Beipackzettel von Baldriparan® Dragées einsehen

Was ist Baldriparan und wann wird es angewendet?

Baldriparan enthält Trockenextrakte aus Baldrianwurzeln, Melissenblättern und Hopfenzapfen. Baldriparan wird nach einem standardisierten Verfahren hergestellt. Die pflanzliche Kombination dient zur Beruhigung und zur Förderung der Schlafbereitschaft. Baldriparan wird angewendet bei innerer Unruhe, nervös bedingten Einschlafstörungen, Reizbarkeit, Spannungszuständen wie z.B. Examensangst.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Anhalten der Beschwerden über einen Monat sollte ärztliche Hilfe beansprucht werden. Baldriparan ist für Diabetiker geeignet (siehe «Was ist in Baldriparan enthalten?»).

Wann darf Baldriparan nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

Baldriparan darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegenüber einem der Inhaltsstoffe (siehe Zusammensetzung). Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Baldriparan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Baldriparan?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren Zur Behandlung von Unruhezuständen, Reizbarkeit, Spannungszuständen wie z.B. Examensangst 2 Dragées bis zu 3-mal täglich. Zur Behandlung von nervös bedingten Einschlafstörungen 2 Dragées eine halbe bis eine Stunde vor dem Schlafengehen. Falls notwendig, können Sie zusätzlich 2 Dragées bereits früher im Verlauf des Abends einnehmen. Kinder ab 6 Jahren 1 Dragée bis zu 3 mal täglich. Nehmen Sie die Dragées unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein (vorzugsweise ein Glas Trinkwasser). Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Baldriparan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Baldriparan auftreten: Selten können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Sehr selten sind allergische Hauterscheinungen. In der Regel genügt ein Absetzen des Arzneimittels, um die Nebenwirkungen wieder verschwinden zu lassen. Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf dieses Arzneimittel nicht nochmals eingenommen werden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bei Raumtemperatur (15-25 °C) aufbewahren. Arzneimittel sollten für Kinder unerreichbar aufbewahrt werden. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Was ist in Baldriparan enthalten?

1 Dragée enthält: 95 mg Trockenextrakt aus Baldrianwurzel (3-6:1), Auszugsmittel Ethanol 70% (V/V); 15 mg Trockenextrakt aus Hopfenzapfen (4-8:1), Auszugsmittel Ethanol 40% (V/V); 85 mg Trockenextrakt aus Melissenblättern (4-6:1), Auszugsmittel Wasser. Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe und den Farbstoff Carminsäure (E 120). Hinweis für Diabetiker: Eine Einzeldosis Baldriparan (2 Dragées) entspricht 0,03 BE.

Wo erhalten Sie Baldriparan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung. Blisterpackungen zu 40 und 100 Dragées.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

Sie leiden auch an Nebenwirkungen?

Melden Sie Ihre Erfahrung - in nur 2 Minuten.