Beipackzettel von Prevymis® einsehen

Was ist Prevymis und wann wird es angewendet?

Prevymis ist ein antivirales verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das den Wirkstoff Letermovir enthält und Ihnen persönlich verschrieben wurde. Prevymis ist ein Arzneimittel für Erwachsene, die vor kurzem eine Knochenmarktransplantation erhalten haben. Dieses Arzneimittel hilft Ihnen, dass Sie nicht durch CMV («Cytomegalovirus») erkranken.

Wann darf Prevymis nicht angewendet werden?

Wenn Sie allergisch gegen Letermovir oder einen anderen Bestandteil dieses Arzneimittels sind (aufgeführt in «Was ist in Prevymis enthalten?»). Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: ·Pimozid - gegen das Tourette-Syndrom ·Mutterkornalkaloide (wie z.B. Ergotamin und Dihydroergotamin) - gegen Migräne-Kopfschmerzen. Wenn Sie Prevymis mit Cyclosporin einnehmen: Wenn Sie Prevymis mit Cyclosporin einnehmen, nehmen Sie kein: ·Pitavastatin oder Simvastatin Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft, nehmen Sie Prevymis nicht ein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin oder Ihrer Pflegekraft, bevor Sie Prevymis einnehmen.

Wann ist bei der Einnahme von Prevymis Vorsicht geboten?

Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin oder Ihrer Pflegekraft, bevor Sie Prevymis einnehmen: ·Alfentanil - gegen starke Schmerzen ·Fentanyl - gegen starke Schmerzen ·Chinidin - gegen Herzrhythmusstörungen Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin oder Ihrer Pflegekraft, bevor Sie Prevymis einnehmen. Kinder und Jugendliche Es ist nicht bekannt, ob Prevymis bei Personen unter 18 Jahren sicher ist und wirkt, weil Prevymis in dieser Altersgruppe noch nicht getestet wurde. Andere Arzneimittel und Prevymis Teilen Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit, wenn Sie derzeit noch weitere Arzneimittel einnehmen, bis vor kurzem weitere Arzneimittel eingenommen haben oder vorhaben, in naher Zukunft noch weitere Arzneimittel einzunehmen. Dazu gehören verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, Vitamine und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel. Denn Prevymis kann die Wirkungsweise anderer Arzneimittel beeinflussen, und andere Arzneimittel können die Wirkungsweise von Prevymis beeinflussen. Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin wird Ihnen mitteilen, ob es sicher ist, Prevymis mit anderen Arzneimitteln einzunehmen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin insbesondere, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen: ·Alfentanil - bei starken Schmerzen ·Fentanyl - bei starken Schmerzen ·Chinidin - für abnormale Herzrhythmen ·Amiodaron - wird zur Korrektur unregelmässiger Herzschläge verwendet ·Midazolam – wird als Beruhigungsmittel verwendet ·Cyclosporin, Tacrolimus, Sirolimus - um die Abstossung eines Transplantats zu verhindern ·Voriconazol - gegen Pilzinfektionen ·Statine wie z.B. Atorvastatin, Pitavastatin, Simvastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pravastatin, Rosuvastatin - gegen hohe Cholesterinwerte ·Omeprazol, Pantoprazol - bei Magengeschwüren und anderen Magenproblemen ·Glibenclamid, Repaglinid, Rosiglitazon - gegen hohe Blutzuckerwerte ·Carbamazepin, Phenobarbital, Phenytoin - gegen Krampfanfälle ·Warfarin - zur Blutverdünnung und gegen Blutgerinnsel ·Nafcillin (gegen bakterielle Infektionen) ·Rifabutin, Rifampicin (gegen mykobakterielle Infektionen) ·Bosentan (gegen hohen Blutdruck in den Lungengefässen) ·Johanniskraut (Hypericum perforatum) – ein pflanzliches Präparat (zur Behandlung leichter Depressionen) ·Efavirenz, Etravirin, Nevirapin (gegen HIV) ·Modafinil (für Wachheit) Sie können Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin nach einer Liste von Arzneimitteln fragen, die Wechselwirkungen mit Prevymis haben könnten. Eventuell muss Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihre Arzneimittel oder die Dosis Ihrer Arzneimittel ändern. Verschaffen Sie sich Klarheit über die Arzneimittel, die Sie einnehmen. Führen Sie eine Liste Ihrer Arzneimittel, die Sie Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin vorlegen können, wenn Sie ein neues Arzneimittel erhalten. Prevymis enthält Laktose Prevymis enthält Laktosemonohydrat. Wenn Sie unter einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden oder wenn Ihr Arzt oder Ihre Ärztin Ihnen gesagt hat, dass Sie bestimmte Zuckerarten nicht vertragen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen. Fahrtüchtigkeit und Bedienen von Maschinen Prevymis hat wahrscheinlich keinen Einfluss auf Ihre Fahrtüchtigkeit oder Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie noch an anderen Krankheiten leiden, bei Ihnen Allergien bestehen oder Sie weitere Arzneimittel entweder einnehmen oder äusserlich anwenden (dies schliesst auch Arzneimittel bzw. Heilmittel ein, die Sie ohne Rezept erworben haben!).

