Beipackzettel von Indapamid-Mepha 2.5 mg Kapseln einsehen

Was ist Indapamid-Mepha und wann wird es angewendet?

Indapamid-Mepha ist ein Arzneimittel empfohlen zur Reduzierung des arteriellen Bluthochdrucks (Hypertonie). Die Kapseln enthalten den Wirkstoff Indapamid. Indapamid ist ein Diuretikum. Die meisten Diuretika erhöhen die Urinproduktion der Nieren. Indapamid ist jedoch anders als andere Diuretika und erhöht die Urinproduktion nur gering. Indapamid-Mepha ist auf Verordnung des Arztes bzw. der Ärztin erhältlich.

Was sollte dazu beachtet werden?

Befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin. Weitere Massnahmen sind nicht erforderlich.

Wann darf Indapamid-Mepha nicht angewendet werden?

Indapamid-Mepha darf in folgenden Fällen nicht angewendet werden: ·Bekannte Allergien gegen Indapamid, gegen andere Sulfonamide oder gegen einen der Hilfsstoffe von Indapamid-Mepha, die im Abschnitt «Was ist in Indapamid-Mepha enthalten?» aufgeführt sind, ·Nierenfunktionsstörungen, ·Leberleiden, schwere Leberfunktionsstörungen oder wenn Sie an hepatischer Enzephalopathie leiden (degenerative Erkrankung des Gehirns), ·verminderter Kaliumgehalt des Blutes (Hypokaliämie), ·kürzlich erlittener Gehirnschlag, ·Stillen (siehe «Darf Indapamid-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?».

Wann ist bei der Einnahme von Indapamid-Mepha Vorsicht geboten?

Sie sollten Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin mitteilen, falls Sie eine Lebererkrankung haben oder an Störungen des Elektrolytgleichgewichts, Diabetes (Zuckerkrankheit), Gicht oder Nierenbeschwerden oder an Störungen des kardialen Gleichgewichts leiden, wenn Sie eine Untersuchung Ihrer Nebenschilddrüse machen müssen. Sie sollten Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin informieren, wenn Sie in der Vergangenheit eine erhöhte Empfindlichkeit der Haut gegenüber Sonnenlicht hatten. Eventuell wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Laboruntersuchungen veranlassen, für die Überwachung zu geringer Natrium- oder Kaliumspiegel, oder erhöhter Kalziumwerte im Blut. Wenn Sie denken, dass einer dieser Fälle auf Sie zutrifft, oder wenn Sie Fragen zur Verwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihren Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden! Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Werkzeuge oder Maschinen zu bedienen, beeinträchtigen! Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln: Wenn Sie aktuell oder vor kurzer Zeit andere Arzneimittel einnehmen, einschliesslich rezeptfreier Medikamente, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Vermeiden Sie die Einnahme von Indapamid-Mepha in Verbindung mit Lithium (Behandlung von Depressionen) aufgrund der Gefahr eines erhöhten Lithiumspiegels im Blut. Wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, es könnten einige besondere Vorsichtsmassnahmen erforderlich sein: ·Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen (z.B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid, Amiodaron, Sotalol, Ibutilid, Dofetilid, Digitalis), ·Medikamente zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Angst, Schizophrenie (z.B. trizyklische Antidepressiva, Antipsychotika, Neuroleptika), ·Bepridil (zur Behandlung von Angina pectoris, Krankheit welche Schmerzen in der Brust verursacht), ·Cisaprid, Diphemanil (zur Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden), ·Sparfloxacin, Moxifloxacin, Erythromycin zur Injektion (Antibiotika zur Behandlung von Infektionen), ·Vincamin zur Injektion (verwendet zur Behandlung von symptomatischen Hirnleistungsstörungen bei älteren Personen einschliesslich Gedächtnisverlust), ·Halofantrin (Antiparasitikum zur Behandlung von bestimmten Arten von Malaria), ·Pentamidin (zur Behandlung bestimmter Arten von Lungenentzündung), ·Mizolastine (zur Behandlung von allergischen Reaktionen wie z.B. Heuschnupfen), ·nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente, zur Linderung von Schmerzen (z.B. Ibuprofen) oder hohe Dosen von Acetylsalicylsäure, ·Hemmstoffe des Angiotensin-Converting-Enzyms (ACE-Hemmer) (zur Behandlung von Hypertonie und Herzinsuffizienz), ·Amphotericin B zur Injektion (zur Behandlung von durch mikroskopische Pilze verursachten Erkrankungen), ·orale Kortikosteroide, zur Behandlung von verschiedene Erkrankungen, einschliesslich schwerem Asthma und rheumatischer Arthritis, ·stimulierende Abführmittel, ·Baclofen (zur Behandlung von Muskelsteifheit bei Erkrankungen wie Multiple Sklerose), ·Digitalis (zur Behandlung von Herzinsuffizienz oder bestimmten Herzrhythmusstörungen), ·Kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren), ·Metformin (zur Behandlung von Diabetes), ·jodhaltige Kontrastmittel (verwendet bei Röntgenuntersuchungen), ·Kalziumtabletten oder andere Kalziumpräparate, ·Cyclosporin, Tacrolimus und andere Immunsuppressiva, eingesetzt nach Organtransplantation zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen oder schweren rheumatischen oder dermatologischen Erkrankungen, ·Tetracosactid (zur Behandlung von Morbus Crohn), ·Allopurinol (zur Behandlung von Gicht). Hilfsstoffe: Bitte nehmen Sie Indapamid-Mepha erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Zuckerunverträglichkeit leiden. Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Kapsel d.h. es ist nahezu «natriumfrei».

