Carivalan

  • Was ist Carivalan und wann wird es angewendet?
  • Wann darf Carivalan nicht eingenommen werden?
  • Wann ist bei der Einnahme von Carivalan Vorsicht geboten?
  • Darf Carivalan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?
  • Wie verwenden Sie Carivalan?
  • Welche Nebenwirkungen kann Carivalan haben?
  • Was ist ferner zu beachten?
  • Was ist in Carivalan enthalten?
  • Wo erhalten Sie Carivalan? Welche Packungen sind erhältlich?

Leiden Sie an Nebenwirkungen durch dieses Medikament?

Was ist Carivalan und wann wird es angewendet?

Carivalan ist ein Medikament für das Herz und wird bei erwachsenen Patienten auf Verschreibung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet: ·Zur Behandlung von symptomatischer stabiler Angina pectoris oder «Brustenge» (eine Krankheit, die Brustschmerzen verursacht), ·Zur Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz. Statt Carvedilol und Ivabradin als separate Tabletten einzunehmen, erhalten Sie eine Filmtablette Carivalan, die beide Wirkstoffe in der gleichen Wirkstärke enthält. Bei Carivalan handelt es sich um eine Kombination der beiden Wirkstoffe Carvedilol und Ivabradin. Carvedilol ist eine Substanz die den arteriellen Blutdruck durch zwei Mechanismen senkt: Einerseits wirkt es als Betablocker indem er das Herz und den Blutkreislauf von den Auswirkungen von übermässigem Stress schützt; andererseits hat es eine gefässerweiternde Wirkung auf die kleinen Gefässe in der Peripherie. Ivabradin wirkt hauptsächlich über die Senkung der Herzfrequenz. Dies reduziert den Sauerstoffbedarf des Herzens, vor allem in Situationen, in denen es zu Angina-pectoris-Anfällen kommen kann. Auf diese Weise tragen Carvedilol und Ivabradin dazu bei, die Anzahl der Angina-pectoris-Anfälle unter Kontrolle zu halten und zu verringern.

Wann darf Carivalan nicht eingenommen werden?

Carivalan darf nicht eingenommen werden, ·wenn Sie allergisch sind gegen Carvedilol, Ivabradin, einen der im Abschnitt «Was ist in Carivalan enthalten?» genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels oder gegen andere Betablocker, ·wenn Sie an einer schweren Lebererkrankung leiden, ·wenn Sie an einer Herzinsuffizienz leiden, die nicht stabil eingestellt oder vor Kurzem schlimmer geworden ist; wenn Sie eine Behandlung mit einem β-Rezeptoren-Agonisten (z.B. Dobutamin) gegen Herzinsuffizienz erhalten haben, ·wenn Sie an instabiler Angina pectoris leiden (eine schwere Form der Angina pectoris, bei der Brustschmerzen sehr häufig auftreten, sowohl unter als auch ohne Belastung), ·wenn Sie an Prinzmetal-Angina leiden (Brustschmerzen, die in Ruhe und in Zyklen immer wieder auftreten), ·wenn Sie an einer Herzrhythmusstörung leiden, an einem unregelmässigen Herzrhythmus leiden, ·wenn Ihre Herzfrequenz im Ruhezustand vor der Behandlung zu langsam ist. Die Behandlung mit Ivabradin darf nicht begonnen werden, wenn Ihre Herzfrequenz im Ruhezustand unter 70 Schlägen pro Minute liegt, ·wenn Sie sich schwach fühlen, Ihr Bewusstseinszustand getrübt ist, Sie unter Kurzatmigkeit leiden, Ihr Blutdruck niedrig ist oder Sie Brustschmerzen haben (aufgrund von symptomatischer oder schwerer Bradykardie), ·wenn Sie vor Kurzem einen Herzinfarkt hatten, ·wenn Sie an einem kardiogenen Schock leiden (ein schwerwiegendes Herzleiden, das durch sehr niedrigen Blutdruck verursacht wird und im Spital behandelt werden muss), ·wenn Ihr Herzschlag ausschliesslich von einem Herzschrittmacher gesteuert wird, ·wenn Sie eine schwere Blutgefässerkrankung haben (zum Beispiel Raynaud-Syndrom), ·wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben, ·wenn Sie an einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung oder COPD (Lungenerkrankung mit Symptomen wie Pfeifatmung, Atemnot und chronischem Husten), leiden, ·wenn Sie schon früher einmal Atembeschwerden wie Asthma, Heuschnupfen oder Bronchospasmen (Atemnot aufgrund einer Verengung der Atemwege) hatten, ·wenn der Säuregehalt in Ihrem Blut zu hoch ist (metabolische Azidose), ·wenn Sie aufgrund eines Tumors der Nebennieren (unbehandeltes Phäochromozytom) unter hohem Blutdruck leiden, ·wenn Sie einen MAO-Hemmer (Antidepressivum) einnehmen, ·wenn Sie bereits Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (wie Ketoconazol oder Itraconazol), Makrolidantibiotika (wie Josamycin, Clarithromycin, Telithromycin oder oral verabreichtes Erythromycin), Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (wie Nelfinavir oder Ritonavir), Nefazodon (Antidepressivum), Diltiazem oder Verapamil (beide zur Behandlung eines erhöhten Blutdrucks oder einer Angina pectoris verwendet) einnehmen, ·während einer Desensibilisierungstherapie zur Behandlung einer Allergie, ·wenn Sie eine Frau im gebärfähigen Alter sind und keine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden, ·wenn Sie schwanger sind oder beabsichtigen, schwanger zu werden, ·wenn Sie stillen. Bei bestimmten Patienten kann ein langsamer Abbau von Carvedilol zu höheren Konzentrationen dieses Wirkstoffs führen. Da diesbezüglich keine Erfahrungen bestehen, dürfen diese Patienten Carivalan nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Carivalan Vorsicht geboten?

Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Carivalan kann vorübergehend visuelle Lichtphänomene verursachen (siehe Abschnitte «Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen» und «Welche Nebenwirkungen kann Carivalan haben?»). Informieren Sie vor der Einnahme von Carivalan Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn: ·Sie an Herzrhythmusstörungen (wie ein unregelmässiger Herzschlag, Herzklopfen, zunehmende Brustschmerzen), anhaltendem Vorhofflimmern (eine Art von unregelmässigem Herzschlag) oder an einer Abweichung im Elektrokardiogramm (EKG), einem sogenannten «Long-QT-Syndrom», leiden, ·Sie an einer schweren Herzinsuffizienz oder Herzinsuffizienz mit Abweichungen im EKG, einem sogenannten «Schenkelblock», leiden, ·Sie an einer Herzinsuffizienz leiden, bei der es bei der geringsten körperlichen Aktivität zu Beschwerden kommt (Symptome können selbst bei Ruhe vorhanden sein und die Beschwerden nehmen bei körperlicher Aktivität zu), ·Sie an Symptomen eines Vorhofflimmerns leiden (wie z.B. Ruhepuls ohne ersichtlichen Grund ungewöhnlich hoch oder unregelmässig, sodass er schwer messbar ist), ·Sie an einem gering oder mässig ausgeprägten niedrigen Blutdruck oder einem nicht einstellbaren Blutdruck leiden, vor allem nach einer Veränderung Ihrer blutdrucksenkenden Behandlung, ·Sie an einer bereits langfristig bestehenden Herzinsuffizienz sowie einer der folgenden Beschwerden leiden: niedrigem Blutdruck (<100 mmHg), oder einer Herzerkrankung, die durch einen verringerten Blutfluss in den Blutgefässen des Herzmuskels verursacht wird, oder einer Erkrankung mit Schädigungen der grossen und/oder kleinen Blutgefässe, oder Nierenproblemen, ·Sie an Symptomen leiden wie Müdigkeit, Schwindelgefühl oder Kurzatmigkeit (das könnte darauf hinweisen, dass Ihre Herzfrequenz zu niedrig ist), ·Sie planen, sich einer Kardioversion zu unterziehen (ein medizinisches Verfahren, um einen schnellen oder unregelmässigen Herzschlag wieder in einen normalen Rhythmus zu überführen), ·Sie vor Kurzem einen Schlaganfall hatten (Gehirnschlag), ·Ihr Blutdruck aufgrund einer anderen Erkrankung erhöht ist, ·Ihr Blutdruck sich beim Aufrichten senkt, ·Ihre Herzklappen beeinträchtigt sind, Sie an einer aktiven Myokarditis leiden (Herzmuskelentzündung), seit der Geburt einen Herzfehler aufweisen oder an einer Kreislauf-Erkrankung im Endstadium leiden, bei der verengte Arterien den Blutfluss zu den Gliedmassen verringern, ·Sie zur Behandlung einer Herzrhythmusstörung oder einer anderen Störung bereits ein Arzneimittel einnehmen, welches das QT-Intervall verlängert (siehe die im nachfolgenden Abschnitt aufgeführten Produkte), ·Sie bereits einen α1-Rezeptorantagonisten oder α2-Rezeptoragonisten einnehmen, ·Sie an einer chronischen Erkrankung der Augennetzhaut leiden oder sich Ihr Sehvermögen zusehends verschlechtert, ·Sie an Diabetes leiden, ·Sie an einer mässigen Leberfunktionsstörung leiden, ·Sie an einer schweren Nierenfunktionsstörung leiden, ·Sie an Durchblutungsstörungen leiden, wie z.B. Raynaud-Syndrom (betrifft normalerweise die Finger) oder an einer Erkrankung der peripheren Gefässe, bei denen es zu einem Kältegefühl in Händen und Füssen oder einem kribbelnden Gefühl kommt, ·Sie sich einer Operation mit Vollnarkose unterziehen müssen, ·Sie eine Schilddrüsenüberfunktion aufweisen (Symptome sind Zittern, schnelle Herzfrequenz, Schwitzen und Gewichtsverlust), ·Sie Kontaktlinsen tragen (die verminderte Produktion