Darf Prevymis während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen werden?

Schwangerschaft Wenn Sie schwanger sind, glauben, dass Sie schwanger sein könnten, oder gerne schwanger werden möchten, teilen Sie dies Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin mit, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, denn es ist nicht bekannt, ob Prevymis Ihrem Kind während Ihrer Schwangerschaft schaden wird. Stillzeit Wenn Sie stillen oder vorhaben zu stillen, informieren Sie Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie dieses Arzneimittel einnehmen, da nicht bekannt ist, ob Prevymis in Ihre Muttermilch übergeht und von Ihrem Kind aufgenommen wird.

Wie verwenden Sie Prevymis?

Die empfohlene Dosis ist 1 Tablette einmal täglich. ·Nehmen Sie Prevymis jeden Tag zur gleichen Zeit ein. ·Nehmen Sie es mit oder ohne Nahrung ein. ·Schlucken Sie die Tablette ganz herunter. Zerbrechen, zerdrücken oder zerkauen Sie die Tablette nicht. ·Nehmen Sie Prevymis genau nach Anweisung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin ein. ·Bewahren Sie das Arzneimittel in der Originalverpackung auf, bis Sie bereit sind, es einzunehmen. ·Achten Sie darauf, dass Ihnen Prevymis nicht ausgeht. Was ist, wenn ich einmal mehr Prevymis-Tabletten eingenommen habe als vorgesehen? Wenn Sie einmal mehr Prevymis-Tabletten eingenommen haben als Sie sollten, verständigen Sie sofort Ihren Arzt oder Ihre Ärztin. Was ist, wenn ich einmal vergessen habe, eine Prevymis-Tablette einzunehmen? Es ist sehr wichtig, dass Sie keine Prevymis-Dosen verpassen oder überspringen. ·Wenn Sie eine Dosis vergessen, nehmen Sie sie ein, sobald Sie daran denken. Wenn es jedoch fast Zeit für die nächste Dosis ist, überspringen Sie die verpasste Dosis. Nehmen Sie Ihre nächste Dosis wie gewohnt ein. ·Nehmen Sie keinesfalls zwei Dosen Prevymis ein, um eine verpasste Dosis auszugleichen. ·Wenn Sie sich nicht sicher sind, was Sie tun sollen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin. Brechen Sie die Einnahme von Prevymis nicht ab Brechen Sie die Einnahme von Prevymis nicht eigenmächtig ab, ohne vorher mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin zu sprechen. Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau in der Dosis ein, die Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin verordnet hat. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie das Gefühl haben, dass das Arzneimittel überhaupt nicht ober aber zu stark wirkt.

Welche Nebenwirkungen kann Prevymis haben?

Wie jedes andere Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen hervorrufen. Allerdings treten diese Nebenwirkungen nicht bei allen Personen auf. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, wenn Sie bei sich eine oder mehrere der folgenden Nebenwirkungen bemerken. Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Personen betreffen. ·Sich schlecht fühlen (Übelkeit) ·Durchfall ·Krank sein (Erbrechen) ·Anschwellen der Hände oder Füsse ·Husten ·Kopfschmerzen ·Müdigkeit/ Erschöpfung ·Bauchschmerzen. Gelegentlich: kann bei bis zu 1 von 100 behandelten Personen auftreten ·allergische Reaktion (Überempfindlichkeit) – die Anzeichen können Keuchen, Atemnot, Ausschlag oder Nesselausschlag, Juckreiz, Schwellung sein. Wenn Sie bei sich Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind, teilen Sie dies bitte Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. Ihrer Ärztin oder Apothekerin mit.

Was ist ferner zu beachten?

Prevymis darf nur bis zu dem auf dem Etikett und Karton mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats. Wie wird Prevymis aufbewahrt? Nicht über 30 °C lagern. Bis zur Verwendung in der Original-Blisterpackung aufbewahren. Ausserhalb der Reich- und Sichtweite von Kindern aufbewahren. Wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie weitere Fragen haben. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Prevymis enthalten?

1 Filmtablette enthält: Wirkstoff: Letermovir Hilfsstoffe: Mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Povidon 25, kolloidales Siliciumdioxid, Magnesiumstearat und folgende Hilfsstoffe im Filmüberzug: Laktosemonohydrat, Hypromellose 2910, Titandioxid, Triacetin, Eisenoxid gelb, (nur 480-mg-Tabletten) Eisenoxid rot, Carnaubawachs als Poliermittel.

Wo erhalten Sie Prevymis? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken gegen ärztliche Verschreibung, die nur zum einmaligen Bezug berechtigt. Prevymis 240-mg-Packungen mit 1 x 28 Filmtabletten. (A) Prevymis 480-mg-Packungen mit 1 x 28 Filmtabletten. (A)

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
  • Beipackzettel aktualisieren
  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

Sie leiden auch an Nebenwirkungen?

Melden Sie Ihre Erfahrung - in nur 2 Minuten.