Darf Indapamid-Mepha während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin vor der Einnahme von Medikamenten. Die Verwendung dieses Medikaments während der Schwangerschaft ist nicht empfohlen. Wenn eine Schwangerschaft geplant oder bestätigt ist, sollte so schnell wie möglich eine alternative Therapie eingeleitet werden. Sagen Sie Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie schwanger werden wollen. Der Wirkstoff wird in die Muttermilch übertragen. Sie dürfen dieses Medikament nicht einnehmen, wenn Sie stillen.

Wie verwenden Sie Indapamid-Mepha?

Erwachsene nehmen 1 Kapsel täglich, am besten morgens, mit einem Glas Wasser ein. Das Arzneimittel kann nüchtern oder während des Frühstücks eingenommen werden. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Indapamid-Mepha haben?

Die Einnahme von Indapamid-Mepha kann unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen, auch wenn nicht jeder davon betroffen ist. Wenn Sie eine der folgenden Nebenwirkungen feststellen, beenden Sie sofort die Einnahme des Arzneimittels und kontaktieren Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin: ·Angioödem und/oder Nesselsucht. Ein Angioödem äussert sich durch ein plötzliches Anschwellen der Extremitäten oder des Gesichts, der Lippen oder Zunge, Anschwellen der Schleimhäute im Hals oder in den Atemwegen, welche zur Kurzatmigkeit oder Schwierigkeiten beim Schlucken führt. Wenn dies passiert, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin (sehr selten, kann bis zu einer Person von 10'000 Personen betreffen), ·schwere Hautreaktionen, insbesondere starker Hautausschlag, Nesselsucht, Hautrötung am ganzen Körper, starker Juckreiz, Bläschenbildung, Schuppenbildung und Hautschwellung, Entzündung der Schleimhäute (Stevens-Johnson Syndrom) oder andere allergische Reaktionen (sehr selten, kann bis zu einer Person von 10'000 Personen betreffen), ·lebensbedrohliche, unregelmässige Herzschläge (Torsades de Pointes) (Häufigkeit nicht bekannt), ·Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die sich in Form von starken Bauch- oder Rückenschmerzen äussern kann, die von starkem Unwohlsein begleitet sind (sehr selten, kann bis zu einer Person von 10'000 Personen betreffen), ·Hirnerkrankung, die durch eine Lebererkrankung (hepatische Enzephalopathie) hervorgerufen werden kann (Häufigkeit nicht bekannt), ·Leberentzündung (Hepatitis) (Häufigkeit nicht bekannt). In absteigender Reihenfolge nach Häufigkeit, können folgende unerwünschten Wirkungen auftreten: Häufig (kann bis zu einer Person von 10 Personen betreffen): Hautausschlag (Pickel), allergische Reaktionen, insbesondere der Haut bei Patienten mit einer Veranlagung für Allergien und Asthma, niedriger Serumkaliumspiegel, der Muskelschwäche verursachen kann, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Ameisenlaufen (Parästhesie), Magen-Darm-Störungen (Übelkeit, Verstopfung), Mundtrockenheit. Gelegentlich (kann bis zu einer Person von 100 Personen betreffen): Erbrechen, Purpura (kleine rote Flecken auf der Haut). Selten (kann bis zu einer Person von 1'000 Personen betreffen): Leberfunktionsstörungen. Erhöhtes Risiko der Austrocknung bei älteren und an Herzinsuffizienz leidenden Patienten. Blutbildveränderung wie Thrombozytopenie (Abnahme der Anzahl an Blutplättchen, die die Entstehung von blauen Flecken und Nasenbluten begünstigen), Leukopenie (eine verringerte Anzahl weisser Blutkörperchen, die zu unerklärbarem Fieber, Halsschmerzen oder anderen grippeähnlichen Symptomen führen kann - wenn dies geschieht, kontaktieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin) und Anämie (Abnahme der roten Blutkörperchen). Sehr selten (kann bis zu einer Person von 10'000 Personen betreffen): Herzrhythmusstörungen, Hypotonie. Nierenerkrankungen. Einzelfälle: Hautausschlag (erythema multiforme). Häufigkeit nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): ·Bewusstlosigkeit. ·Mögliche Verschlimmerung eines bereits bestehenden akuten systemischen Lupus erythematodes (Kollagen-Krankheit), dieser könnte sich verschlimmern. ·Es wurde über Fälle von Lichtempfindlichkeit nach Einwirkung von Sonnenlicht oder künstlichem UVA-Licht berichtet (Veränderung des Erscheinungsbildes der Haut). ·Kurzsichtigkeit. ·Verschwommenes Sehen. ·Sehstörungen. Um bestimmte Werte zu kontrollieren, kann Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin die Durchführung von Labortests (Blutuntersuchungen) anordnen. Die folgenden Veränderungen Ihrer biologischen Parameter könnten auftreten: ·Verminderung der Kaliumkonzentration im Blutplasma, ·Verminderung der Natriumkonzentration im Blutplasma, welche die Ursache für eine Austrocknung des Organismus oder einer Hypotonie sein könnte, ·gleichzeitigen Verlust von Chlorid-Ionen, ·Erhöhung der Harnsäurekonzentration, die der Grund für eine Verschlimmerung von Gichtanfälle (Gelenkschmerzen, vor allem in den Füssen) sein könnte, ·Erhöhung der Blutzuckerwerte bei Diabetikern, ·Erhöhung der Kalziumkonzentration im Blutplasma. ·erhöhte Leberenzymwerte, ·abnormale EKG-Spuren. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Lagerungshinweis Indapamid-Mepha Kapseln sind in der Originalpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und bei Raumtemperatur (15-25°C) zu lagern. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Hinweise Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Indapamid-Mepha enthalten?

Wirkstoffe 1 Kapsel enthält als Wirkstoff 2.5 mg Indapamid-Hemihydrat (als Indapamid) Hilfsstoffe Kapselinhalt: Lactose-Monohydrat 60.06 mg, Maisstärke, Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (enthält maximal 0.26 mg Natrium), Magnesiumstearat. Kapselhülle: Gelatine, Titanoxid (E 171), Eisenoxid gelb, Eisenoxid rot, Eisenoxid schwarz (E 172).

Wo erhalten Sie Indapamid-Mepha? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Packungen zu 30 oder 90 Kapseln.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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