Beipackzettel von Metoflex® 750 mg, Tabletten einsehen

Was ist Metoflex und wann wird es angewendet?

Metoflex enthält den Wirkstoff Methocarbamol. Dabei handelt es sich um einen Wirkstoff zur Behandlung von Muskelkontraktionen. Metoflex wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet zur symptomatischen Behandlung von schmerzhaften Muskelverspannungen bei Erwachsenen, vor allem in der Lendenregion (Lumbalgie).

Wann darf Metoflex nicht angewendet werden?

Nehmen Sie Metoflex nicht ein: ·wenn Sie auf den Wirkstoff Methocarbamol oder einen der anderen Hilfsstoffe dieses Medikaments allergisch sind; ·während Schwangerschaft und Stillzeit; ·im komatösen oder präkomatösen Zustand (Bewusstlosigkeit oder vermindertes Bewusstsein); ·wenn Sie unter Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems leiden; ·wenn Sie unter anormaler Muskelschwäche leiden (schwere Myasthenie); ·wenn Sie unter Epilepsie leiden.

Wann ist bei der Einnahme von Metoflex Vorsicht geboten?

Sprechen Sie vor der Einnahme von Metoflex mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie Nieren- oder Leberprobleme haben. Kinder und Jugendliche Dieses Medikament ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren und Jugendlichen unter 18 Jahren bestimmt, da es zu diesem Medikament nur unzureichende Erfahrungswerte gibt. Andere Medikamente und Metoflex Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie andere Medikamente einnehmen, vor kurzem eingenommen haben oder einnehmen könnten. Bei einer gleichzeitigen Anwendung von Metoflex und bestimmten anderen Medikamenten, die auf das Zentralnervensystem einwirken (wie z.B. Barbiturate, Opioide oder Appetitzügler) kann es zu starken Kombinationswirkungen kommen. Metoflex kann die Wirkung von Anticholinergika, z.B. von Atropin, und einiger psychotroper Medikamente verstärken. Methocarbamol steht im Verdacht, die Wirkung des Arzneimittelwirkstoffs Pyridostigminbromid zu hemmen. Infolgedessen dürfen Patienten, die Pyridostigmin zur Behandlung einer anormalen Muskelschwäche (schwere Myasthenie) einnehmen, Methocarbamol nicht einnehmen. Metoflex und Alkohol Der Konsum von Alkohol kann die Wirkungen von Metoflex verstärken. Dieses Arzneimittel kann die Reaktionsfähigkeit, die Fahrtüchtigkeit oder die Eignung zum Gebrauch von Werkzeugen und Maschinen beeinträchtigen! Metoflex kann Schwindelgefühle und Schläfrigkeit auslösen. Seien Sie vorsichtig beim Fahren, Bedienen von Maschinen oder anderen riskanten Tätigkeiten. Meiden Sie diese Tätigkeiten, wenn Sie diese Nebenwirkungen an sich bemerken. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen Darf Metoflex während einer Schwangerschaft und oder in der Stillzeit eingenommen werden? Wenn Sie schwanger sind, nehmen Sie Metoflex nicht ein, da für Methocarbamol eine sichere Verwendung im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Fötus nicht nachgewiesen werden konnte. Die Ausscheidung von Methocarbamol und/oder seiner Metabolite über die Muttermilch wurde nicht nachgewiesen. Daher dürfen Sie Metoflex nicht in der Stillzeit einnehmen.

Wie verwenden Sie Metoflex?

Nehmen Sie dieses Medikament stets genau nach den Anweisungen Ihres Arztes ein. Bei Unsicherheiten fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Sofern vom Arzt nicht anders verordnet, beträgt die empfohlene Dosis für einen Erwachsenen dreimal täglich 2 Tabletten. Zur Vorbereitung der Behandlung wird empfohlen, viermal täglich 2 Tabletten einzunehmen. In schweren Fällen ist eine Einnahme von maximal 10 Tabletten täglich zulässig. Die Metoflex-Tabletten sind mit einer ausreichenden Menge Wasser einzunehmen. Die Einnahmedauer richtet sich nach den Symptomen, die durch den erhöhten Muskeltonus ausgelöst werden, darf aber 30 Tage nicht überschreiten. Kinder und Jugendliche Die Anwendung und Sicherheit von Metoflex bei Kindern und Jugendlichen ist bisher nicht geprüft worden. Metoflex darf daher nicht an Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Metoflex haben?

Die Einnahme von Metoflex kann folgende Nebenwirkungen nach sich ziehen: Selten (kann bis zu 1 von 1'000 Behandelten betreffen) Bindehautentzündung, Nasenverstopfung, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, metallischer Geschmack, Blutdruckerniedrigung, angioneurotisches Ödem (akute Schwellung des Gewebes oder der Haut), Juckreiz, Hautausschlag, Hautreizungen, Urtikaria, Fieber, Unruhe, Angst, Verwirrtheitszustand. Sehr selten (kann bis zu 1 von 10'000 Behandelten betreffen) Anaphylaktische Reaktionen (allergische Überempfindlichkeitsreaktionen), verminderter Appetit, Ohnmacht, Muskelspannungen, Schläfrigkeit, Zittern, Krämpfe, vermindertes Sehvermögen, verlangsamter Herzrhythmus, Hitzewallungen, Übelkeit und Erbrechen. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Nicht über 25 °C lagern. Ausserhalb der Reichweite von Kindern aufbewahren. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Metoflex enthalten?

Der enthaltene Wirkstoff ist Methocarbamol. 1 Tablette Metoflex enthält 750 mg Methocarbamol sowie folgende Hilfsstoffe: Natriumstärkeglykolat (Typ A), Magnesiumstearat, Povidon K25.

Wo erhalten Sie Metoflex? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Das Medikament ist in folgenden Verpackungen erhältlich: ·Metoflex 750 mg: 10 Tabletten ·Metoflex 750 mg: 50 Tabletten ·Metoflex 750 mg: 100 Tabletten

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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