von Tränenflüssigkeit wirkt sich möglicherweise negativ auf den Tragekomfort aus), ·Sie früher bereits Überempfindlichkeitsreaktionen hatten, eine Desensibilisierungstherapie erhalten oder ein hohes Allergierisiko aufweisen, ·Sie unter schweren Nebenwirkungen an der Haut leiden, ·Sie an Psoriasis leiden (schwere Hautausschläge), ·bei Ihnen ein Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom) oder der Verdacht darauf besteht. Wenn einer der oben genannten Umstände auf Sie zutrifft, sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin vor oder während der Behandlung mit Carivalan. Beenden Sie die Einnahme von Carivalan nie plötzlich, weil dies starke Veränderungen Ihrer Herzfrequenz oder Ihres Herzrhythmus verursachen und das Risiko für einen Herzanfall erhöhen kann. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie: ·an einer anderen Krankheit leiden, ·eine Allergie haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte) einnehmen oder äusserlich anwenden! Kinder und Jugendliche Carivalan ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt. Einnahme von Carivalan zusammen mit anderen Arzneimitteln Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben (auch Rezeptfreie Medikamente!). Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von Carivalan beeinflussen oder können in ihrer Wirkung von Carivalan beeinflusst werden. Die Wirksamkeit eines der beiden oder beider Arzneimittel könnte durch dieser Art von Wechselwirkung verändert werden. Ausserdem ist möglicherweise das Risiko oder der Schweregrad unerwünschter Wirkungen erhöht. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie eines dieser Arzneimittel einnehmen: ·Fluconazol, Ketoconazol, Itraconazol (Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen), ·Rifampicin (Antibiotikum), ·QT-verlängernde Arzneimittel, mit denen entweder Herzrhythmusstörungen oder andere Erkrankungen behandelt werden, z.B.: ·Chinidin, Disopyramid, Sotalol, Ibutilid, Amiodaron (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), ·Bepridil (Arzneimittel zur Behandlung von Angina pectoris), ·Pimozid, Ziprasidon, Sertindol (Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen, Schizophrenie oder anderen Psychosen), ·Mefloquin, Halofantrin, Chinin (Arzneimittel zur Behandlung von Malaria), ·intravenös verabreichtes Erythromycin (Antibiotikum), ·Pentamidin (Arzneimittel zur Behandlung parasitärer Infektionen), ·Cisaprid (Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen) ·Clonidin (Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck), ·Dihydropyridine (z.B. Nifedipin, Amlodipin, usw., die zur Behandlung von Bluthochdruck, Brustschmerzen aufgrund von Angina pectoris oder Raynaud-Syndrom verwendet werden), ·bestimmte harntreibende Arzneimittel, die eine Senkung des Kaliumspiegels im Blut verursachen können, wie z.B. Furosemid, Hydrochlorothiazid, Indapamid (angewandt zur Behandlung von Ödemen, Bluthochdruck und Herzinsuffizienz), ·andere Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck, ·Nitro-derivate (Arzneimittel zur Behandlung von Brustschmerzen aufgrund von Angina pectoris), ·Sympathomimetika (z.B. Arzneimittel zur Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz oder zur Erweiterung der Atemwege, wie Adrenalin zur Behandlung schwerer allergischer Reaktionen oder β-2-Rezeptoragonisten zur Behandlung von Asthma), ·intravenös verabreichte Antiarrhythmika der Klassen IA und IC (Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen), ·Antiarrhythmika (z.B. Verapamil, Diltazem oder Amiodaron), ·Barbiturate (Arzneimittel zur Behandlung von Schlafstörungen oder Epilepsie), ·Phenytoin (Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie), ·Haloperidol (Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen), ·Cimetidin (Arzneimittel zur Behandlung von Sodbrennen oder Magengeschwüren), ·Fluoxetin (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen), ·Hypericum perforatum oder Johanniskraut (pflanzliches Mittel zur Behandlung von Depressionen, unter anderem in Form von Kapseln, Tropfen und Tee), ·Reserpin, Guanethidin, Methyldopa, Guanfacin und Monoaminoxidase-Hemmer (Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen und der Parkinson-Krankheit), ·Digoxin und Digitoxin (Arzneimittel zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen), ·Ciclosporin (wird nach einer Organtransplantation angewandt), ·Erythromycin (Antibiotikum) ·Insulin und Antidiabetika (Arzneimittel zur Behandlung des Diabetes), ·muskelentspannende Mittel, die während einer Narkose angewandt werden oder in Narkosemitteln enthalten sind (informieren Sie Ihren Arzt vor jeder Operation), ·β-agonistische Bronchodilatatoren (Arzneimittel zur Behandlung von Asthma), ·nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) (Arzneimittel zur Minderung von Entzündungen, Fieber und Schmerzen, z.B. Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen), ·Östrogene (weibliche Geschlechtshormone, die zur Empfängnisverhütung oder bei einer Hormonersatztherapie angewandt werden), ·Kortikosteroide (Arzneimittel zur Behandlung unterschiedlicher Krankheiten wie Asthma, Hautentzündungen usw.), ·Ergotamin (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne), ·andere Betablocker (z.B. in Form von Augentropfen). Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin darüber, dass Sie Carivalan einnehmen, wenn Sie operiert werden sollen und ein Narkosemittel benötigen. Nehmen Sie aus eigener Initiative keine anderen Arzneimittel, denn bestimmte Kombinationen müssen vermieden werden. Einnahme von Carivalan zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol Vermeiden Sie Grapefruitsaft während der Behandlung mit Carivalan. Schränken Sie den Alkoholkonsum während der Behandlung mit dem Arzneimittel ein. Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen Carivalan kann vorübergehend visuelle Lichtphänomene (eine zeitweilige Helligkeit im Sichtfeld) verursachen (siehe Abschnitt «Welche Nebenwirkungen kann Carivalan haben?»). Falls Sie davon betroffen sind, seien Sie im Verkehr und beim Bedienen von Maschinen dann vorsichtig, wenn plötzliche Veränderungen der Lichtstärke auftreten können, besonders wenn Sie während der Nacht fahren. Seien Sie auch vorsichtig, wenn Sie Carivalan zusammen mit Alkohol einnehmen, oder wenn Sie auf ein anderes Arzneimittel umstellen, da dies Ihre Fahrtüchtigkeit oder Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinflussen kann. Falls Sie sich nach Einnahme der Tabletten schwindlig fühlen, müde sind oder Kopfschmerzen haben, führen Sie kein Fahrzeug und bedienen Sie keine Maschinen. Carivalan enthält Laktose Bitte nehmen Sie Carivalan erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden. Wenn Sie an einer Galaktose-Unverträglichkeit, einem Lapp-Laktase-Mangel oder einer Glukose- oder Galaktose-Malabsorption (seltene Erbkrankheiten) leiden, sollten Sie dieses Arzneimittel nicht einnehmen.

