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Was ist Hypericum Sandoz® 650 und wann wird es angewendet?

Hypericum Sandoz 650 enthält einen quantifizierten Trockenextrakt aus den zur Blütezeit geernteten oberirdischen Teilen des Johanniskrautes (Hypericum perforatum). Durch die Standardisierung des Herstellverfahrens wird eine gleichbleibende Qualität dieses pflanzlichen Arzneimittels garantiert. Johanniskraut zeigt eine beruhigende und ausgleichende Wirkung. Hypericum Sandoz 650 kann deshalb bei gedrückter Stimmung, Stimmungslabilität, innerer Unruhe, Spannungszuständen und damit einhergehenden Ein- und Durchschlafstörungen angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Bei Anhalten der Beschwerden über einen Monat soll ärztliche Hilfe beansprucht werden. Für Diabetiker geeignet (siehe «Was ist in Hypericum Sandoz 650 enthalten?»). Bei Einnahme anderer Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin einnehmen.

Wann darf Hypericum Sandoz® 650 nicht eingenommen werden?

Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Johanniskraut-Extrakte oder weitere Bestandteile des Arzneimittels (siehe «Was ist in Hypericum Sandoz 650 enthalten?») bzw. bei bekannter Lichtüberempfindlichkeit darf Hypericum Sandoz 650 nicht angewendet werden. Wenn sie an schweren Depressionen leiden, dürfen Sie Hypericum Sandoz 650 nicht einnehmen. Johanniskraut-Präparate dürfen bei Kindern ab 6 Jahren nur nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes oder einer Ärztin angewendet werden.

Wann ist bei der Einnahme von Hypericum Sandoz® 650 Vorsicht geboten?

Johanniskraut-Präparate können die Wirkung anderer Arzneimittel abschwächen! Hypericum Sandoz 650 darf deshalb nicht mit folgenden Arzneimitteln angewendet werden: -Gewisse Arzneimittel zur Hemmung des Immunsystems (z.B. mit dem Wirkstoff Ciclosporin, Tacrolimus oder Sirolimus), wie sie namentlich nach Organtransplantationen gegeben werden; -Anti-retrovirale Arzneimittel in der HIV-Behandlung aus der Gruppe der nichtnukleosidalen Reverse-Transkriptase Hemmer (z.B. Nevirapin) und HIV Proteinase Hemmer (z.B. Indinavir); -Gewisse Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika z.B. Imatinib, Irinotecan); -Tabletten zur Hemmung der Blutgerinnung (sogenannte orale Antikoagulantien z.B. mit den Wirkstoffen Acenocoumarol, Phenprocoumon oder Warfarin). In sehr seltenen Fällen und vor allem bei hellhäutigen Personen kann es nach Einnahme von Johanniskraut-Präparaten und nachfolgender Sonnenlichtbestrahlung zu Hautreaktionen, wie z.B. sonnenbrandähnlichen Hautrötungen, kommen. Lichtempfindliche Personen sollten sich daher in der Zeit der Anwendung vor länger dauernder direkter Sonneneinstrahlung schützen und auf den Besuch von Solarien verzichten. Auch sollte Hypericum Sandoz 650 mit folgenden verschreibungspflichtigen Arzneimitteln nur unter ärztlicher Überwachung eingenommen werden: Digoxin (sog. Herzglycoside gegen Herzinsuffizienz); Theophyllin (angewendet bei Asthma); der Antibabypille oder anderen hormonalen Verhütungsmitteln (z.B. injizierte Depot-Präparate, unter der Haut angebrachte Implantate, auf die Haut angebrachte Hormon-Pflaster, vaginal angewendete Produkte mit Hormonfreisetzung u.a.) aufgrund von Zwischenblutungen sowie der Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft (zusätzliche empfängnisverhütende Massnahmen werden empfohlen); Methadon; gewisse Arzneimittel gegen erhöhte Blutfette wie Simvastatin (Komedikation mit Pravastatin scheint jedoch möglich); Midazolam (Schlafmittel bzw. Sedativum aus der Gruppe der Benzodiazepine) oder Steroidhormone wie Cortison und Prednison, die eingenommen werden müssen oder mittels Infusion gegeben werden. Bei gleichzeitiger Einnahme mit bestimmten Arzneimitteln, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinflussen, wie solche gegen Depressionen oder Angstzustände, z.B. Amitriptylin, Fluoxetin oder Buspiron, wie Lithium, wie Schmerzmittel, z.B. Tramadol oder Fentanyl, wie Dextromethorphan (Hustenstiller), Methadon, sogenannte MAO-Hemmer (inkl. dem Antibiotikum Linezolid und Methylenblau) und tryptophanhaltige Präparate (bei Schlafbeschwerden und Depression), kann ein sogenanntes Serotonin-Syndrom auftreten mit u.a folgenden Symptomen: Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Herzrasen, Angst, Unruhe, Ruhelosigkeit oder Verwirrtheit sowie evt. Bewusstseinsverlust. Sollten Sie diese Symptome bemerken, müssen Sie die Arzneimittel sofort absetzen und einen Arzt bzw. eine Ärztin informieren. Wegen des Risikos schwerer Interaktionen mit Arzneimitteln, die vor oder während einer Operation eingesetzt werden, sollte Hypericum Sandoz 650 mindestens 5 Tage vor einer Operation abgesetzt werden und auch nach einer Operation erst nach Rücksprache mit einem Arzt bzw. einer Ärztin eingenommen werden. Wenn Sie neben Hypericum Sandoz 650 noch andere, insbesondere vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Arzneimittel einnehmen, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin. Informieren Sie ferner Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie −an anderen Krankheiten leiden, −Allergien haben oder −andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder anwenden. Darf Hypericum Sandoz® 650 während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden? Es liegen keine klinischen Daten mit Anwendung bei Schwangeren und während der Stillzeit vor. Die bisherigen Daten bezüglich einer möglichen Schädigung des Ungeborenen sind unzureichend. Hypericum Sandoz darf deshalb in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Hypericum Sandoz® 650?

Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Hypericum Sandoz 650 Filmtabletten nicht anders verschrieben hat: Erwachsene: 1 mal täglich 1 Filmtablette. Nehmen Sie Hypericum Sandoz 650 Filmtabletten unzerkaut mit etwas Flüssigkeit zu den Mahlzeiten ein. Hypericum Sandoz 650 sollte während mindestens 14 Tagen eingenommen werden, bis es seine Wirkung entfaltet. Es wird eine Therapiedauer von 4–6 Wochen empfohlen. Eine länger dauernde Anwendung sollte ausschliesslich unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Hypericum Sandoz® 650 haben?

Unter der Einnahme von Hypericum Sandoz 650 können selten allergische Hautausschläge, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit und Unruhe auftreten. Bei der Anwendung von Hypericum Sandoz 650 kann es, vor allem bei hellhäutigen Personen, durch erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht (Photosensibilisierung) zu sonnenbrandähnlichen Reaktionen der Hautpartien kommen, die starker Bestrahlung (Sonne, Solarium) ausgesetzt sind.Im Falle von auftretenden Hautrötungen ist Hypericum Sandoz 650 nicht weiter einzunehmen und die auftretenden Hautsymptome von einem Arzt/einer Ärztin abklären zu lassen. Im Zusammenhang mit massiven Überdosierungen von johanniskrauthaltigen Präparaten wurde über Krampfanfälle berichtet. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

In der Originalverpackung, bei Raumtemperatur (15–25°C) und ausser Reichweite von Kindern lagern. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Hypericum Sandoz® 650 enthalten?

1 Filmtablette enthält 650 mg Trockenextrakt aus Johanniskraut (Drogen-Extrakt-Verhältnis 3,5–6,0:1) quantifiziert auf 0,65–1,95 mg Gesamthypericine; Auszugsmittel Ethanol 60% (m/m). Dieses Präparat enthält zusätzliche Hilfsstoffe. Hinweis für Diabetiker: 1 Filmtablette enthält weniger als 0,01 BE.

Wo erhalten Sie Hypericum Sandoz® 650? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien ohne ärztliche Verschreibung. Hypericum Sandoz 650: Packungen mit 30 und 100 Filmtabletten.

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Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

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