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Was ist Luivac und wann wird es angewendet?

Auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Luivac ist ein Immuntherapeutikum. Es stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte gegen Infektionen der Atemwege. Luivac wird angewendet zur Prophylaxe wiederkehrender Atemwegsinfektionen bei Erwachsenen und Kindern ab 4 Jahren.

Was sollte dazu beachtet werden?

Wenn Sie während der Behandlung mit Luivac trotzdem eine Infektion der Atemwege bekommen, bedeutet es nicht, dass Luivac bei Ihnen nicht wirkt. Die Entwicklung verstärkter Abwehrkräfte erfordert eine gewisse Zeit. Nehmen Sie deshalb die Tabletten wie verordnet weiter ein und fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Sie noch andere Arzneimittel einnehmen müssen. Luivac kann eine im Falle akuter Infektion notwendige Antibiotikatherapie nicht ersetzen, es kann aber gleichzeitig mit Antibiotika eingenommen werden. Luivac kann auch eine Impfung (z.B. gegen Grippe) nicht ersetzen.

Wann darf Luivac nicht eingenommen werden?

Luivac darf nicht eingenommen werden, wenn Sie bekanntermassen gegen einen Bestandteil der Tabletten allergisch sind. Wenn Sie an einer akuten Magen-Darm-Entzündung leiden oder wenn Sie eine Autoimmunerkrankung haben, dürfen Sie Luivac ebenfalls nicht einnehmen. Auch wenn Sie schwanger sind dürfen Sie Luivac nicht einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Luivac Vorsicht geboten?

Die Anwendung von Luivac zur Vorbeugung einer Pneumonie wird nicht empfohlen, da keine Daten aus klinischen Studien vorliegen, die eine derartige Wirkung belegen. Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Tablette, d.h. es ist nahezu «natriumfrei». Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden! Dies betrifft insbesondere Medikamente, welche die Aktivität des Immunsystems unterdrücken (sog. Immunsuppressiva).

Darf Luivac während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft Luivac soll in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie schwanger sind oder eine Schwangerschaft planen. Wenn Sie während der Einnahme von Luivac schwanger werden, setzen Sie die Tabletten ab und informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Stillzeit Während der Stillzeit sollte Luivac nicht eingenommen werden.

Wie verwenden Sie Luivac?

Falls vom Arzt oder der Ärztin nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Kinder täglich morgens 1 Tablette auf nüchternen Magen mit etwas Wasser ein. Beginnen Sie mit der ersten Einnahme bei dem mit dem entsprechenden Wochentag beschrifteten Feld (z.B. «Mo» für Montag) und entnehmen Sie dann in der Pfeilrichtung täglich eine weitere Tablette. Luivac Tabletten werden während 28 Tagen eingenommen. Dann folgt eine Einnahmepause von 4 Wochen (28 Tage). Nach der einnahmefreien Zeit werden erneut die Luivac Tabletten während 28 Tagen eingenommen. Wenn Sie die Einnahme von Luivac einmal am Morgen vergessen haben, können Sie die Tablette auch im Laufe des Tages noch einnehmen. Nehmen Sie Luivac in diesem Fall bis zu einer halben Stunde vor einer Mahlzeit ein. Wenn Sie die Einnahme an einem oder an mehreren Tagen hintereinander vergessen haben, so nehmen Sie die nächste Tablette an dem darauffolgenden Tag wieder ein und fahren mit der Einnahme fort, bis alle Tabletten aufgebraucht sind. Achten Sie darauf, dass Sie mit der Einnahme am richtigen Wochentag der Kalenderpackung fortfahren, d.h. überspringen Sie zunächst die vergessenen Tage und nehmen Sie die übriggebliebenen Tabletten erst ein, wenn Sie am Ende der Blisterpackung angelangt sind. Sollten Sie mehrere Einnahmen vergessen haben, so teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, da in einem solchen Fall die Wirksamkeit von Luivac nicht mehr voll gewährleistet ist. Wenn Sie an einem Tag versehentlich eine Tablette zu viel eingenommen haben, so setzen Sie am darauffolgenden Tag mit der Einnahme aus. Am übernächsten Tag können Sie die Tablette dann wieder dem Feld mit dem richtigen Wochentag entnehmen. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Luivac haben?

Folgende Nebenwirkungen wurden bisher mit Luivac beobachtet: Gelegentlich (betrifft 1 bis 10 von 1000 Anwendern) Leichte Magen-Darm-Beschwerden zum Teil mit Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit und Blähungen, Hautreaktionen (Ausschlag, Nesselsucht, Juckreiz). Sehr selten (betrifft weniger als 1 von 10'000 Anwendern) Sehr selten wurde über Gelenkschmerzen (Arthralgien) und eine verringerte Anzahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie, wird mit Blutuntersuchungen erkannt) berichtet. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Dies gilt insbesondere auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Lagerungshinweis Nicht über 30 °C lagern. Den Behälter im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Auskünfte erteilen Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Luivac enthalten?

1 Tablette Luivac enthält: Wirkstoffe 3 mg Gemisch bestehend aus Bestandteilen der folgenden inaktivierten Bakterien-Stämme: Staphylococcus aureus, Streptococcus mitis, Streptococcus pyogenes, Streptococcus pneumoniae, Klebsiella pneumoniae, Branhamella catarrhalis und Haemophilus influenzae. Hilfsstoffe Mikrokristalline Cellulose, Mannitol, Natriumcarboxymethylstärke, Magnesiumstearat und Hochdisperses Siliciumdioxid.

Wo erhalten Sie Luivac? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Es gibt Packungen zu 28 und 56 Tabletten.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

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