden Husten sollte der Arzt bzw. die Ärztin zu Beginn der Behandlung die Ursachen des Hustens abklären und gegebenenfalls eine spezifische Behandlung einleiten. Wenn Sie an Zuckerkrankheit leiden und den Sirup verwenden, müssen Sie beachten, dass 10 ml Sirup etwa 0,6 Brotwerten, bzw.0,25 «équivalents farineux » entsprechen.

Wann darf Tuscalman nicht angewendet werden?

Tuscalman dürfen Sie unter folgenden Bedingungen nicht verwenden: Sirup und Suppositorien: Bei nachgewiesener Überempfindlichkeit (Allergie) gegen- über einem der Wirkstoffe oder einem der Hilfsstoffe gemäss Zusammensetzung. Sirup: Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren; bei nachgewiesener Überempfindlichkeit gegenüber den Konservierungsmitteln E 216 und E 218 (sogenannte Paragruppen-Allergie); bei Vorliegen einer seltenen, angeborenen Störung des Zuckerstoffwechsels (sogenannte Fruktose-Unverträglichkeit). Die Zäpfchen A sind für Kinder unter 2 Jahren und die Zäpfchen B für Kinder unter 6 Jahren nicht geeignet. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wissen, was in solchen Fällen zu tun ist.

Wann ist bei der Einnahme von Tuscalman Vorsicht geboten?

Die gleichzeitige Anwendung von Tuscalman mit Beruhigungsmitteln (wie Benzodiazepine oder Verwandte Arzneimittel) oder Alkohol erhöht das Risiko für Schläfrigkeit, Atembeschwerden (Atemdepression), Koma und kann lebensbedrohlich sein. Aus diesem Grund sollte die gleichzeitige Anwendung vermeiden werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt über allfällige Beruhigungsmittel, die Sie einnehmen und halten Sie sich genau an die Dosierungsempfehlung Ihres Arztes. Kontaktieren Sie Ihren Arzt, wenn Symptome wie oben beschrieben bei Ihnen auftreten sollten. Wenn Sie an einer Magen-Darm-Krankheit, an Störungen der Nieren- oder Leberfunktion oder an schwerer Muskelschwäche (sogenannte Myastenia gravis) leiden, sollten Sie zuerst mit Ihrem Arzt bzw. Ihre Ärztin sprechen, bevor Sie mit der Verwendung eines der Tuscalman-Präparate beginnen. Bei Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen (Siehe unten:«Welche Nebenwirkungen kann Tuscalman haben?») müssen Sie die Behandlung sofort abbrechen und so rasch als mög- lich einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen. Auf die gleichzeitige Einnahme von weiteren Hustenmitteln (sogenannten Antitussiva) sollten Sie unbedingt verzichten, denn dadurch kann der Hustenreiz weiter gehemmt oder völlig unter- drückt werden. Dabei besteht die Gefahr, dass sich der durch den Wirkstoff Guaifenesin ver- flüssigte Bronchialschleim in den Atemwegen staut und nicht mehr auf natürliche Weise abge- hustet wird, und das Auftreten eines Bronchialkrampfes und einer Infektion der Atemwege begünstigt werden kann. Tuscalman kann die Wirkung von Arzneimittel, welche die Muskeln entspannen (Muskelrelaxantien) verstärken. Dieses Arzneimittel kann besonders in höherer Dosierung die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und Fähigkeit Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Tuscalman sirup enthält Ethanol: Dieses Arzneimittel enthält 4 vol.-% Ethanol (Alkohol), d.h. bis zu 324 mg pro 10 ml, entsprechend 8 ml Bier, oder 3 ml Wein pro 10 ml. Gesundheitliches Risiko für Patienten, die unter Alkoholismus leiden. Ist bei Schwangeren bzw. Stillenden sowie bei Kindern und Patienten mit erhöhtem Risiko auf Grund einer Lebererkrankung oder Epilepsie zu berücksichtigen. Tuscalman Sirup enthält die Konservierungsmittel Methylparahydroxybenzoat (E218) und Propylparahydroxybenzoat (E216), welche allergische Reaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen können. Tuscalman Sirup enthält Zucker (Saccharose): Bitte nehmen Sie Tuscalman Sirup erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden. Tuscalman Sirup enthält 5,12 g Zucker pro 10 ml. Dies ist bei Patienten mit Diabetes mellitus zu berücksichtigen. Tuscalman Sirup enthält 500 mg Sorbitol-Lösung 70% pro 10 ml. Sorbitol ist eine Quelle für Fructose. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt bevor Sie (oder Ihr Kind) dieses Arzneimittel einnehmen oder erhalten, wenn Ihr Arzt Ihnen mitgeteilt hat, dass Sie (oder Ihr Kind) eine Unverträglichkeit gegenüber einigen Zuckern haben oder wenn bei Ihnen eine hereditäre Fructoseintoleranz (HFI) – eine seltene angeborene Erkrankung, bei der eine Person Fructose nicht abbauen kann . festgestellt wurde. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie – an anderen Krankheiten leiden, – Allergien haben oder – andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden. Darf Tuscalman während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen wer- den? Wenn Sie schwanger sind, es werden möchten oder wenn Sie Ihr Kind stillen, sollten Sie vor- sichtshalber möglichst auf Arzneimittel verzichten. Für Tuscalman gilt, dass die Wirkungen der darin enthaltenen Wirkstoffe auf das ungeborene Kind oder auf den Säugling bisher nicht syste- matisch untersucht wurde. Deshalb dürfen Sie Tuscalman während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht einnehmen.

