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Was ist Maxidex Augentropfensuspension und wann wird es angewendet?

Maxidex ist ein kortikoidhaltiges Arzneimittel zur Behandlung nicht-infektiöser Entzündungen des vorderen Augenabschnittes. Maxidex Augentropfensuspension ist rezeptpflichtig und nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin anzuwenden.

Was sollte dazu beachtet werden?

·Das Arzneimittel nie von sich aus zur Behandlung anderer Erkrankungen oder für Drittpersonen verwenden. ·Während der gesamten Behandlungsdauer mit diesem Arzneimittel sind regelmässige Kontrollen Ihrer Augen durch den Arzt bzw. die Ärztin erforderlich.

Wann darf Maxidex Augentropfensuspension nicht angewendet werden?

Bei bekannter oder vermuteter Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von Maxidex Augentropfensuspension, bei Grünem Star (Glaukom), bei Geschwüren oder äusseren Verletzungen der Hornhaut sowie bei Augenerkrankungen, die durch Viren, Bakterien, Pilze oder Parasiten verursacht worden sind.

Wann ist bei der Anwendung von Maxidex Augentropfensuspension Vorsicht geboten?

·Falls Sie unmittelbar nach der Anwendung der Augentropfensuspension verschwommen sehen, sollten Sie nicht am Strassenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen, bis diese Beeinträchtigung abgeklungen ist. ·Kortikosteroide können eine Infektion am Auge maskieren, aktivieren oder verschlimmern. Wird Maxidex während längerer Zeit angewendet, kann dies zu verzögerter Wundheilung führen. Ebenso kann es zu Erhöhung des Augeninnendruckes und als Folge zu einem Glaukom kommen. Während der Behandlung mit Maxidex sollten Sie unter ständiger medizinischer Kontrolle stehen, wobei der Augeninnendruck regelmässig vom Arzt bzw. von der Ärztin zu messen ist. Dies ist besonders bei Kindern und Jugendlichen wichtig, da ein durch Maxidex ausgelöster erhöhter Augeninnendruck schneller auftreten kann als bei Erwachsenen. ·Wenn sich die mit Maxidex Augentropfensuspension behandelten Augenbeschwerden nach 2-3 Behandlungstagen verschlechtern oder wenn neue Symptome auftreten, sollten Sie unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren. ·Wenn Sie unter Krankheiten leiden, welche ein dünner werden von Geweben am Auge (Hornhaut oder Sklera) zur Folge haben: Lokale Anwendung von Kortikosteroiden kann eine Perforation des Auges verursachen. ·Bei Vorliegen von Diabetes (insbesondere Typ I Diabetes) besteht das Risiko eines Kataraktes. Bei Anwendung von Kortikosteroiden bei Diabetikern erhöht sich die Gefahr eines frühen und schnell auftretenden Katarakts. ·Wenn eine Schwellung am Rumpf und im Gesicht auftritt (Cushing Syndrom), sollten Sie Ihren Arzt informieren. Dieses Risiko ist besonders wichtig bei Kindern und Patienten, die mit Ritonavir oder Cobicistat behandelt werden. Die gleichzeitige Anwendung von Maxidex und Mydriatika erhöht das Risiko einer Augeninnendrucksteigerung. Wird Maxidex mit Antiglaukom-Medikationen kombiniert, so können die Wirkungen der verabreichten Präparate beeinträchtigt werden. ·Die Anwendung von Maxidex, Augentropfensuspension bei Kindern unter 2 Jahren wird nicht empfohlen. Hinweis für Kontaktlinsenträger Maxidex Augentropfensuspension enthält Benzalkonium, ein Konservierungsmittel, das Augenirritationen hervorrufen kann und weiche Kontaktlinsen verfärbt. Kontakt mit weichen Linsen ist zu vermeiden. Nach der Behandlung mit Maxidex Augentropfensuspension müssen Sie mindestens 15 Minuten warten, bis die Linsen wieder eingesetzt werden können. Informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, wenn Sie Blutdruckprobleme haben. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, wie z.B. Diabetes ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder am Auge anwenden.

