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Was ist Bricanyl Turbuhaler und wann wird er angewendet?

Bricanyl darf nur auf Verschreibung und unter ständiger Kontrolle des Arztes oder der Ärztin angewendet werden. Bricanyl enthält als Wirkstoff Terbutalinsulfat. Es dient zur Behandlung von Atemwegserkrankungen mit Verengung der Atemwege durch Krämpfe der Bronchialmuskulatur, wie z.B. Asthma und chronische Bronchitis. Bricanyl Turbuhaler zeigt bei akuter Atemnot innerhalb weniger Minuten seine ausgeprägte und langanhaltende Wirkung. Bricanyl löst die Bronchialmuskelkrämpfe bei Asthma- und Bronchialerkrankungen. Der Bricanyl Turbuhaler enthält 120 Einzeldosen. Bei der Inhalation von Bricanyl gelangt der Wirkstoff mit der Einatmungsluft direkt in die Atemwege, wo er lokal und vorwiegend an den Bronchien mit geringer Herzbelastung wirkt.

Wann darf Bricanyl Turbuhaler nicht angewendet werden?

Bricanyl darf bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff Terbutalinsulfat oder dem Hilfsstoff Lactose nicht angewendet werden.

Wann ist bei der Anwendung von Bricanyl Turbuhaler Vorsicht geboten?

Bei Auftreten eines plötzlichen, unerwarteten Anfalls von Atemnot setzen Sie die Behandlung sofort ab und suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt oder eine Ärztin auf. ·Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eine ungewöhnliche Reaktion auf den Hilfsstoff Lactose, auf Bricanyl (Wirkstoff: Terbutalin), oder andere Arzneimittel zum Inhalieren gezeigt haben. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin vor der Anwendung von Bricanyl, wenn Sie unter folgenden Erkrankungen leiden oder litten: ·Herzkrankheiten ·Überfunktion der Schilddrüse ·Diabetes Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin vor der Anwendung von Bricanyl insbesondere, wenn Sie folgende Arzneimittel einnehmen/anwenden: ·Betablocker (einschliesslich Augentropfen); ·Andere Arzneimittel zur Behandlung von Asthma und chronischer Bronchitis; ·Trizyklische Antidepressiva oder Monoaminooxidase-Hemmstoffe (sogenannte MAO-Hemmer); ·Arzneimittel zur Behandlung der Parkinson-Krankheit; ·Arzneimittel, die Hormone gegen Schilddrüsenunterfunktion enthalten; ·Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen; ·Harntreibende Arzneimittel (sogenannte Diuretika). Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin ebenfalls, wenn bei Ihnen eine Narkose wegen einer Operation oder einer Zahn- bzw. Kieferbehandlung geplant ist. Es ist möglich, dass mit jeder Inhalation ein wenig des Arznei-Pulvers in Ihrem Mund oder Rachen haften bleibt. Um das Risiko von Nebenwirkungen zu reduzieren, sollten Sie, wenn immer möglich, nach der Inhalation von Bricanyl Turbuhaler den Mund mit Wasser spülen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Bricanyl Turbuhaler während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Wenn Sie schwanger sind oder es werden möchten sowie in der Stillzeit darf Bricanyl nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin angewendet werden. Am Ende einer Schwangerschaft kann eine wehenhemmende Wirkung eintreten.

Wie verwenden Sie Bricanyl Turbuhaler?

