Resonium® a

  • Was ist Resonium A und wann wird es angewendet?
  • Was sollte dazu beachtet werden?
  • Wann darf Resonium A nicht angewendet werden?
  • Wann ist bei der Anwendung von Resonium A Vorsicht geboten?
  • Wie verwenden Sie Resonium A?
  • Welche Nebenwirkungen kann Resonium A haben?
  • Was ist ferner zu beachten?
  • Was ist in Resonium A enthalten?
  • Wo erhalten Sie Resonium A? Welche Packungen sind erhältlich?

Vermuten Sie selbst Nebenwirkungen eines Medikamentes zu verspüren?

Was ist Resonium A und wann wird es angewendet?

Resonium A ist ein Medikament, welches die Kaliumkonzentration im Blut herabsetzt. Als Kunstharz tauscht es im Darm Natrium gegen Kalium-Ionen aus und wird im Stuhl ausgeschieden, sobald es mit Kalium beladen ist. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin verschreibt Ihnen Resonium A, wenn Sie einen erhöhten Kaliumspiegel im Blut haben (Hyperkaliämie). Die Hyperkaliämie kann beispielsweise auftreten, wenn Sie an einer Nierenkrankheit leiden und/oder dialysiert werden müssen.

Was sollte dazu beachtet werden?

Um eine bessere Wirksamkeit der Behandlung zu erzielen, wird eine kaliumarme Diät empfohlen. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie über die nötigen diätetischen Massnahmen informieren.

Wann darf Resonium A nicht angewendet werden?

Resonium A darf nicht angewendet werden, wenn ·Sie auf das Harz von Resonium A allergisch reagieren, ·Sie einen Darmverschluss haben oder wenn bei einer ärztlichen Kontrolle ·eine erhebliche Natriumretention (z.B. mit Gewebsschwellung [Ödem] infolge Wassereinlagerung) und/oder ·erhöhte Natriumkonzentration im Blut festgestellt wird. ·Resonium A darf Neugeborenen nicht oral verabreicht werden und ist bei Neugeborenen mit Verstopfung (z.B. nach einer Operation oder Medikamenteneinnahme) kontraindiziert.

Wann ist bei der Anwendung von Resonium A Vorsicht geboten?

Bei oraler Verabreichung das Medikament in sitzender Position einnehmen, um ein Einatmen der Flüssigkeit (Aspiration) zu verhindern. Zwischen der Einnahme von Resonium A und anderen oral einzunehmenden Arzneimitteln einen Abstand von mindestens 3 Stunden einhalten. Wenn Sie eine sogenannte Magenlähmung haben (eine Störung, bei der der Magen sich langsamer als normal leert), muss zwischen der Einnahme von Resonium A und anderen oral einzunehmenden Arzneimitteln ein Abstand von mindestens 6 Stunden eingehalten werden. Resonium A darf nicht mit kaliumreichen Fruchtsäften (beispielsweise Ananas-, Grapefruit-, Orangen-, Tomaten- oder Traubensaft) eingenommen werden, da dies die Wirkung von Resonium A beeinträchtigen kann. Um eine bessere Wirksamkeit der Behandlung zu erreichen, wird Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin regelmässig Blutkontrollen durchführen. Wenn Sie an einer Herzkrankheit oder erhöhtem Blutdruck leiden, informieren Sie ihn darüber. Resonium A kann die Wirkung von Digitalis (herzwirksame Präparate) verstärken und zur Vergiftung führen, insbesondere bei dialysierten Patienten. Fragen Sie während einer Behandlung mit Resonium A Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin, bevor Sie irgendein Medikament gegen Verstopfung oder Magenbeschwerden einnehmen, da einige dieser Medikamente die Wirksamkeit von Resonium A herabsetzen oder Nebenwirkungen hervorrufen können. Während der Anwendung von Resonium A dürfen keine sorbitolhaltigen Abführmittel verabreicht oder Sorbitol mit der Nahrung aufgenommen werden, da dies schwere Störungen im Darm hervorrufen kann. Ebenso darf Resonium A niemals mit einer Sorbitol-Lösung gemischt werden. Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Medikamente einnehmen: ·Lithium (Antidepressivum): Die Wirkung kann durch Resonium A herabgesetzt werden. ·L-Thyroxin (Hormon zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion): Resonium A verringert die Aufnahme von L-Thyroxin, wodurch dessen Wirkung herabgesetzt werden kann. Bei Kindern bedarf die rektale Verabreichung (in den Mastdarm) besonderer Aufmerksamkeit, da bei übermässiger Dosierung oder unkorrekter Verdünnung das Risiko einer schweren Verstopfung durch das Harz besteht. Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie ·an anderen Krankheiten leiden, ·Allergien haben oder ·andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen. Darf Resonium A während der Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden? Während der Schwangerschaft oder Stillzeit darf Resonium A nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Arztes bzw. der Ärztin angewendet werden.

