Beipackzettel von Moxifloxacin Labatec® Augentropfen einsehen

Was sind Moxifloxacin Labatec Augentropfen und wann werden sie angewendet?

Moxifloxacin Labatec Augentropfen enthalten den Wirkstoff Moxifloxacin, ein Antibiotikum aus der Klasse der Fluorochinolone, das gegen zahlreiche Bakterien wirkt, welche Infektionen am Auge verursachen können. Bakterielle Infektionen des Auges können die Bindehaut, die Tränenwege, die Hornhaut oder die Augenlider befallen. Moxifloxacin Labatec Augentropfen werden zur Behandlung dieser bakterieller Infektionen des Auges eingesetzt und dürfen nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden. Was sollte dazu beachtet werden? Dieses Arzneimittel wurde Ihnen von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Augenbeschwerden verschrieben. Das in Moxifloxacin Labatec Augentropfen enthaltene Antibiotikum ist nicht gegen alle Mikroorganismen wirksam. Die Anwendung eines falsch gewählten oder nicht richtig dosierten Antibiotikums kann Komplikationen verursachen. Daher Moxifloxacin Labatec Augentropfen nie von sich aus für die Behandlung anderer Erkrankungen oder anderer Personen anwenden. Auch bei späteren neuen Infektionen am Auge das Arzneimittel nicht ohne erneute ärztliche Konsultation anwenden. Moxifloxacin Labatec Augentropfen sind ausschliesslich zur äusserlichen Anwendung am Auge bestimmt und dürfen daher nicht eingenommen oder injiziert werden. Hinweis für Kontaktlinsenträger: Während der Therapie mit Moxifloxacin Labatec Augentropfen dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden.

Wann dürfen Moxifloxacin Labatec Augentropfen nicht angewendet werden?

Bei einer bekannten oder vermuteten Überempfindlichkeit (Allergie) auf einen Inhaltsstoff von Moxifloxacin Labatec Augentropfen (z.B. Moxifloxacin) oder auf andere verwandte Antibiotika (Chinolone).

Wann ist bei der Anwendung von Moxifloxacin Labatec Augentropfen Vorsicht geboten?

Falls Sie unter der Behandlung mit Moxifloxacin Labatec Augentropfen eine Verschlechterung der Infektion bemerken oder wenn neue Symptome auftreten, unverzüglich Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren. Wenn Anzeichen eienr Unverträglichkeit auftreten wie z.B. Atemnot, Schwellung des Gesichts, Juckreiz oder Kribbeln, unterbrechen Sie die Behandlung und wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Bei Anzeichen einer Sehenentzündung, die besonders bei älteren Patienten und bei der gleichzeitigen Einnahme von Kortisonen auftreten kann, unterbrechen Sie die Behandlung und wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Wenn die Anwendung von Moxifloxacin Labatec Augentropfen vorübergehend zu verschwommenem Sehen oder Missempfinden führt, sollten Sie warten, bis die Symptome abgeklungen sind, bevor Sie ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte) einnehmen oder am Auge anwenden!

Dürfen Moxifloxacin Labatec Augentropfen während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Moxifloxacin Labatec sollte in der Schwangerschaft nur verwendet werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Es ist nicht bekannt, ob die Wirkstoffe von Moxifloxacin Labatec in die Muttermilch übergehen. Bei längerer Anwendung von Moxifloxacin Labatec kann es notwendig sein, abzustillen. Daher sollten Sie, wenn Sie schwanger sind bzw. eine Schwangerschaft vermuten oder wenn Sie stillen, vor der Anwendung von Moxifloxacin Labatec Augentropfen Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat fragen.

Wie verwenden Sie Moxifloxacin Labatec Augentropfen?