Der Arzt bzw. die Ärztin wird auf Grund regelmässiger Untersuchungen die für Sie zutreffende Dosierung festlegen. Akutbehandlung Erwachsene und Kinder ab 3 Jahren: Bei plötzlich auftretenden Bronchialkrämpfen und anfallsweise auftretender Atemnot wird eine Einzeldosis inhaliert. Bei einem akuten Anfall von Luftnot führt in den meisten Fällen bereits das einmalige Inhalieren zu einer raschen Erleichterung der Atmung. Sollte sich die Atemnot 15 Minuten nach Inhalation des ersten Hubes nicht spürbar gebessert haben, kann ein weiterer Hub genommen werden. Kann ein schwerer Anfall von Luftnot auch durch eine zweite Anwendung nicht behoben werden, müssen Sie unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dauerbehandlung Kinder zwischen 3 und 12 Jahren Üblicherweise wird 1 Hub alle 6 Stunden inhaliert. Der Arzt bzw. die Ärztin kann wenn nötig die Dosierung auf 2 Inhalationen erhöhen. Die Gesamtdosis sollte jedoch 8 Inhalationen innerhalb von 24 Stunden nicht überschreiten. Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren Üblicherweise wird 1 Hub alle 6 Stunden inhaliert. Die Einzeldosis kann vom Arzt bzw. der Ärztin wenn nötig auf 3 Inhalationen erhöht werden. Die Gesamtdosis sollte jedoch 12 Inhalationen innerhalb von 24 Stunden nicht überschreiten. Insbesondere bei Asthma wird Ihr Arzt bzw. die Ärztin Bricanyl als Ergänzung zu einer regelmässigen antientzündlichen Behandlung (z.B. inhalative Kortikosteroide) verordnen. Kinder dürfen nur unter Aufsicht von Erwachsenen und strikter Befolgung der Anweisungen mit Bricanyl Turbuhaler behandelt werden. Die ärztlichen Anweisungen und die empfohlene Anzahl Inhalationen sind genau einzuhalten. Ein nachlassender Behandlungseffekt ist dem Arzt bzw. der Ärztin mitzuteilen. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Eine genaue Anwendungsanweisung finden Sie am Ende dieser Patienteninformation.

Welche Nebenwirkungen kann Bricanyl Turbuhaler haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Bricanyl auftreten: Sehr häufig (betrifft mehr als einen von 10 Anwendern) Zittern, Kopfschmerzen Häufig (betrifft 1 bis 10 von 100 Anwendern) Muskelkrämpfe, Pulsbeschleunigung, Herzklopfen, Kaliummangel (Hypokaliämie) Selten (betrifft 1 bis 10 von 10'000 Anwendern) Nesselfieber, andere Hautausschläge, unregelmässiger Herzschlag, Engegefühl in der Brust, Übelkeit, Verengung der Atemwegsmuskeln mit pfeifenden Atemgeräuschen (Bronchospasmen), Aufgeregtheit, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen. Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern) Reizungen von Mund und Hals, Sodbrennen, Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Schock, Schwellung von Haut und Schleimhaut, Blutdruckabfall), Störungen beim Wasserlassen. Sehr selten wurden bei Kindern Schlaf- und Verhaltensstörungen beobachtet. Beschwerden wie Übelkeit, Zittern, Herzklopfen, Kopfschmerzen und Unruhegefühl sowie Muskelkrämpfe nehmen bei Fortführung der Therapie nach 1 bis 2 Wochen meistens wieder ab. Bricanyl Turbuhaler enthält Lactose. Der Hilfsstoff Lactose kann geringe Mengen von Milcheiweissresten enthalten. Bei Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen Milcheiweiss können diese geringen Mengen allergische Reaktionen auslösen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Wegen des Risikos einer Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie) müssen bei Asthmapatientinnen und Asthmapatienten mit Diabetes bei Beginn der Bricanyl-Therapie zusätzliche Blutzuckerbestimmungen durchgeführt werden. Falls Sie im Besitze eines verfallenen Bricanyl Turbuhaler sind, bringen Sie diesen zur Entsorgung in die Apotheke zurück. Lagerungshinweis Nicht über 30 °C lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Hinweise Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Bricanyl Turbuhaler enthalten?

Wirkstoffe 1 Inhalationshub Bricanyl Turbuhaler (Pulver zur Inhalation) enthält als Wirkstoff 0,5 mg Terbutalinsulfat. Hilfsstoffe Lactose-Monohydrat.

Wo erhalten Sie Bricanyl Turbuhaler? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Packungen zu 1x120 Einzeldosen à 0,5 mg.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
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  • Mitmenschen schützen

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