Wie verwenden Sie Resonium A?

Resonium A muss durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin individuell aufgrund der Ergebnisse der Blutkontrollen dosiert werden. Die folgende Dosierung wird lediglich als Orientierung angegeben: Erwachsene: Orale Anwendung: 3-4mal täglich je 15 g, d.h. 1 Messlöffel. Zwischen der Einnahme von Resonium A und anderen oral einzunehmenden Arzneimitteln einen Abstand von mindestens 3 Stunden einhalten (bzw. 6 Stunden, wenn Sie ein bestimmtes Magenleiden haben.) Rektale Anwendung: 1-2mal täglich je 30 g, d.h. 2 Messlöffel. Kinder: 0,5-1 g/kg Körpergewicht pro Tag auf mehrere Einzeldosen verteilt. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Ihnen die Zubereitung der Suspension sowie deren Anwendung genau erklären. Pulver zunächst mit kleiner Menge Wasser glattrühren, dann die vorgeschriebene Flüssigkeitsmenge zusetzen und gut durchmischen, um eine gleichmässige Suspension zu erhalten. Resonium A darf nicht (weder oral noch rektal) als Suspension mit Sorbitol-Lösung verabreicht werden (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Resonium A Vorsicht geboten?»). Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Medikament wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker bzw. Ihrer Ärztin, Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Resonium A haben?

Die Anwendung von Resonium A kann mit unerwünschten Wirkungen einhergehen, wie zu niedriger Konzentration von Kalium im Blut (eventuell mit Muskelschwäche) oder manchmal zu niedriger Kalzium- oder Magnesiumkonzentration (mit Muskelkrämpfen), Appetitlosigkeit, Magenreizung, Übelkeit und gelegentlich Erbrechen, Verstopfung oder Durchfall. Es kann auch zur Anreicherung von Salz und Wasser im Gewebe (Ödem) kommen, da das Arzneimittel Natrium enthält. Als schwere Nebenwirkungen können im Verdauungstrakt Stenosen (Verringerung des Darmlumens), Verschlüsse, Geschwüre oder gastrointestinale Ischämien (Minderdurchblutung) auftreten. Die Mehrzahl der Fälle traten bei gleichzeitiger (oraler oder rektaler) Verabreichung von Sorbitol auf (siehe auch «Wann ist bei der Anwendung von Resonium A Vorsicht geboten? » und «Wie verwenden Sie Resonium A?»). Ebenso kann es zu einer akuten Bronchitis oder Bronchopneumonie kommen, wenn das Harz in die Atemwege gelangt (eingeatmet wird). Sollten sich solche schwere Nebenwirkungen zeigen, so fragen Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin um Rat.

Was ist ferner zu beachten?

Resonium A ist unterhalb 25 °C in der Originalpackung, vor Feuchtigkeit geschützt und ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren. Die Resonium A-Suspension muss jeweils frisch zubereitet und darf höchstens 24 Stunden aufbewahrt werden. Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Falls Sie Medikamente besitzen, deren Haltbarkeit abgelaufen ist, so bringen Sie diese bitte Ihrem Apotheker zurück. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, der über die ausführliche Fachinformation verfügt.

Was ist in Resonium A enthalten?

1 g Resonium A enthält ein sulfoniertes Styrol-Divinylbenzol-Copolymer in Natriumform, entspr. 100 mg Natrium, Saccharin, Vanillin sowie Hilfsstoffe.

Wo erhalten Sie Resonium A? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung. Es gibt Packungen zu 450 g.
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