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Was ist Montelukast Helvepharm und wann wird es angewendet?

Montelukast Helvepharm enthält einen Wirkstoff, welcher die Wirkung von körpereigenen Substanzen, den sog. Leukotrienen, hemmt. Leukotriene verursachen die Verengung und Schwellung der Atemwege in Ihren Lungen. Die Blockierung der Leukotriene führt zur Besserung der Asthmasymptome und hilft, Asthmaanfälle zu vermeiden. Leukotriene verursachen auch allergische Symptome. Eine Blockierung der Leukotriene verbessert die Allergiesymptome (saisonale Allergien während gewissen Jahreszeiten, und perenniale Allergien, die während des ganzen Jahres auftreten). Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen Montelukast Helvepharm zur Behandlung des Asthmas und der Asthmasymptome während des Tages oder der Nacht verschrieben. Montelukast Helvepharm verhindert auch die Verengung der Atemwege, welche durch körperliche Anstrengung ausgelöst wird. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen Montelukast Helvepharm zur Behandlung saisonbedingter und perennialer Allergien (verstopfte Nase, laufende Nase, juckende Nase, Niesen, verstopfte Nase beim Erwachen, Schwierigkeiten beim Schlafengehen, Aufwachen während der Nacht, Tränen, juckende, rote und angeschwollene Augen) verschrieben. Montelukast Helvepharm darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin eingenommen werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Was ist Asthma? Asthma ist eine chronische, entzündliche Krankheit der Atemwege mit folgenden Eigenschaften: ·Verengung der Atemwege, wodurch das Atmen erschwert wird. Diese Verengung kann sich unter verschiedenen Bedingungen verschlimmern oder auch bessern. ·Entzündung der Atemwege und dadurch geschwollene Wände der Atemwege. ·Überempfindlichkeit der Atemwege auf unterschiedliche Einwirkungen wie z.B. Zigarettenrauch, Pollen oder kalte Luft. Symptome des Asthmas umfassen: Husten, Keuchen und Engegefühl in der Brust. Nicht alle Menschen mit Asthma keuchen. Bei einigen Betroffenen kann auch der Husten das einzige Symptom des Asthmas darstellen. Symptome treten häufig während der Nacht oder nach einer körperlichen Anstrengung auf. Durch eine Behandlung kann das Asthma unter Kontrolle gebracht werden. Es ist wichtig, auch nur leichte Asthmasymptome zu behandeln, so dass Sie einer Verschlimmerung vorbeugen können. Wie sollte Asthma behandelt werden? Um Asthmasymptome zu verhindern und Ihre Atmung zu verbessern, müssen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin eng zusammenarbeiten, um: ·Wege zu finden, damit der Kontakt mit Bedingungen, welche einen Asthmaanfall auslösen (z.B. Rauchen einschliesslich Passiv-Rauchen, Hausstaubmilben, Küchenschaben, Schimmelpilze, Pollen, Tierhaare, Wetterveränderungen, Temperaturschwankungen und Infekte der oberen Luftwege, wie z.B. Erkältungen), vermieden oder reduziert wird. ·Einen Behandlungsplan zu erarbeiten, welcher Ihr Asthma bestmöglichst unter Kontrolle hält. Was ist allergische Rhinitis? ·Saisonbedingte Allergien (auch bekannt als Heufieber (Heuschnupfen) oder saisonale allergische Rhinitis) sind eine allergische Reaktion häufig verursacht durch über die Luft verbreitete Pollen von Bäumen, Gräsern und Unkraut. ·Perenniale Allergien können während des ganzen Jahres auftreten und sind eine allergische Reaktion häufig verursacht durch Staubmilben, tierische Hautschuppen und/oder Schimmelpilzsporen. ·Die Tages- und Nacht-Symptome der allergischen Rhinitis können die folgenden typischen Merkmale umfassen: ·verstopfte, laufende, juckende Nase; ·Niesen; ·wässrige, angeschwollene, rote, juckende Augen.

Wann darf Montelukast Helvepharm nicht angewendet werden?

Nehmen Sie Montelukast Helvepharm nicht ein, wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Montelukast Helvepharm Vorsicht geboten?

Montelukast Helvepharm ist für die Behandlung eines Asthmaanfalles nicht geeignet. Beim Auftreten eines Asthmaanfalles sollten Sie den Anweisungen folgen, die Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen für diese Situation gegeben hat. Wenn sich Ihr Asthma verschlimmert, sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen. Berichten Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über alle medizinischen Probleme oder Allergien, die Sie zur Zeit haben oder gehabt haben. Über Veränderungen des Verhaltens oder der Stimmungslage wurde bei Patientinnen und Patienten unter Montelukast berichtet. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie folgende Veränderungen der Stimmungslage oder des Verhaltens bemerken: Abnormes Träumen und Halluzinationen, Reizbarkeit, Unruhe einschliesslich aggressives Verhalten oder ablehnendes Verhalten, Ruhelosigkeit, Zittern, Stottern, Ängstlichkeit, Depression, Zwangssymptome, Desorientierung, Störung der Aufmerksamkeit, Gedächtnisschwäche, Selbstmordgedanken und –handlungen, Schlafwandeln, Schlaflosigkeit, unkontrollierte Muskelbewegungen. Die Sicherheit und Wirksamkeit von Montelukast Helvepharm bei Kindern ist bis jetzt noch nicht erwiesen. Studien haben gezeigt, dass es praktisch keinen Unterschied bezüglich der Wachstumsrate von Kindern gibt, die Montelukast einnehmen verglichen mit Plazebo (einer Tablette ohne Wirkstoff). Es ist möglich, dass andere Arzneimittel die Wirkung von Montelukast Helvepharm beeinflussen können, oder dass Montelukast Helvepharm die Wirkung von anderen Arzneimitteln beeinflussen kann. Es ist deshalb wichtig, dass Sie Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin über alle Arzneimittel berichten, die Sie zur Zeit einnehmen oder einzunehmen gedenken, auch über solche, die Sie ohne ärztliche Verschreibung erhalten haben. Montelukast Helvepharm sollte Ihre Fahrtüchtigkeit oder das Bedienen von Maschinen nicht beeinträchtigen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen.