Darf Maxidex Augentropfensuspension während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Die Anwendung während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Die Anwendung in der Stillzeit darf nur mit ausdrücklicher Genehmigung Ihres Arztes bzw. Ihrer Ärztin erfolgen.

Wie verwenden Sie Maxidex Augentropfensuspension?

Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab 2 Jahren Die Dosierung des Arzneimittels sowie die Behandlungsdauer sind vom Arzt bzw. von der Ärztin für jeden Patienten individuell zu bestimmen. Wenn zuviel Maxidex ins Auge gelangt ist, spülen Sie das Auge mit lauwarmem Wasser aus. Tropfen Sie nicht mehr nach, bis es Zeit für die nächste planmässige Anwendung ist. Wenn Sie einmal vergessen haben, Maxidex einzutropfen setzen Sie die Behandlung planmässig fort. Tropfen Sie nicht die doppelte Dosis ein, um die versäumte Dosis nachzuholen. Wenn Sie Maxidex zusätzlich zu anderen Augentropfen verwenden, lassen Sie zwischen der Anwendung von Maxidex Augentropfensuspension und anderen Arzneimitteln mindestens 5 Minuten vergehen. Augensalben sollten zuletzt angewandt werden Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Maxidex Augentropfensuspension haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Maxidex Augentropfensuspension auftreten: Häufig (kann bis zu 1 von 10 behandelten Personen betreffen): Auswirkungen auf die Augen: Unbehagen. Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 behandelte Personen betreffen): Auswirkungen auf die Augen: Hornhautentzündung, trockene Augen, Bindehautentzündung, Lichtempfindlichkeit, Verschwommene Sicht, Juckreiz, Fremdkörpergefühl, verstärkter Tränenfluss, anormale Sinnesempfindungen im Auge, Lidrandverkrustungen, Irritationen, Rötung. Auswirkungen auf den Körper: Geschmacksstörungen. Die Erfahrungen nach Markteinführung zeigen die folgenden Nebenwirkungen, die Häufigkeit ist nicht abschätzbar: Auswirkungen auf das Auge: erhöhter Augendruck, Grüner Star (Glaukom), verminderte Sehschärfe, Herabhängen des Augenlides, Hornhauterrosion, Augenschmerzen, erweiterte Pupillen, Hornhautentzündung. Auswirkungen auf den Körper: hormonelle Änderung, z.B. verstärkte Körperbehaarung (besonders bei Frauen), Muskelschwäche und –schwund, Dehnungsstreifen auf der Haut, Bluthochdruck, unregelmässige oder ausfallende Menstruation, Protein- und Calcium-Konzentrationsänderung im Körper, Kleinwuchs bei Kindern und Teenagern sowie Schwellung und Zunahme am Rumpf und Gesicht (Cushing Syndrom). Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien), Benommenheit, Kopfschmerzen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Hinweise zur Anwendung Flasche vor Gebrauch gut schütteln. Um die Sterilität der Augentropfensuspension nicht zu beeinträchtigen, Tropferspitze der Flasche nicht mit dem Auge oder der Hand berühren. Flasche nach Gebrauch sofort gut verschliessen. Nach dem ersten Öffnen den abgesprengten Sicherheitsring entfernen. Haltbarkeit Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «Verwendbar bis» bezeichneten Datum verwendet werden. Nach Anbruch der Flasche nicht länger als 30 Tage verwenden. Aufbewahrung/Lagerung Flasche aufrechtstehend bei Raumtemperatur (15-25 °C) ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Auskünfte erteilen Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation. Bitte nach Beendigung der Behandlung jegliche Restflüssigkeit Ihrer Abgabestelle (Arzt/Ärztin oder Apotheker/Apothekerin) zur fachgerechten Entsorgung bringen.

Was ist in Maxidex Augentropfensuspension enthalten?

1 ml Maxidex Augentropfensuspension enthält: Dexamethasonum 1 mg. Hilfsstoffe: Konservierungsmittel: Benzalkoniumchlorid, weitere Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Maxidex Augentropfensuspension? Welche Packungen sind erhältlich?

Erhältlich in Apotheken, gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt. Packung: Tropfflasche zu 5 ml.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
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  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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