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Was ist Hextril Lösung und wann wird sie angewendet?

Hextril Lösung bekämpft Bakterien und Pilze, die im Mund- und Rachenraum entzündliche und infektiöse Erkrankungen hervorrufen. Hextril Lösung ist schleimhautverträglich. Die keimtötende Wirkung hält 10–14 Stunden an. Hextril Lösung wird insbesondere bei Halsschmerzen, Mandelentzündungen, Kehlkopfentzündungen, vor und nach Mandeloperationen sowie bei Verletzungen im Mund- und Rachenraum angewendet. Ausserdem kann sie bei Angina zusätzlich zu einer von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin verordneten Therapie eingesetzt werden. Hextril Lösung eignet sich auch zur Behandlung von Mundschleimhaut-, Zahnfleisch- und Zahnbettentzündungen sowie von Zahnfleischbluten und Aphthen. Hextril Lösung kann überdies zur allgemeinen Mundhygiene (z.B. bei Mundgeruch oder schweren Allgemeinerkrankungen) angewendet werden.

Wann darf Hextril Lösung nicht angewendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe.

Wann ist bei der Anwendung von Hextril Lösung Vorsicht geboten?

Patientinnen und Patienten, die auf Azofarbstoffe, Acetylsalicylsäure sowie Rheuma- und Schmerzmittel (Prostaglandinhemmer) überempfindlich reagieren, sollen Hextril Lösung nicht anwenden. Wenn die Symptome anhalten oder schlimmer werden oder neue Symptome auftreten, sollte die Behandlung unterbrochen und ein Arzt bzw. eine Ärztin aufgesucht werden. Eine Langzeitanwendung wird nicht empfohlen. Hextril Lösung ist nur zur lokalen Anwendung geeignet und darf nicht geschluckt werden. Wenn grosse Mengen Hextril Lösung geschluckt werden, kann das Anzeichen/Symptome einer Alkoholvergiftung zur Folge haben. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden!

Darf Hextril Lösung während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Aufgrund der bisherigen Erfahrungen ist bei bestimmungsgemässer Anwendung kein Risiko für das Kind bekannt. Systematische wissenschaftliche Untersuchungen wurden aber nie durchgeführt. Vorsichtshalber sollten Sie während der Schwangerschaft und Stillzeit möglichst auf Arzneimittel verzichten oder den Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. die Ärztin, Apothekerin oder Drogistin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Hextril Lösung?

Erwachsene: Hextril Lösung im Allgemeinen morgens und abends nach den Mahlzeiten anwenden. Damit Hextril Lösung richtig wirken kann, sollten Sie während der nächsten Minuten nicht essen oder trinken. Die Mundhöhle 30 Sekunden mit 15 ml unverdünnter Lösung spülen oder im Rachenraum gurgeln, danach die Lösung ausspucken. Nicht schlucken. Bei einzelnen Entzündungsstellen können Sie die Lösung auch mit Tupfern direkt auftragen. Jugendliche und Kinder: Die Anwendung und die Sicherheit von Hextril Lösung wurden bei Kindern und Jugendlichen nicht geprüft. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Hextril Lösung haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Hextril Lösung auftreten: Hextril Lösung kann in sehr seltenen Fällen allergische Reaktionen an Haut (wie Schwellungen des Gesichts – Angioödem) und Atmungsorganen (Atemnot) auslösen, insbesondere bei Patientinnen oder Patienten mit Asthma oder Nesselfieber (chronischer Urtikaria). In sehr seltenen Fällen können bei Anwendung von Hextril Lösung auch Mundtrockenheit, Schluckstörung, Übelkeit, Erbrechen, Vergrösserung der Speicheldrüse und Husten auftreten. Hextril Lösung kann ausserdem in sehr seltenen Fällen einen Ausfall oder eine Störung des Geschmackssinns hervorrufen. Diese Störung ist jedoch gering und verschwindet wieder vollständig. Bei regelmässigem Gebrauch kann eine Verfärbung der Zähne und/oder der Zunge auftreten, die sich durch intensive Zahn- und Zungenreinigung entfernen lässt. Zudem wurden in sehr seltenen Fällen die folgenden Nebenwirkungen beobachtet: Reizungen der Mund- und Rachenschleimhaut, Bläschen- und Geschwürbildung, sowie Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Mund. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Aufbrauchfrist nach Anbruch Nach dem Öffnen 6 Monate haltbar. Lagerungshinweis Hextril Lösung bei 15–30 °C, vor Licht geschützt und für Kinder unerreichbar aufbewahren. Im Falle einer Überdosierung (z.B. durch Verschlucken grösserer Mengen) sollte sofort ärztliche Hilfe aufgesucht werden oder das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (www.toxinfo.ch) kontaktiert werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Hextril Lösung enthalten?

Wirkstoff: 100 ml Hextril Lösung enthalten 100 mg Hexetidin. Hilfsstoffe: Hextril Lösung: Polysorbat 80, Citronensäure, Saccharin, Natriumhydroxid, Farbstoff (E 122: Azorubin), Aromastoffe (Levomenthol, Eucalyptusöl), Antioxidans (EDTA-Ca), Alkohol 5% V/V, gereinigtes Wasser. Hextril Mint Lösung: Polysorbat 60, Citronensäure, Saccharin, Natriumhydroxid, Farbstoffe (E 104: Chinolingelb; E 131: Patentblau V), Aromastoff (Levomenthol), Antioxidans (EDTA-Ca), Alkohol 5% V/V, gereinigtes Wasser.

Wo erhalten Sie Hextril Lösung? Welche Packungen sind erhältlich?

Hextril/Hextril Mint Lösung 200 ml und 400 ml (mit Messbecher) erhalten Sie in Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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