Darf Montelukast Helvepharm während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Frauen, die schwanger sind oder schwanger werden wollen, sollten ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin kontaktieren, bevor sie Montelukast Helvepharm einnehmen. Es ist nicht bekannt, ob Montelukast Helvepharm in die Muttermilch übertritt. Wenn Sie stillen oder stillen möchten, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin fragen, bevor Sie Montelukast Helvepharm einnehmen.

Wie verwenden Sie Montelukast Helvepharm?

Nehmen Sie Montelukast Helvepharm wie vom Arzt oder der Ärztin verschrieben einmal täglich mit oder ohne Mahlzeit ein. ·Die Dosierung für Erwachsene oder Jugendliche ab 15 Jahren für die Behandlung von Asthma und/oder allergischer Rhinitis beträgt eine Tablette zu 10 mg pro Tag. ·Bei Asthma sollte Montelukast Helvepharm einmal täglich am Abend eingenommen werden. Bei allergischer Rhinitis sollte Montelukast Helvepharm einmal täglich morgens oder abends eingenommen werden. Es ist wichtig, Montelukast Helvepharm so lange einzunehmen, wie es Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verschrieben hat, um so Ihr Asthma unter Kontrolle zu bringen. Montelukast Helvepharm kann Ihr Asthma nur dann behandeln, wenn Sie es ohne Unterbrechung einnehmen, auch wenn keine Symptome vorhanden sind. Sollten Sie dennoch eine Dosis ausgelassen haben, fahren Sie mit der Einnahme einer Tablette pro Tag nach dem üblichen Zeitplan fort. Wenn Sie aus Versehen mehr als vorgeschrieben eingenommen haben, sollten Sie sofort mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin Kontakt aufnehmen. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung des Arzneimittels. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Montelukast Helvepharm haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Montelukast Helvepharm auftreten: Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Durst, Durchfall, übermässige Bewegungsaktivität, Asthma, schuppende und juckende Haut und Hautausschlag waren die häufigsten Nebenwirkungen bei einer Behandlung mit Montelukast. Zusätzlich wurden die folgenden unerwünschten Wirkungen gemeldet: ·Infektion im Bereich der oberen Atemwege ·Schwellungen, allergische Reaktionen einschliesslich Schwellung des Gesichts, der Lippen, Zunge und/oder des Rachens, welche Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken verursachen können; Nesselausschlag, Hautausschlag und Hautjucken ·Abnormes Träumen und Halluzinationen, Reizbarkeit, Unruhe einschliesslich aggressives Verhalten oder ablehnendes Verhalten, Ruhelosigkeit, Zittern, Stottern, Ängstlichkeit, Depression, Desorientierung, Störung der Aufmerksamkeit, Gedächtnisschwäche, Zwangssymptome, Selbstmordgedanken und –handlungen, Schlafwandeln, Schlaflosigkeit, unkontrollierte Muskelbewegungen ·Schläfrigkeit, Schwindel, Kribbeln/Taubheit und sehr selten Krampfanfälle ·Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe ·Übelkeit, Erbrechen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Hepatitis ·Blutungsneigung, tiefe Anzahl von Blutplättchen, Bluterguss, schwere Hautreaktionen («Erythema multiforme»), welche ohne Warnung auftreten können, Herzklopfen ·Nasenbluten, Schwellung (Entzündung) der Lunge ·Allgemeine Schwäche/Müdigkeit ·Fieber. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, wenn Sie irgendwelche ungewöhnlichen Symptome entwickeln oder wenn ein bekanntes Symptom andauert oder sich verschlimmert, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel ausserhalb der Reichweite von Kindern auf. Bewahren Sie Montelukast Helvepharm Filmtabletten bei Raumtemperatur (15-30 °C) in der Originalpackung auf. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf der Packung mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Montelukast Helvepharm enthalten?

Jede 10 mg Filmtablette enthält 10 mg Montelukast und Hilfsstoffe zur Tablettenherstellung.

Wo erhalten Sie Montelukast Helvepharm? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Montelukast Helvepharm ist erhältlich Als Filmtabletten zu 10 mg für Erwachsene und für Jugendliche ab 15 Jahren; Montelukast Helvepharm 10 mg 28 und 98 Tabletten.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

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