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Was ist Linoforce und wann wird es angewendet?

Linoforce ist ein pflanzliches Abführmittel zur kurzzeitigen Anwendung bei gelegentlicher Verstopfung (z.B. bei Kostumstellung, Ortswechsel oder Bettruhe), wobei Leinsamen durch ihre Quellwirkung sowie Sennesblätter und Faulbaumrinde den Dickdarm anregen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn Sie an Verstopfung leiden, sollten Sie – ballaststoffreiche Nahrung (Gemüse, Früchte, Vollkornbrot) bevorzugen – viel und regelmässig Flüssigkeit einnehmen – auf körperliche Betätigung (Sport) achten! Hinweis für Diabetiker: Kohlenhydratgehalt: 4,1 g (= 1 Messlöffel) = 12 kcal (50 kJ) = 0.07 BW (0.05 BE)

Wann darf Linoforce nicht oder nur mit Vorsicht eingenommen werden?

Linoforce darf nicht eingenommen werden bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, bei einer Überempfindlichkeit auf einen der Inhaltsstoffe (Vanillin). Nicht anwenden bei Kindern unter 6 Jahren. Abführmittel dürfen, wegen einer möglichen Gewöhnung, nur gelegentlich und nicht länger als 1– 2 Wochen eingenommen werden. Langzeitbehandlungen gehören unter ärztliche Kontrolle. Bei hohen Dosen, längerem oder zu häufigem Gebrauch können Durchfälle mit Wasserverlust und Störungen des Mineralstoffhaushaltes (u.a. Kaliumverlust) auftreten sowie die Darmschleimhaut geschädigt werden. Deshalb ist besondere Vorsicht geboten bei Patienten, die gleichzeitig bestimmte wassertreibende Medikamente (Diuretika), Arzneimittel mit Süssholzwurzel, Kortikosteroide, gewisse Antihistaminika (wie Terfenadin), Arzneimittel bei Herzmuskelschwäche (Herzglycoside wie Digoxin) sowie bestimmte Arzneimittel bei Herzrhythmusstörungen (Antiarrhytmika) einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen.

Darf Linoforce während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

In der Schwangerschaft und während der Stillzeit darf Linoforce nur nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Linoforce?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 1/2 bis 1 Messlöffel (= 2.1 – 4.1 g) mit viel Flüssigkeit (1 Glas Wasser oder Fruchtsaft) morgens oder abends einnehmen. (Wirkungseintritt nach ca. 8 Stunden).. Bei der Einnahme von Linoforce muss unbedingt auf eine genügende Flüssigkeitseinnahme geachtet werden (mind. 1 Glas Wasser oder Fruchtsaft)! Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt bzw. von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Linoforce haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Linoforce auftreten: In seltenen Fällen können Blähungen und Durchfall auftreten, welche in der Regel bei Dosisreduktion wieder verschwinden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Linoforce soll bei Raumtemperatur (15 - 25° C) und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Linoforce darf nur bis zu dem auf dem Dosenboden mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Nicht aufgebrauchte oder verfallene Packungen sollen an Ihren Apotheker bzw. Ihre Apothekerin zur Entsorgung zurückgebracht werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Linoforce enthalten?

1 Messlöffel (=4.1g) Linoforce Granulat enthält: 1.76 g ganze Leinsamen, 0.43 – 0.70 g Sennesblätterpulver, 36.0 – 58.0 mg Faulbaumrindenpulver, standardisiert auf 20.5 mg Hydroxyanthracen-Derivate (berechnet als Sennosid B). Dieses Präparat enthält zusätzlich Hilfsstoffe sowie 0.48 g Zucker und Vanillin.

Wo erhalten Sie Linoforce? Welche Packungen sind erhältlich?

Packungen zu 300 g sind in Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung erhältlich.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

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