Beipackzettel von Salmeterol/Fluticasonpropionat AL 25 ug/250 ug DOS einsehen

Art und Weise

  • Ihr Arzt, das medizinische Fachpersonal oder Ihr Apotheker wird Ihnen zeigen, wie Ihr Inhalator anzuwenden ist. Diese Personen sollten von Zeit zu Zeit überprüfen, wie Sie ihn anwenden. Wenn Sie den Inhalator nicht richtig oder nicht wie verschrieben anwenden, kann das bedeuten, dass es Ihnen bei Asthma nicht so hilft, wie es eigentlich sollte.
  • Das Arzneimittel ist in einem Druckgasbehälter enthalten, der sich in einem Kunststoff-Mundrohr mit einem Mundstück befindet.
  • Test Ihres Inhalators:
    • Bevor Sie Ihren Inhalator zum ersten Mal anwenden, prüfen Sie bitte, ob er funktioniert. Entfernen Sie dazu die Schutzkappe vom Mundstück, indem Sie mit Daumen und Zeigefinger leicht an beiden Seiten der Kappe drücken und sie abziehen.
    • Um sicherzustellen, dass der Inhalator funktioniert, schütteln Sie ihn gut, wenden Sie das Mundstück von sich ab und drücken Sie fest auf den Behälter, um einen Sprühstoß in die Luft auszulösen. Wiederholen Sie diese Schritte und schütteln Sie den Inhalator, bevor Sie einen zweiten Sprühstoß in die Luft auslösen. Vor der Anwendung des Inhalators sollten insgesamt zwei Sprühstöße in die Luft ausgelöst werden.
    • Nach diesen ersten zwei Test-Sprühstößen können Sie mit der Anwendung Ihres Inhalators beginnen.
    • Überprüfen Sie Ihren Inhalator, wenn Sie ihn eine Woche oder länger nicht angewendet haben. Schütteln Sie ihn gut, wenden Sie das Mundstück von sich ab und drücken Sie fest auf den Behälter, um zwei Sprühstöße in die Luft auszulösen.
  • Warnhinweis
    • Trennen Sie niemals den Metallbehälter vom Mundrohr. Wenn der Inhalator sehr kalt ist (unter 0 °C), nehmen Sie den Metallbehälter aus dem Kunststoff-Mundrohr und wärmen Sie ihn vor der Anwendung für einige Minuten in Ihren Händen. Verwenden Sie niemals etwas Anderes, um ihn zu aufzuwärmen. Nach dem Aufwärmen und vor der Anwendung drücken Sie fest auf den Behälter, um zwei Sprühstöße in die Luft abzugeben.
  • Anwendung Ihres Inhalators
    • Es ist wichtig, direkt vor der Anwendung des Inhalators mit einem möglichst langsamen Einatmen zu beginnen.
    • 1. Stehen oder sitzen Sie aufrecht während der Anwendung des Inhalators.
    • 2. Ziehen Sie die Schutzkappe vom Mundstück ab.
    • 3. Vergewissern Sie sich, dass das Mundstück innen und außen sauber und frei von Staub und losen Fremdkörpern ist.
    • 4. Schütteln Sie den Inhalator 4- oder 5-mal kräftig, um sicherzustellen, dass die Inhaltsstoffe des Inhalators gleichmäßig durchmischt sind.
    • 5. Halten Sie den Inhalator aufrecht, mit dem Daumen an der Unterseite, unter dem Mundstück. Atmen Sie so tief wie möglich aus.
    • 6. Nehmen Sie das Mundstück in Ihren Mund zwischen die Zähne. Umschließen Sie es fest mit den Lippen, aber beißen Sie nicht zu.
    • 7. Atmen Sie langsam und tief durch den Mund ein. Drücken Sie gleich nach Beginn des Einatmens fest von oben auf den Wirkstoffbehälter, um einen Sprühstoß des Arzneimittels freizugeben, wobei Sie weiterhin gleichmäßig und tief einatmen.
    • 8. Halten Sie den Atem an, nehmen Sie den Inhalator vom Mund und den Finger oben vom Wirkstoffbehälter. Halten Sie weiterhin den Atem für einige Sekunden oder so lange wiemöglich an.
    • 9. Warten Sie jeweils ungefähr eine halbe Minute vor der Inhalation jedes weiteren Sprühstoßes und wiederholen Sie dann die Schritte 4 bis 8.
    • 10. Danach spülen Sie Ihren Mund mit Wasser und spucken es wieder aus, und/oder putzen Sie Ihre Zähne. Dies kann das Auftreten von Soorbefall und Heiserkeit verhindern helfen.
    • 11. Nach der Anwendung setzen Sie bitte immer sofort die Schutzkappe zurück auf das Mundstück, um das Eindringen von Staub zu verhindern. Wenn sie richtig aufgesetzt ist, ist sie „eingerastet" und es klickt. Versuchen Sie es nicht mit Gewalt.
    • Führen Sie die Schritte 5, 6, 7 und 8 sorgfältig und in Ruhe durch. Es ist wichtig, dass Sie direkt vor dem Auslösen des Inhalators so langsam wie möglich einatmen. Die ersten Anwendungen sollten Sie durchführen, während Sie vor einem Spiegel stehen. Wenn Sie „Nebel" sehen, der oben aus Ihrem Inhalator oder seitlich aus Ihrem Mund kommt, sollten Sie wieder ab Schritt 4 beginnen.
    • Wie bei allen Inhalativa sollten die Erziehungsberechtigten die korrekte Inhalationstechnik, wie oben beschrieben, bei Kindern sicherstellen, die Salmeterol/Fluticasonpropionat verordnet bekommen haben.
    • Inhalationshilfe s. Gebrauchsinformation. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt, bevor Sie etwas an Ihrer Asthma-Behandlung ändern.
    • Es kann für Patienten mit schwachen Händen leichter sein, den Inhalator mit beiden Händen zu halten. Dazu die beiden Zeigefinger oben auf den Inhalator und die beiden Daumen auf den Boden unter dem Mundstück legen.
  • Reinigung Ihres Inhalators (s. Gebrauchsinformation)
    • Waschen Sie Ihren Inhalator nicht und legen Sie keinen Teil davon in Wasser.

