Beipackzettel von BRONCHO-VAXOM f.Erw. Hartkapseln einsehen

Art und Weise

  • Zum Einnehmen.
  • Das Präparat wird morgens auf nüchternen Magen mit etwas Flüssigkeit eingenommen.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein.
  • Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Dosierung
    • Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die empfohlene Dosis:
      • Täglich 1 Kapsel
  • Dauer der Anwendung
    • Akuttherapie
      • Falls eine Antibiotikatherapie notwendig ist, sollte das Arzneimittel von Beginn an damit kombiniert werden.
      • Bei Behandlungsbeginn im Infektionsschub sollte die Einnahme über mindestens einen Monat erfolgen. Die Wirksamkeit lässt sich in der anschließenden Langzeittherapie weiter steigern.
    • Langzeittherapie
      • Die volle Wirkung wird im Allgemeinen durch eine 3-monatige Behandlung erzielt. Diese beginnt mit einer 30-tägigen Einnahme im akuten Infekt (s. Akuttherapie) und wird durch eine 2-mal 10-tägige Einnahme in den darauffolgenden 2 Monaten fortgeführt. Zwischen den Einnahmeperioden sollte jeweils eine Pause von 20 Tagen liegen.
      • In der infektfreien Phase ist zur Wiederauffrischung der körpereigenen Immunabwehr in den Atemwegen auch eine Intervalltherapie über jeweils 10 Tage während 3 aufeinanderfolgender Monate geeignet.
  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten
    • Sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt.
  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben
    • Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Setzen Sie die Behandlung wie vom Arzt verordnet fort.
  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen
    • Sprechen Sie bitte vorher mit Ihrem Arzt.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Indikation

  • Das Präparat ist ein Arzneimittel zur Stärkung der Immunabwehr.
  • Es wird angewendet, um wiederkehrende Infektionen der Atemwege bei Erwachsenen zu verhindern.

Kontraindikation

  • Das Präparat darf nicht eingenommen werden,
    • wenn Sie allergisch gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind,
    • wenn Sie an einer Autoimmunerkrankung leiden,
    • wenn Sie an einer akuten Darminfektion leiden.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
  • Mögliche Nebenwirkungen
    • Häufig (1 bis 10 Behandelte von 100)
      • Husten, Durchfall, Bauchschmerzen, Ausschlag
    • Gelegentlich (1 bis 10 Behandelte von 1000)
      • Allergische Reaktionen einschließlich Hautausschlag, Hautrötungen, Schwellung der Augenlider, des Gesichts, der Knöchel, Füße oder Finger, Juckreiz, plötzliche Kurzatmigkeit oder Atemprobleme
    • Selten (1 bis 10 Behandelte von 10 000)
      • Asthmaanfälle, Übelkeit, Erbrechen, Oberbauchbeschwerden, Nesselsucht, Haut- und Schleimhautschwellungen, Hautreaktionen wie Juckflechte (Ekzem) und Hautblutungen, Fieber
      • In den ersten Behandlungstagen kann es selten zu einer leichten Verstärkung von Atemwegsinfektionen wie Entzündung der Nasen/Rachenschleimhäute (Rhinopharyngitis), Kehlkopfentzündung (Laryngitis), Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Entzündung der Bronchien (Bronchitis) und leichtem Fieber kommen.
    • Sehr selten (weniger als 1 Behandelter von 10 000)
      • Allgemeine allergische Reaktionen, Knotenrose
    • Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
    • Sollte zu Beginn der Behandlung höheres Fieber (> 39 °C, isoliert, unklarer Ursache) auftreten, muss die Behandlung unterbrochen werden. Sprechen Sie in einem solchen Fall mit Ihrem Arzt.
    • Wenn Sie an Asthma leiden, können Asthmaanfälle im Zusammenhang mit der Einnahme von Arzneimitteln, die Bakterienextrakte enthalten, auftreten. Nehmen Sie in diesem Fall das Arzneimittel nicht weiter und sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
    • Bei allergischen Reaktionen auf das Arzneimittel unterbrechen Sie sofort die Behandlung und informieren Sie Ihren Arzt.
    • Die Anwendung zur Vorbeugung einer Pneumonie wird nicht empfohlen, da keine Daten aus klinischen Studien vorliegen, die eine derartige Wirkung belegen.
    • Kinder
      • Dieses Arzneimittel ist nicht für die Anwendung bei Kindern bestimmt.
      • Für Kinder ab 1 Jahr stehen andere Stärken und Darreichungsformen zur Verfügung.
    • Ältere Menschen
      • Keine Einschränkung
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Das Arzneimittel beeinflusst Ihre Verkehrstüchtigkeit oder die Fähigkeit Maschinen zu bedienen nicht.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Schwangerschaft
    • Obwohl keine keimschädigenden Wirkungen bekannt sind, sollte dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft vermieden werden.
  • Stillzeit
    • Es wurden keine Studien mit stillenden Frauen durchgeführt. Daher ist während der Stillzeit Vorsicht geboten.

Wechselwirkungen

  • Einnahme zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
    • Es sind keine Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten oder Impfstoffen bekannt.
    • Nach den Empfehlungen der Zulassungsbehörde ist vor und nach Behandlung mit oral verabreichten Lebendimpfstoffen ein Abstand von 4 Wochen einzuhalten. Bei Behandlung mit Immunsuppressiva (Medikamente zur Unterdrückung der körpereigenen Abwehr) kann es zu einer Beeinflussung der Wirkung dieses Arzneimittels kommen.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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