Darf Carivalan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Nehmen Sie Carivalan nicht ein, wenn Sie schwanger sind, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden oder wenn Sie stillen (siehe Abschnitt «Wann darf Carivalan nicht eingenommen werden?»). Dieses Arzneimittel darf während einer Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wenn Sie schwanger werden möchten oder eine Schwangerschaft festgestellt wurde, muss Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Behandlung so bald wie möglich umstellen. Wenn Sie schwanger sind und Carivalan eingenommen haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin. Nehmen Sie Carivalan nicht ein, wenn Sie schwanger werden könnten, es sei denn, Sie wenden eine zuverlässige Verhütungsmethode an (siehe Abschnitt «Wann darf Carivalan nicht eingenommen werden?»). Nehmen Sie Carivalan nicht ein, wenn Sie stillen. Sprechen Sie umgehend mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie stillen oder beabsichtigen zu stillen.

Wie verwenden Sie Carivalan?

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin nach, wenn Sie sich nicht sicher sind. Erwachsene Die Tablette muss zweimal täglich eingenommen werden, einmal am Morgen und einmal am Abend. Carivalan muss mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Kinder und Jugendliche Carivalan ist nicht für die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt. Ändern Sie die verschriebene Dosierung nicht von sich aus. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Wenn Sie eine grössere Menge von Carivalan eingenommen haben, als Sie sollten: Wenn Sie mehr Tabletten als verordnet eingenommen haben, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Die wahrscheinlichsten Auswirkungen sind Schwindelgefühl, Ohnmachtsgefühl, Müdigkeit und Atemnot aufgrund einer langsameren Herzfrequenz. Wenn Sie die Einnahme von Carivalan vergessen haben: Wenn Sie die Einnahme von Carivalan vergessen haben, nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit ein. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben. Wenn Sie die Einnahme von Carivalan abbrechen: Da die Behandlung einer Angina pectoris oder einer chronischen Herzinsuffizienz üblicherweise lebenslang erfolgt, wenden Sie sich an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie die Behandlung mit diesem Arzneimittel abbrechen. Beenden Sie die Einnahme von Carivalan nicht plötzlich. Dies kann starke Veränderungen Ihrer Herzfrequenz oder Ihres Herzrhythmus verursachen und das Risiko für einen Herzanfall erhöhen. Eine Dosisänderung oder das Absetzen der Behandlung darf nur in Absprache mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin erfolgen. Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Carivalan haben?