Dosierung

  • Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Wenden Sie das Präparat täglich an, bis Ihr Arzt Ihnen rät, die Anwendung zu beenden. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosierung. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
    • Beenden Sie die Anwendung nicht oder reduzieren Sie die Dosierung nicht, ohne zuerst mit Ihrem Arzt gesprochen zu haben.
    • Das Präparat wird durch den Mund in die Lungen inhaliert.
    • Zählen Sie bei der Anwendung immer die Anzahl der Sprühstöße mit.
    • Der Inhalator ist für die Abgabe von einer bestimmten Anzahl an Sprühstößen konstruiert. Es ist jedoch nicht möglich zu sagen, wann der Inhalator leer ist und wann alle Sprühstöße abgegeben worden sind. Es kann noch eine kleine Menge Flüssigkeit im Wirkstoffbehälter übriggeblieben sein. Bitte stellen Sie sicher, dass Ihr Inhalator ersetzt wird, nachdem Sie die bestimmte Antahl an Sprühstößen daraus abgegeben haben, so dass Sie sicher sein können, dass Sie mit jedem Sprühstoß die richtige Menge Ihres Arzneimittels erhalten.
  • Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren
    • 2-mal täglich 2 Sprühstöße.
    • Zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren ist die Wirkstärke pro Sprühstoß nicht geeignet.
    • Das Arzneimittel wird für die Anwendung bei Kindern unter 4 Jahren nicht empfohlen.
  • Ihre Symptome können bei einer zweimal täglichen Anwendung gut kontrolliert werden. Wenn dies der Fall ist, kann Ihr Arzt entscheiden, Ihre Dosierung auf eine einmal tägliche Anwendung zu reduzieren. Die Dosierung kann sich wie folgt ändern:
    • einmal abends, wenn Sie nächtliche Symptome haben,
    • einmal morgens, wenn Sie tagsüber Symptome haben.
  • Es ist sehr wichtig, den Anweisungen Ihres Arztes zu folgen, wie viele Sprühstöße Sie brauchen und wie oft Sie Ihr Arzneimittel anwenden sollen.
  • Wenn Sie das Präparat zur Behandlung von Asthma anwenden, wird Ihr Arzt Sie regelmäßig auf Ihre Symptome hin untersuchen.
  • Wenn sich Ihr Asthma oder Ihre Atmung verschlechtert, wenden Sie sich jedoch umgehend an Ihren Arzt. Möglicherweise treten vermehrt pfeifende Atemgeräusche auf, Sie verspüren öfter eine Verengung im Brustraum als zuvor oder Sie benötigen mehr von Ihren Arzneimitteln zur Akutbehandlung. Wenn einer dieser Fälle eintritt, sollten Sie es weiterhin anwenden, aber ohne die Anzahl der zu inhalierenden Sprühstöße zu erhöhen. Die Verengung im Brustraum kann sich verstärken und Sie können ernsthaft krank werden. Suchen Sie bitte Ihren Arzt auf, da Sie möglicherweise eine zusätzliche Behandlung benötigen.
  • Wenn Sie eine größere Menge angewendet haben, als Sie sollten
    • Es ist wichtig, den Inhalator so anzuwenden, wie es Ihnen gezeigt wurde. Wenn Sie aus Versehen eine höhere Dosierung als empfohlen anwenden, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Sie können z.B. einen schnelleren Herzschlag als sonst üblich haben und etwas zittrig sein. Ihnen kann auch schwindelig werden und Sie können Kopfschmerzen, eine Muskelschwäche und Gelenkschmerzen haben.