Wie verwenden Sie Tuscalman?

Sirup: Erwachsene: 4-bis 5-mal täglich 10 ml (max. Tagesdosis 6-mal 10 ml). Nach dem Essen ein- nehmen. Zwischen zwei Verabreichungen ist ein Zeitabstand von 4 bis 6 Stunden zu beachten. Jeder Packung liegt ein graduierter Messbecher bei, mit welchem der Sirup dosiert werden kann. Zäpfchen A: Kinder (von 2 bis 6 Jahren):3-bis 4-mal täglich 1 Zäpfchen (max. Tagesdosis 6 Zäpfchen). Zäpfchen B: Kinder (von 6 bis 12 Jahren):3-bis 4-mal täglich 1 Zäpfchen (max. Tagesdosis 6 Zäpfchen). Zwischen zwei Verabreichungen ist ein Zeitabstand von 4 bis 6 Stunden zu beachten. Tuscalman Zäpfchen A dürfen nicht an Kinder unter 2 Jahren verabreicht werden, es sei denn, der Arzt bzw. die Ärztin haben es verordnet. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Tuscalman haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Tuscalman auftreten: In seltenen Fällen können Müdigkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Schwindel, Übelkeit Erbrechen, oder allergische Reaktionen mit Unwohlsein, Schweissausbrüchen, Schwindel- anfällen, Beschleunigung des Herzschlags und Atembeschwerden auftreten. In Einzelfällen können Überempfindlichkeits-Reaktionen auftreten. Sie machen sich im Allgemeinen mit Zeichen wie Hautausschlag, Unwohlsein, Schweissausbrüchen, Atembeschwerden bemerkbar (s.oben «Wann darf Tuscalman nicht angewendet werden?») Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit "EXP" bezeichneten Datum ver- wendet werden. Bei Raumtemperatur (15-25°C) lagern. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Tuscalman enthalten?

Sirup: 10 ml enthalten: Wirkstoffe: Noscapin hydrochlorid 15 mg (entspricht 13.3 mg Noscapin Base), Guaifenesin 100 mg, Eibischwurzelextrakt 250 mg. Hilfsstoffe: Saccharose, Sorbitol-Lösung 70% (kristallisiernd), Methylparahydroxybenzoat (E218), Prppylparahydroxybenzoat (E216), Aromastoffe (Cherry, Mint), Alkohol 96%, Zitronensäure, Holundersaft, gereinigtes Wasser. Suppositorien: 1 Zäpfchen A enthält: Wirkstoffe: Noscapin hydrochlorid 5 mg (entspricht 4.43 mg Noscapin Base), Guaifenesin 25 mg. Hilfsstoffe: Carmin (E 120), Hartfett, Glyceroltrilaurat, hochdisperses Siliciumdioxid, mittelkettige Triglyceride. 1 Zäpfchen B enthält: Wirkstoffe: Noscapin hydrochlorid 10 mg (entspricht 8.9 mg Noscapin Base), Guaifenesin 50 mg Hilfsstoffe: Hartfett, Glyceroltrilaurat, hochdisperses Siliciumdioxid.

Wo erhalten Sie Tuscalman? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung. Sirup Flasche zu 120 ml Suppositorien A und B Schachteln zu 10 Suppositorien Hinweis zum Öffnen des Sirups: Die Tuscalmanflasche besitzt einen kindergesicherten Schraubverschluss. Zum Öffnen muss der Verschluss unter kräftigem Druck nach unten in Pfeilrichtung aufgeschraubt wer- den. Nach Gebrauch Kappe fest verschrauben.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

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