Bei der Einnahme von Carivalan können Nebenwirkungen auftreten. Falls Sie Schwellungen im Gesicht, an den Lippen, der Zunge oder im Rachen, Atem- oder Schluckbeschwerden bemerken (Angioödem, kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen), wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin oder an die Notaufnahme des nächstgelegenen Spitals. Suchen Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin auf, falls folgende Umstände auftreten: schnelle, unregelmässige Kontraktionen des Herzens, eine ungewöhnliche Wahrnehmung des Herzschlags, abnormal schnelle Herzschläge, eine ungewöhnlich langsame Herzkontraktion, ein nicht einstellbarer Blutdruck, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, verschwommene Sicht (undeutliches Sehen), ein ungewöhnliches Absinken des Blutzuckerspiegels. Nach absteigender Häufigkeit geordnet, können folgende Nebenwirkungen auftreten: Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen): visuelle Lichtphänomene (kurze Momente erhöhter Helligkeit, meist verursacht durch plötzlichen Wechsel der Lichtstärke). Diese können auch als Lichtkranz um eine Lichtquelle, farbige Blitze, Bildauflösung oder Mehrfachbilder beschrieben werden. Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, Herzproblem, das zu Kurzatmigkeit oder Anschwellen der Füsse oder Beine aufgrund von Flüssigkeitsansammlung führen kann (Herzinsuffizienz), niedriger Blutdruck (Anzeichen sind unter anderem vorübergehender Schwindel oder Benommenheit), allgemeine Schwäche, Müdigkeitsgefühl. Häufig (kann bis zu 1 von 10 Personen betreffen): Infektionen in Lunge oder Brust, wie Bronchitis oder Lungenentzündung und Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen, verringerte Anzahl roter Blutkörperchen (Anzeichen sind unter anderem Müdigkeit, blasse Haut, Herzklopfen und Kurzatmigkeit bei Anstrengung), erhöhter Cholesterinspiegel im Blut, erhöhter Blutzuckerspiegel (Diabetes), Verlust der Blutzuckerkontrolle bei Diabetikern, Gewichtszunahme, Depressionen oder depressive Stimmung, verringerter Tränenfluss (trockene Augen), Sehstörungen, Augenreizung, verschwommene Sicht (undeutliches Sehen), Ansammlung von Flüssigkeit im Körper (Anzeichen sind unter anderem Schwellungen am ganzen Körper, Schwellungen an vereinzelten Körperstellen wie z.B. Händen, Füssen, Knöcheln und Beinen sowie Anstieg des Blutvolumens in Ihrem Körper), Ansammlung von Flüssigkeit in den Lungen, Veränderung der Herzfunktion (Symptome sind eine Verlangsamung der Herzfrequenz), Herzblock (unregelmässiger Herzschlag), unregelmässige, schnelle Kontraktion des Herzens, abnormal schnelle Herzschläge, Gefühl von Schwindel, Benommenheit oder Ohnmacht beim schnellen Aufstehen oder Aufsetzen, Probleme mit dem Blutkreislauf wie kalte Hände und Füsse, Verstopfung der grossen Arterien in Armen und Beinen, Verschlechterung der Symptome bei Patienten mit Raynaud-Syndrom (Kribbeln und Farbveränderungen [weiss, blau, dann rot] an den Fingern und Zehen bei Kälte) oder Claudicatio intermittens (Beinschmerzen, die sich beim Gehen verschlimmern), unkontrollierter Blutdruck, Kurzatmigkeit, Asthma, Übelkeit, Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Erbrechen, Gliederschmerzen, Erkrankung mit schmerzhaft geschwollenen Gelenken, verursacht durch Harnsäurekristalle (Gicht), Störungen bei der Harnausscheidung: verzögerter Beginn des Harnstrahls, unregelmässiger Harnstrahl oder Harninkontinenz sowie veränderte Häufigkeit des Wasserlassens, Nierenversagen, Schmerzen. Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Personen betreffen): Anstieg des Anteils einiger Arten weisser Blutkörperchen, erhöhter Harnsäurespiegel im Blut, Schlafstörungen mit Albträumen, Verwirrtheit, Ohnmacht (Synkope), Muskelschwäche, verschwommene Sicht und Ohnmachtsgefühl (Präsynkope), Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füssen, Doppelsehen, verringerte Sehschärfe, Schmerzen oder unangenehmes Gefühl im Brustkorb, Herzklopfen, Veränderungen der Herzfrequenz (schnell, langsam), unregelmässige Herzschläge, die lebensbedrohlich sein können, Verstopfung, bestimmte Hautreaktionen (Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, vermehrtes Schwitzen, schuppen- oder knötchenförmige Hautläsionen), Haarausfall, Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens, was zu Atem- oder Schluckbeschwerden führen kann (Angioödem), Muskelkrämpfe, erhöhte Kreatininwerte (ein Abbauprodukt der Muskeln) im Blut, ungewöhnliche EKG-Aufzeichnungen, sexuelle Funktionsstörung, Impotenz (Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten). Selten (kann bis zu 1 von 1'000 Personen betreffen): Anfälligkeit für Blutungen oder Blutergüssen grösser als normal (geringe Anzahl an Blutplättchen), verstopfte Nase, (Pfeifatmung), Mundtrockenheit, Rötung der Haut, Unwohlsein. Sehr selten (kann bis zu 1 von 10'000 Personen betreffen): niedrige Zahl weisser Blutkörperchen, auffällige Werte bei Leberfunktionstests, Herzrhythmusstörungen (atrioventrikulärer Block zweiten oder dritten Grades, Sick-Sinus-Syndrom), schwere Hautreaktionen, runde, unregelmässig geformte rote Hautflecken an Händen und Armen (Erythema multiforme), schwere Form von Hautausschlag mit Hautrötung, Fieber, Blasen oder Geschwüren (Stevens-Johnson-Syndrom), schwerer Ausschlag mit Rötung, Schälung und Schwellung der Haut wie nach einem schweren Verbrennen (toxische epidermale Nekrolyse), Unfähigkeit bei Frauen, den Harnfluss zu kontrollieren. Wenn eine der aufgeführten unerwünschten Wirkungen Sie erheblich beeinträchtigt, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Nicht über 30 °C lagern. Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Carivalan enthalten?