    • Wenn Sie über einen längeren Zeitraum größere Dosierungen angewendet haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker um Rat. Höhere Dosierungen können nämlich die Menge an Steroidhormonen vermindern, die von der Nebenniere produziert werden.
  • Wenn Sie die Anwendung vergessen haben
    • Wenden Sie nicht die doppelte Menge an, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Wenden Sie Ihre folgende Dosis einfach zum nächsten fälligen Anwendungszeitpunkt an.
  • Wenn Sie die Anwendung abbrechen
    • Es ist sehr wichtig, dass Sie Ihr Arzneimittel jeden Tag so anwenden, wie Ihr Arzt es verordnet hat. Wenden Sie es weiter an, bis er Ihnen rät, die Anwendung zu beenden. Brechen Sie die Anwendung nicht ab und reduzieren Sie die Dosis nicht plötzlich. Dadurch könnte sich Ihre Atmung verschlechtern.
    • Wenn Sie die Anwendung plötzlich beenden oder die Dosis von reduzieren, kann dies außerdem (in sehr seltenen Fällen) zu Problemen mit Ihrer Nebenniere (Einschränkung der Nebennierenrindenfunktion) führen, was manchmal Nebenwirkungen verursachen kann.
    • Zu diesen Nebenwirkungen zählen z.B.:
      • Magenschmerzen,
      • Müdigkeit und Appetitlosigkeit, sich krank fühlen,
      • Übelkeit und Durchfall,
      • Gewichtsverlust,
      • Kopfschmerzen oder Benommenheit,
      • ein niedriger Zuckergehalt in Ihrem Blut,
      • niedriger Blutdruck und Krampfanfälle (epileptische Anfälle).
    • Wenn Ihr Körper unter Stress steht, ausgelöst z.B. durch Fieber, ein Trauma (wie ein Autounfall), durch eine Infektion oder eine Operation, kann sich die eingeschränkte Nebennierenrindenfunktion verschlechtern und Sie können eine der oben aufgeführten Nebenwirkungen entwickeln.
    • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Um zu verhindern, dass diese Symptome auftreten, kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlich Kortikoide in Tablettenform (wie Prednisolon) verschreiben.
  • Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

Indikation

  • Das Arzneimittel enthält zwei Wirkstoffe: Salmeterol (als Xinafoat) und Fluticasonpropionat.
    • Salmeterol ist ein lang wirksames bronchienerweiterndes Arzneimittel. Diese Arzneimittel helfen, die Atemwege in der Lunge offen zu halten. So kann die Luft leichter ein- und ausgeatmet werden. Die Wirkdauer beträgt mindestens 12 Stunden.
    • Fluticasonpropionat ist ein Kortikoid, das Schwellung und Reizung in den Lungen reduziert.
  • Der Arzt hat Ihnen dieses Arzneimittel verschrieben, um Atembeschwerden, wie Asthma bronchiale, zu vermeiden.
  • Es ist notwendig, dass Sie Salmeterol/Fluticasonpropionat täglich gemäß der Anweisung Ihres Arztes anwenden. Dadurch wird sichergestellt, dass eine Kontrolle Ihres Asthmas gewährleistet ist.
  • Das Arzneimittel hilft gegen das Auftreten von Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen. Es soll jedoch nicht angewendet werden, um einen plötzlichen Anfall von Atemnot und pfeifenden Atemgeräuschen zu lindern. Wenn dies passiert, müssen Sie Ihre schnell wirksame Akutmedikation (Ihr Notfallspray), wie z.B. Salbutamol, anwenden. Sie sollen Ihr schnell wirksames Notfallspray immer dabeihaben.

