Aktiferrin suscaps®%2ftropfen

  • Was ist Aktiferrin und wann wird es angewendet?
  • Was sollte dazu beachtet werden?
  • Wann darf Aktiferrin nicht eingenommen/angewendet werden?
  • Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Aktiferrin Vorsicht geboten?
  • Darf Aktiferrin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?
  • Wie verwenden Sie Aktiferrin?
  • Welche Nebenwirkungen kann Aktiferrin haben?
  • Was ist ferner zu beachten?
  • Was ist in Aktiferrin enthalten?
  • Wo erhalten Sie Aktiferrin? Welche Packungen sind erhältlich?

Leiden Sie an Nebenwirkungen durch dieses Medikament?

Was ist Aktiferrin und wann wird es angewendet?

Aktiferrin ist ein Eisenpräparat, das zur Behandlung von Eisenmangel im Blut eingesetzt wird. Aktiferrin Tropfen eignen sich zur Behandlung von Säuglingen und Kleinkindern. Eisenmangelzustände können entstehen: ·bei Blutverlusten (z.B. durch Magen-Darm-Krankheiten oder nach Magen-Darm-Operationen), ·in den Wachstumsphasen bei Kleinkindern und Kindern, ·bei Störungen der Eisenaufnahme aus der Nahrung (z.B. bei verminderter Magensäurebildung).

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn die Blutarmut nicht durch Eisenmangel bedingt ist, ist Aktiferrin wirkungslos. In solchen Fällen kann eine Verabreichung zu einer Eisenüberladung führen. Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, sollte der zu niedrige Gehalt des Blutes an Eisen und an Blutfarbstoff (Hämoglobin) vom Arzt bzw. von der Ärztin durch geeignete Untersuchungen bestätigt worden sein.

Wann darf Aktiferrin nicht eingenommen/angewendet werden?

Bei Eisenüberladung, bei bestimmten Formen von Eisenverwertungsstörungen (wenn die «Blutarmut» z.B. auf einer gestörten Verwertung des Eisens beruht), bei «Blutarmut», die nicht auf Eisenmangel beruht, bei begründeter Unverträglichkeit (z.B. bei schweren entzündlichen Veränderungen im Magen und im Darm), nach Bluttransfusionen sowie bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen darf Aktiferrin nicht eingenommen werden. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Aktiferrin Vorsicht geboten?

Eisenmangel sollte immer unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden. Bei entzündlichen Magen- oder Darmerkrankungen, bei krankhaft verzögerter Magenentleerung und bei gewissen anderen Krankheiten des Magen-Darm-Kanals sollten Eisenpräparate mit Vorsicht und nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin eingenommen werden. Gewisse Arzneimittel gegen Magenübersäuerung (Antazida) oder, gegen zu hohe Blutfettwerte (Colestyramin), gewisse Schmerzmittel und Goldpräparate können die Eisenaufnahme beeinträchtigen. Die gleichzeitige Einnahme von Eisenpräparaten mit bestimmten Antibiotika (Tetrazykline, Chinolone), mit dem Schilddrüsenhormon Thyroxin, mit Arzneimitteln gegen rheumatoide Arthritis (Penicillamin), mit dem Blutdruckmittel Methyldopa oder mit bestimmten Parkinsonmittel (Levodopa, Carbidopa) beeinträchtigt diese in ihrer Aufnahme. Zwischen der Einnahme eines der obengenannten Arzneimittel und dem Eisenpräparat sollten deshalb mehrere Stunden liegen. Die schleimhautreizende Wirkung von Eisenpräparaten im Magen und im Darm kann durch die gleichzeitige Einnahme gewisser entzündungshemmender Arzneimittel verstärkt werden. Chronischer Alkoholmissbrauch kann über eine Erhöhung der Eisenaufnahme zu einer Eisenüberladung führen. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogisten wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Aktiferrin während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Aktiferrin sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder der Ärztin eingenommen werden. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogisten um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Aktiferrin?

Wenn vom Arzt bzw. von der Ärztin nicht anders verordnet, erhalten Kleinkinder von 1–3 Jahren täglich 2–3× 18 Tropfen, Säuglinge von 6–12 Monaten täglich 2–3× 13 Tropfen und Säuglinge bis 6 Monate täglich 1–3× 10 Tropfen. Nach der Einnahme von Aktiferrin Tropfen sollen die Zähne sofort geputzt oder mit reichlich Flüssigkeit gespült werden, da es sonst zu einer Verfärbung der Zähne kommen kann. Diese Verfärbung ist harmlos und bildet sich bei normaler Zahnpflege wieder zurück. Die Wirkung eines Eisenpräparates wird durch den gleichzeitigen Verzehr gewisser Nahrungsmittel und Getränke (z.B. gewisse Gemüse, Kaffee, Schwarztee) stark herabgesetzt. Deshalb sollte Aktiferrin möglichst vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Wenn Magenbeschwerden auftreten, kann es auch zu oder nach den Mahlzeiten genommen werden. Flasche senkrecht halten bei der Tropfenentnahme. Die Einnahme von Aktiferrin muss meist über einen längeren Zeitraum erfolgen; über die genaue Behandlungsdauer entscheidet in jedem einzelnen Fall der Arzt bzw. die Ärztin. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Aktiferrin haben?

Gelegentlich können leichte Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Magendruck, Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall auftreten. Sie verschwinden meist wieder, nachdem die Dosis reduziert wurde. Die Dosis sollte jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin vermindert werden. Eine gelegentliche Schwarzfärbung des Stuhls ist ohne Bedeutung. Bei der Einnahme von eisenhaltigen Arzneimitteln färbt sich der Stuhl aufgrund des nicht vom Körper vollständig aufgenommenen Eisenanteils schwarz. Eine Verfärbung der Zähne lässt sich vermeiden, wenn die Zähne sofort nach Einnahme des Präparates geputzt und gespült werden. Selten sind auch allergische Reaktionen beobachtet worden. Eine Überdosierung kann zu folgenden Störungen führen: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall und nach einiger Zeit zu beschleunigtem Puls, Schwindel, Atemnot und Blauwerden der Lippen und des Gesichts, in schweren Fällen zu unregelmässiger Atmung, Krämpfen und Lähmungserscheinungen. In solchen Fällen ist sofort der Arzt bzw. die Ärztin zu benachrichtigen und zu versuchen, ein Erbrechen auszulösen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Aktiferrin Tropfen enthalten 2 Vol.-% Alkohol. Da eine unversehrte Packung Aktiferrin Tropfen eine Gesamtdosis Eisen enthält, die auf einmal eingenommen, vor allem bei Kleinkindern zu einer schweren Vergiftung führen kann, muss dieses Arzneimittel unbedingt ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Lagerungshinweis Nicht über 25°C und vor Licht geschützt lagern. Nicht einfrieren und nicht im Kühlschrank lagern. Nach Anbruch im Kühlschrank lagern und innerhalb von 30 Tagen aufbrauchen. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Hinweise Durch Tropfen entstandene Flecken lassen sich auf Textilien mit einem Rostflecken-Entferner entfernen. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogisten. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Aktiferrin enthalten?

Wirkstoffe 1 ml (= 13 Tropfen) enthält: Eisen 10 mg als Eisen(II)-sulfat. DL-Serin 38 mg. Hilfsstoffe Konservierungsmittel: Kaliumsorbat (E 202); Farbstoff: Caramel (E 150); Aromastoffe; Alkohol (2 Vol.-%).

Wo erhalten Sie Aktiferrin? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung. Packungen zu 30 ml Tropfen.