Wirkstoffe: Die Wirkstoffe sind: Carvedilol und Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid). Hilfsstoffe: Die sonstigen Bestandteile sind: Tablettenkern: vorverkleisterte Stärke (Mais), Laktose-Monohydrat, mikrokristalline Zellulose, Natrium-Croscarmellose, Maltodextrin, hochdisperses Siliziumdioxid und Magnesiumstearat. Filmüberzug: Glyzerin, Hypromellose, Magnesiumstearat, Macrogol 6000, Titandioxid (E171 [weisse Filmtablette]) oder gelbes Eisenoxid (E172 [gelbe Filmtablette]). Carivalan 6,25 mg/5 mg: Jede Filmtablette enthält 6,25 mg Carvedilol und 5 mg Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid) sowie Hilfsstoffe. (Weisse, hexagonale Filmtablette [längste Diagonale 7,3 mm], auf einer Seite «CI2» und auf der anderen Seite «» eingraviert.) Carivalan 6,25 mg/7,5 mg: Jede Filmtablette enthält 6,25 mg Carvedilol und 7,5 mg Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid) sowie Hilfsstoffe. (Gelbe, hexagonale Filmtablette [längste Diagonale 7,3 mm], auf einer Seite «CI3» und auf der anderen Seite «» eingraviert.) Carivalan 12,5 mg/5 mg: Jede Filmtablette enthält 12,5 mg Carvedilol und 5 mg Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid) sowie Hilfsstoffe. (Weisse, elliptische Filmtablette [10,6 mm × 5,3 mm], auf einer Seite «CI4» und auf der anderen Seite «» eingraviert.) Carivalan 12,5 mg/7,5 mg: Jede Filmtablette enthält 12,5 mg Carvedilol und 7,5 mg Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid) sowie Hilfsstoffe. (Gelbe, elliptische Filmtablette [10,6 mm × 5,3 mm], auf einer Seite «CI5» und auf der anderen Seite «» eingraviert.) Carivalan 25 mg/5 mg: Jede Filmtablette enthält 25 mg Carvedilol und 5 mg Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid) sowie Hilfsstoffe. (Weisse, oktogonale Filmtablette [7,8 mm Durchmesser], auf einer Seite «CI6» und auf der anderen Seite «» eingraviert.) Carivalan 25 mg/7,5 mg: Jede Filmtablette enthält 25 mg Carvedilol und 7,5 mg Ivabradin (als Ivabradinhydrochlorid) sowie Hilfsstoffe. (Gelbe, oktogonale Filmtablette [7,8 mm Durchmesser], auf einer Seite «CI7» und auf der anderen Seite «» eingraviert.)

Wo erhalten Sie Carivalan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung. Carivalan 6,25 mg/5 mg, Filmtabletten in Blisterpackungen: Packungen mit 56 oder 112 Filmtabletten Carivalan 6,25 mg/7,5 mg, Filmtabletten in Blisterpackungen: Packungen mit 56 oder 112 Filmtabletten Carivalan 12,5 mg/5 mg, Filmtabletten in Blisterpackungen: Packungen mit 56 oder 112 Filmtabletten Carivalan 12,5 mg/7,5 mg, Filmtabletten in Blisterpackungen: Packungen mit 56 oder 112 Filmtabletten Carivalan 25 mg/5 mg, Filmtabletten in Blisterpackungen: Packungen mit 56 oder 112 Filmtabletten Carivalan 25 mg/7,5 mg, Filmtabletten in Blisterpackungen: Packungen mit 56 oder 112 Filmtabletten