Kontraindikation

  • Salmeterol/Fluticasonpropionat darf nicht angewendet werden
    • wenn Sie allergisch gegen Salmeterol, Fluticasonpropionat oder einen der sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Nebenwirkungen

  • Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Um die Möglichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen zu reduzieren, wird Ihr Arzt die niedrigste Dosierung verschreiben, die Ihr Asthma unter Kontrolle hält.
  • Allergische Reaktionen:
    • Sie können bemerken, dass Ihre Atmung plötzlich schlechter wird, unmittelbar nachdem Sie Salmeterol/Fluticasonpropionat angewendet haben. Möglicherweise bekommen Sie sehr starke pfeifende Atemgeräusche und Husten oder können kurzatmig sein.
    • Sie können auch ein Jucken, einen Ausschlag (Nesselausschlag) oder eine Schwellung (typischerweise des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens) bemerken oder Sie können plötzlich spüren, dass Ihr Herz sehr schnell schlägt, oder Sie fühlen sich der Ohnmacht nahe und geschwächt (was zum Kollaps oder zur Bewusstlosigkeit führen kann). Wenn Sie eine dieser Nebenwirkungen bekommen oder wenn sie unmittelbar nach Anwendung des Präparates auftreten, beenden Sie die Anwendung und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt. Allergische Reaktionen treten gelegentlich auf (sie betreffen weniger als 1 von 100 Behandelten).
  • Andere Nebenwirkungen sind im Folgenden aufgeführt:
    • Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Kopfschmerzen - diese bessern sich normalerweise im Laufe der weiteren Behandlung.
      • Eine erhöhte Anzahl an Erkältungen wurde bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) berichtet.
    • Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
      • Soorbefall (schmerzhafte, cremig-gelbe, erhabene Beläge) im Mund- und Rachenraum. Ebenso schmerzhafte Zunge und Heiserkeit und Reizung der Rachenschleimhaut. Es kann helfen, wenn Sie unmittelbar nach jeder Inhalation Ihren Mund mit Wasser ausspülen und dieses dann ausspucken und/oder Ihre Zähne putzen. Ihr Arzt kann Ihnen ein Arzneimittel verschreiben, um diese Pilzerkrankung zu behandeln.
      • Schmerzende, geschwollene Gelenke und Muskelschmerzen,
      • Muskelkrämpfe.
    • Die folgenden Nebenwirkungen sind auch bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) berichtet worden:
      • Pneumonie und Bronchitis (Lungeninfektion). Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie eines der folgenden Symptome bemerken: vermehrter Auswurf, Farbänderung des Auswurfs, Fieber, Schüttelfrost, stärkerer Husten, stärkere Atembeschwerden.
      • Reizung der Rachenschleimhaut. Es kann helfen, wenn Sie unmittelbar nach jeder Inhalation Ihren Mund mit Wasser ausspülen und dieses dann ausspucken.
      • Blutergüsse und Knochenbrüche,
      • Entzündung der Nebenhöhlen (Symptome einer verstopften Nase, Spannungsgefühl im Bereich der Wangen und Augen, teilweise verbunden mit einem pulsierenden Schmerz),
      • eine Erniedrigung des Kaliumgehalts im Blut (Sie können einen unregelmäßigen Herzschlag, Muskelschwäche, Krämpfe bekommen).
    • Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
      • Blutzuckeranstieg (Glukoseanstieg/Hyperglykämie) im Blut. Wenn Sie Diabetiker sind, kann eine häufigere Blutzuckerkontrolle und ggf. eine Anpassung Ihrer bisherigen Diabetesbehandlung erforderlich sein.
      • Katarakt (Linsentrübung, „grauer Star"),
      • sehr schneller Herzschlag (Tachykardie),
      • Zittrigkeit (Tremor) und schneller oder unregelmäßiger Herzschlag (Palpitationen) - dies ist normalerweise harmlos und geht im Laufe der weiteren Behandlung zurück
      • Brustschmerzen,
      • Ängstlichkeit (tritt vor allem bei Kindern auf),
      • Schlafstörungen,
      • allergischer Hautausschlag.
    • Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
      • Atembeschwerden oder Auftreten von pfeifenden Atemgeräuschen, die unmittelbar nach Anwendung schlimmer werden. Wenn dies passiert, beenden Sie die Anwendung Ihres Inhalators. Wenden Sie Ihre schnell wirksame Akutmedikation an, um das Atmen zu erleichtern, und wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt.
      • Das Arzneimittel kann die normale Produktion von körpereigenen Steroidhormonen beeinflussen, insbesondere, wenn Sie höhere Dosierungen über einen längeren Zeitraum angewendet haben. Die Folgen schließen ein:
        • Wachstumsverlangsamung bei Kindern und Jugendlichen,
        • Verminderung der Knochendichte,
        • Glaukom (erhöhter Augeninnendruck, „grüner Star"),
        • Gewichtszunahme,
        • rundliches Gesicht („Vollmondgesicht", Cushing Syndrom).
      • Ihr Arzt wird Sie regelmäßig auf diese Nebenwirkungen hin untersuchen und sicherstellen, dass Sie die niedrigste Dosierung anwenden, um Ihr Asthma zu kontrollieren.
      • Verhaltensänderungen, wie z.B. eine ungewöhnliche Aktivitätssteigerung und Reizbarkeit (treten vor allem bei Kindern auf),
      • unregelmäßiger Herzschlag oder Extraschläge (Arrhythmie). Informieren Sie Ihren Arzt, aber hören Sie nicht mit der Anwendung auf, bevor Ihr Arzt es Ihnen nicht geraten hat.
      • Pilzinfektion der Speiseröhre (ösophageale Candidose), die Schluckbeschwerden auslösen kann.
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
      • Depression oder Aggression. Dies tritt eher bei Kindern auf.
  • Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht angegeben sind.