Erwachsene und ältere Patienten über 65 Jahre: Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosierung 1 Tropfen 3 mal täglich (morgens, mittags und abends) in das (die) betroffene(n) Auge(n) einzutropfen. Neugeborene und Kinder: Moxifloxacin Labatec Augentropfen können bei Neugeborenen und Kindern verwendet werden. Die Dosierung ist gleich wie für Erwachsene. Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen: Moxifloxacin Labatec Augentropfen können bei Patienten mit Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sicher angewendet werden. Verwenden Sie Moxifloxacin Labatec nur dann an beiden Augen, wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin dies angeordnet hat. Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung oder die angeordnete Behandlungsdauer. Wenn Sie die Anwendung vonMoxifloxacin Labatec Augentropfen vergessen haben, holen Sie die vergessene Anwendung so schnell wie möglich nach und setzen Sie dann das verordnete Dosierungsschema fort. Sollte der Tropfen nicht ans Auge gelangt sein, tropfen Sie nochmals. Wenn Sie auch andere Augentropfen verwenden, warten Sie mindestens 5 Minuten zwischen der Anwendung von Moxifloxacin Labatec und der Anwendung der anderen Tropfen. Augensalben sollten zuletzt angewendet werden. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen können Moxifloxacin Labatec Augentropfen haben?

In Augenpräparaten enthaltene Wirkstoffe können in den Blutkreislauf gelangen. Nebenwirkungen können deshalb ausser am Auge auch an anderen Stellen des Körpers auftreten. Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Moxifloxacin Labatec Augentropfen auftreten: Häufig (bei bis zu 10 von 100 Personen): Augenschmerzen, Augenirritationen. Gelegentlich (bei bis zu 1 von 100 Personen): Punktförmige Defekte in der oberen Hornhautschicht, trockenes Auge, Juckreiz am Auge, gerötete Augen, Schwellung des Augenlides, Geschmacksstörung, Kopfschmerzen. Selten (bei bis zu 1 von 1000 Personen): Hornhauterkrankungen, Bindehautentzündung, Entzündung der Augenlider, Augenschwellung, verschwommenes Sehen, verminderte Sehschärfe, Rötung des Augenlides, Nasenschmerzen, Halsschmerzen, Erbrechen. Des weiteren können auftreten: Überempfindlichkeit gegenüber dem Medikament, Schwindelgefühl, vermehrter Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Augenausfluss, Herzklopfen, Übelkeit, Juckreiz, Rötung der Haut und Ausschlag. Wenn solche oder weitere Nebenwirkungen auftreten, bei denen Sie einen Zusammenhang mit der Anwendung von Moxifloxacin Labatec Augentropfen vermuten, bitte unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin konsultieren. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Hinweise zur Anwendung Sterilität Um eine mögliche mikrobielle Verunreinigung (Kontamination) der Augentropfen zu vermeiden, die Tropferspitze weder mit Ihren Händen noch mit den Augen berühren. Flasche nach Gebrauch gut verschliessen und immer gut verschlossen halten. Haltbarkeit Nur bis zum Verfalldatum (siehe Packung «Verwendbar bis») anwenden. Inhalt nach Anbruch der Flasche nicht länger als 28 Tage verwenden. Aufbewahrung/Lagerung Flasche bei Raumtemperatur (15-25 °C) und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Überdosierung Eine Überdosierung von Moxifloxacin Labatec Augentropfen ist durch die begrenzte Aufnahmekapazität des Bindehautsackes für Augentropfen praktisch ausgeschlossen. Auch eine Vergiftung durch versehentliches Schlucken des Flascheninhalts ist praktisch ausgeschlossen. Bitte nach Beendigung der Behandlung jede Flasche mit restlichen Augentropfen Ihrer Abgabestelle (Arzt oder Apotheker bzw. Ärztin oder Apothekerin) zur fachgerechten Entsorgung bringen. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Fachpersonen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Moxifloxacin Labatec Augentropfen enthalten?

1 ml Moxifloxacin Labatec Augentropfen enthält: 5 mg Moxifloxacin (als Hydrochlorid), Hilfsstoffe für die Herstellung von Augentropfen.

Wo erhalten Sie Moxifloxacin Labatec Augentropfen? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt. Packung: Tropfflasche zu 5 ml.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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