Aimovig®

  • Was ist Aimovig und wann wird es angewendet?
  • Wann darf Aimovig nicht eingenommen/angewendet werden?
  • Wann ist bei der Einnahme von Aimovig Vorsicht geboten?
  • Darf Aimovig während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
  • Wie verwenden Sie Aimovig?
  • Welche Nebenwirkungen kann Aimovig haben?
  • Was ist ferner zu beachten?
  • Was ist in Aimovig enthalten?
  • Wo erhalten Sie Aimovig? Welche Packungen sind erhältlich?

Vermuten Sie selbst Nebenwirkungen eines Medikamentes zu verspüren?

Was ist Aimovig und wann wird es angewendet?

Aimovig enthält den Wirkstoff Erenumab. Erenumab ist ein humaner monoklonaler Antikörper. Monoklonale Antikörper sind Eiweisse, die bestimmte Eiweisse im Körper erkennen und an sie binden. Aimovig gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als Antikörper gegen den CGRP (Calcitonin Gene-Related Peptide) Rezeptor eingesetzt werden. Aimovig wirkt, indem es die Aktivität des CGRP-Moleküls, welches  mit Migräne in Zusammenhang gebracht worden ist, blockiert. Aimovig wird zur Behandlung der Migräne bei Erwachsenen verwendet, bei denen eine vorbeugende Therapie angezeigt ist. Aimovig wird auf Verschreibung desArztes oder der Ärztin angewendet.

Wann darf Aimovig nicht eingenommen/angewendet werden?

Aimovig darf nicht angewendet werden, wenn Sie allergisch gegen Erenumab oder einen der in Aimovig enthaltenen Hilfsstoffe (aufgeführt unter «Was ist in Aimovig enthalten») sind. Die Anwendung von Aimovig wurde nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren untersucht. Es ist nicht bekannt, ob Aimovig bei Kindern und Jugendlichen sicher und wirksam ist. Aimovig darf daher bei dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Aimovig Vorsicht geboten?

Die abnehmbare Kappe des Aimovig-Fertigpens enthält trockenen Naturkautschuklatex, der bei Personen mit Latexempfindlichkeit allergische Reaktionen hervorrufen kann. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie auf Latex allergisch sind. Bisher liegen keine Hinweise vor, dass die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen durch die Anwendung von Aimovig beeinträchtigt wird. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen.

Darf Aimovig während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Aimovig wurde bei Schwangeren nicht untersucht. Es ist nicht bekannt, ob Aimovig dem ungeborenen Kind schadet, und deshalb sollte Aimovig während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie versuchen, schwanger zu werden, oder denken, möglicherweise schwanger zu sein, während Sie Aimovig anwenden. Es ist nicht bekannt, ob Aimovig in die Muttermilch übergeht. Da viele Arzneimittel, darunter Antikörper, in die Muttermilch ausgeschieden werden, kann ein Risiko für das Neugeborene/Kleinkind nicht ausgeschlossen werden.   Es ist wichtig, Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin zu informieren, wenn Sie stillen oder vorhaben zu stillen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird entscheiden, ob Sie das Stillen oder eher die Anwendung von Aimovig beenden sollten.

Wie verwenden Sie Aimovig?

Die Indikation für die Therapie muss durch einen Arzt oder eine Ärztin mit Erfahrung auf dem Gebiet der Migränebehandlung gestellt werden. Sie werden durch diesen Arzt oder diese Ärztin in der weiteren Behandlung begleitet werden. Aimovig wird als Injektion unter die Haut («subkutan») verabreicht. Sie und Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin entscheiden, ob Sie sich Aimovig selbst injizieren sollen. Es ist wichtig, dass Sie nicht versuchen, die Injektion selbst durchzuführen, ohne vorher ein Training durch Ihren Arzt oder Apotheker bzw. durch Ihre Ärztin oder Apothekerin oder durch eine medizinische Fachperson erhalten zu haben. Hinweise zur richtigen Vorbereitung und Verabreichung Ihrer Aimovig-Injektionen zuhause finden Sie in der ausführlichen Gebrauchsanweisung am Ende dieser Packungsbeilage. Dosierung von Aimovig: Die Dosis von Aimovig beträgt 70 mg einmal monatlich. Bei Patienten, die auf diese Dosierung nach einigen Monaten eine ungenügende Wirkung zeigen, kann Ihr Arzt / Ihre Ärztin die Dosierung auf 140 mg einmal monatlich steigern, solange dadurch eine bessere Wirkung nachweisbar ist. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Wie lange wird Aimovig angewendet? Wenden Sie Aimovig so lange einmal im Monat an, wie Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin es anordnet. Wenn Sie Fragen zur Anwendungsdauer von Aimovig haben, fragen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Wenn Sie eine grössere Menge von Aimovig angewendet haben, als Sie sollten Falls Sie eine höhere als die empfohlene Dosis von Aimovig angewendet haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Wenn Sie die Anwendung von Aimovig vergessen haben Wenn Sie die Anwendung von Aimovig vergessen haben, holen Sie dies so bald wie möglich nach. Setzen Sie sich dann mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung, der bzw. die Ihnen mitteilen wird, wann Sie Ihre nächsten Dosen verabreichen sollen. Halten Sie sich genau an den Zeitplan, den Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen vorgegeben hat. Wenn Sie die Anwendung von Aimovig abbrechen Beenden Sie die Anwendung von Aimovig nicht, ohne zuerst den Rat Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin einzuholen. Wenn Sie die Behandlung beenden, könnten Ihre Symptome erneut auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung von Aimovig haben. Kinder und Jugendliche (unter 18 Jahren) Die Anwendung von Aimovig wurde bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bisher nicht untersucht. Es ist nicht bekannt, ob Aimovig bei Kindern und Jugendlichen sicher und wirksam ist. Aimovig darf daher bei dieser Altersgruppe nicht angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Aimovig haben?

Die Anwendung von Aimovig kann Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jeder Person auftreten müssen. Es können unter anderem die im Folgenden aufgeführten Nebenwirkungen auftreten. Wenn sich diese Nebenwirkungen verschlimmern, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Personen betreffen) • Anzeichen und Symptome von Schmerzen, Rötung, Schwellung, Juckreiz an der Injektionsstelle (Reaktionen an der Injektionsstelle) • Verstopfung • Muskelkrämpfe • Juckreiz Es können auch allergische Reaktionen wie Ausschlag, Schwellungen/Wasserablagerung im Gewebe (sog. Ödeme) auftreten. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel ausser Reichweite von Kindern auf. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Im Kühlschrank (2-8 °C) lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Nachdem Aimovig aus dem Kühlschrank genommen worden ist, kann es bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahrt werden und muss dann aber innerhalb von 14 Tagen angewendet werden. Aimovig darf nicht wieder im Kühlschrank aufbewahrt werden, nachdem es Raumtemperatur angenommen hat. Verwenden Sie dieses Arzneimittel nicht, wenn die Flüssigkeit gut erkennbare Feststoffteilchen enthält, trüb oder eindeutig gelb ist. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aimovig enthalten?

Der Wirkstoff von Aimovig ist Erenumab. Jeder Fertigpen zu 1 ml enthält 70 mg oder 140 mg Erenumab. Die Hilfsstoffe in Aimovig sind: Saccharose, Polysorbat 80, Natriumhydroxid, Eisessig, Wasser für Injektionszwecke.

Wo erhalten Sie Aimovig? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Packungen zu 1 Fertigpen à 70 mg oder 140 mg
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