Patientenhinweis

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Präparat anwenden. Ihr Arzt wird Ihre Behandlung enger überwachen, wenn Sie eine der folgenden Vorerkrankungen haben:
      • eine Herzerkrankung einschließlich unregelmäßigem oder schnellem Herzschlag,
      • Schilddrüsenüberfunktion,
      • Bluthochdruck,
      • Diabetes mellitus (Salmeterol/Fluticasonpropionat kann den Blutzuckerspiegel erhöhen),
      • einen niedrigen Kaliumgehalt in Ihrem Blut,
      • Tuberkulose (TB), aktuell oder früher, oder andere Lungeninfektionen.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie Salmeterol/Fluticasonpropionat anwenden, wenn Sie jemals an einer dieser Erkrankungen gelitten haben.
  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Es ist unwahrscheinlich, dass die Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen durch die Anwendung des Arzneimittels beeinflusst werden.

Schwangerschaftshinweis

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Wechselwirkungen

  • Anwendung zusammen mit anderen Arzneimitteln
    • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden oder kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel oder Arzneimittel zur Behandlung von Asthma handelt.
    • Manche Arzneimittel können die Wirkung des Präparates verstärken und Ihr Arzt will Sie möglicherweise besonders sorgfältig überwachen, wenn Sie diese Arzneimittel (einschließlich einiger Arzneimittel zur HIV-Behandlung: Ritonavir, Cobicistat) anwenden.
    • Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Anwendung beginnen, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
      • ß-Blocker (z.B. Atenolol, Propranolol oder Sotalol). ß-Blocker werden meistens bei Bluthochdruck oder anderen Herzerkrankungen angewendet.
      • Arzneimittel zur Behandlung von Infektionen (wie z.B. Ritonavir, Ketoconazol, Itraconazol und Erythromycin). Einige dieser Arzneimittel können die Menge an Fluticasonpropionat oder Salmeterol in Ihrem Körper erhöhen. Dadurch kann sich das Risiko des möglichen Auftretens von Nebenwirkungen, einschließlich unregelmäßiger Herzschläge, unter gleichzeitiger Anwendung von Salmeterol/Fluticasonpropionat erhöhen oder Nebenwirkungen können verstärkt auftreten.
      • Kortikoide (zum Einnehmen oder intravenös). Wenn Sie vor kurzem mit diesen Arzneimitteln behandelt worden sind, könnte dies das Risiko erhöhen, dass Ihre Nebenniere beeinflusst wird.
      • Diuretika, auch bekannt als „Entwässerungstabletten", die zur Behandlung von Bluthochdruck angewendet werden,
      • andere Bronchodilatatoren (wie Salbutamol),
      • Xanthin-Arzneimittel. Diese werden oft zur Behandlung von Asthma angewendet.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
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  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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