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Was sind Allergodil Augentropfen und wann werden sie angewendet?

Allergodil Augentropfen sind ein Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung allergisch bedingter Bindehautentzündungen (bei Heuschnupfen oder ganzjährigen Allergien). Gleichzeitig kann eine allergisch bedingte Nasenschleimhautentzündung vorliegen. Allergodil Augentropfen vermindern rasch (10 bis 20 Minuten nach Anwendung) die bei allergisch bedingter Bindehautentzündung auftretenden Symptome wie Juckreiz im Auge, Schwellung von Bindehaut und Augenlider sowie den Tränenfluss. Das Präparat ist nur auf Verschreibung eines Arztes oder einer Ärztin zu verwenden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Dieses Arzneimittel wurde Ihnen zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Augenbeschwerden von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verordnet. Verwenden Sie es nicht für die Behandlung anderer Erkrankungen oder von Drittpersonen.

Wann dürfen Allergodil Augentropfen nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Azelastinhydrochlorid oder einen der übrigen Bestandteile dürfen Allergodil Augentropfen nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Allergodil Augentropfen Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel enthält 0,125 mg Benzalkoniumchlorid pro ml (0.00375 mg/Tropfen). Benzalkoniumchlorid kann von weichen Kontaktlinsen aufgenommen werden und kann zur Verfärbung der Kontaktlinsen führen. Sie müssen die Kontaktlinsen vor der Anwendung dieses Arzneimittels entfernen und dürfen sie erst nach 15 Minuten wieder einsetzen. Benzalkoniumchlorid kann auch Reizungen am Auge hervorrufen, insbesondere, wenn Sie trockene Augen oder Erkrankungen der Hornhaut (durchsichtige Schicht an der Vorderseite des Auges) haben. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn nach der Anwendung dieses Arzneimittels ein ungewöhnliches Gefühl, Brennen oder Schmerz im Auge auftritt. Kinder unter 4 Jahren sollten nicht mit Allergodil Augentropfen behandelt werden. Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind bis jetzt nicht beobachtet worden. Nach Anwendung der Augentropfen kann vorübergehend ein leichtes Brennen auftreten. Solange das Sehen dadurch beeinträchtigt ist, sollten Sie nicht am Strassenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder am Auge anwenden!

Dürfen Allergodil Augentropfen während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Allergodil Augentropfen sollten wie andere Arzneimittel während der Schwangerschaft und der Stillzeit nur auf ausdrückliche Verordnung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Wie verwenden Sie Allergodil Augentropfen?

Wenn vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, werden Allergodil Augentropfen wie folgt angewendet: Erwachsene und Kinder ab 4 Jahren: Pro Auge 2× täglich 1 Tropfen. Diese Dosierung kann bei starker Belastung mit allergieauslösenden Materialien bis auf 4× täglich erhöht werden. Neigen Sie den Kopf nach hinten, ziehen Sie das untere Augenlid nach unten und träufeln Sie vorsichtig einen Tropfen in den Bindehautsack. Wiederholen Sie den Vorgang für das andere Auge. Achten Sie darauf, dass die Tropferspitze nicht mit den Händen oder mit dem Auge in Berührung kommt. Sie sollten die Behandlung mit Allergodil Augentropfen bis zum Erreichen der Beschwerdefreiheit oder solange, wie Sie den allergieauslösenden Materialien ausgesetzt sind, fortführen. Die Anwendung sollte in der Regel bei Erwachsenen 6 Wochen, bei Kindern 4 Wochen nicht überschreiten. Halten Sie sich an die Vorschriften Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Die Anwendung und Sicherheit von Allergodil Augentropfen bei Kindern unter 4 Jahren ist bisher nicht geprüft worden. Bei Überdosierung nach versehentlicher Einnahme sollten Sie umgehend einen Arzt oder eine Ärztin konsultieren. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen können Allergodil Augentropfen haben?

Die häufigste Nebenwirkung kann ein mildes, vorübergehendes Brennen nach der Anwendung sein, welches vor allem zu Beginn der Behandlung auftritt. Häufig wird auch der bittere Geschmack des Wirkstoffs wahrgenommen, da die Augentropfen über den Tränenkanal und die Verbindung mit der Nase in geringer Menge in den Rachenraum und auf die Zunge gelangen können. Sehr häufige Nebenwirkungen: Vorübergehendes Brennen nach der Anwendung (18,4%). Häufig: Bitterer Geschmack. Gelegentlich: Leichtes Jucken in den Augen oder gerötete, trockene Augen. Sehr selten: Allergische Reaktionen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Das Präparat sollte in der verschlossenen Originalpackung bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Fläschchen nach Gebrauch sofort schliessen. Angebrochene Packung nicht länger als 4 Wochen aufbewahren. Um die Sterilität der Augentropfen zu erhalten, sollten Sie die Tropferspitze weder mit den Händen noch mit dem Auge berühren. Den 4 Wochen nach Anbruch der Flasche eventuell verbleibenden Rest können Sie Ihrer Abgabestelle (Arztpraxis oder Apotheke) zur fachgerechten Entsorgung bringen. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Allergodil Augentropfen enthalten?

Wirkstoff: Azelastin (als Hydrochlorid); 1 ml Lösung enthält 0,5 mg Azelastinhydrochlorid. Hilfsstoffe: Konservierungsmittel: Benzalkoniumchlorid und weitere Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Allergodil Augentropfen? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Flasche zu 6 ml.

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Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

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