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Was ist Sangerol und wann wird es angewendet?

Sangerol Mundspüllösung und Mundspray sind Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes, wie Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Aphthen, Entzündungen der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Sangerol kann zur Unterstützung der Behandlung von Angina und Heiserkeit eingesetzt werden. Sangerol kann auch zur Vorbereitung und zur Nachbehandlung von chirurgischen Eingriffen im Mund und Rachen, wie Mandeloperationen, Kieferoperationen und zahnärztlichen Eingriffen angewendet werden. Lidocain verringert Schmerzen auf der Schleimhautoberfläche. Lysozym ist ein körpereigener Abwehrstoff gegen diverse Bakterien und Viren. Es hemmt zudem eine allfällige Eiterbildung. Tyrothricin ist ein auf den Schleimhäuten wirksames Antibiotikum, das die Bakterien in Mund- und Rachenraum bekämpft. Es wirkt in vielen Fällen auch auf solche Bakterien, die gegenüber anderen Antibiotika resistent sind. Allergien auf Tyrothricin sind selten.

Was sollte dazu beachtet werden?

Hinweis für Allergiker: Sangerol enthält Lysozym aus Ei/Eiweiss.

Wann darf Sangerol nicht eingenommen/angewendet werden?

Bei einer bekannten Überempfindlichkeit auf einen oder mehrere Inhaltsstoffe in Sangerol oder auf Hühnereiweiss soll das Präparat nicht eingenommen werden.

Wann ist bei der Einnahme/Anwendung von Sangerol Vorsicht geboten?

Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin, wenn Sie - an anderen Krankheiten leiden, - Allergien haben oder - andere Arzneimittel (auch selbst gekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden. Bei der Einnahme von Sangerol können schwerwiegende allergische Reaktionen (wie Hautausschlag, Schwellungen im Gesicht oder der Atemwege, Verengung der Atemwege, Kreislaufkomplikationen und anaphylaktischer Schock) auftreten. Des Weiteren wurde über Einzelfälle von schwerwiegenden Haut- und Schleimhautschädigungen berichtet. Einige der schwerwiegenden Reaktionen waren lebensbedrohlich. Bei Auftreten von allergischen oder Hautreaktionen sollte unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin aufgesucht werden und die Behandlung mit Sangerol abgebrochen werden. Bei höherem Fieber, oder wenn innerhalb von 5 Tagen keine Besserung eintritt, ist ein Arzt bzw. eine Ärztin aufzusuchen. Die Anwendung von Sangerol wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.

Darf Sangerol während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit eingenommen/angewendet werden?

Sangerol darf in der Schwangerschaft und der Stillzeit nicht oder nur kurzfristig, in der üblichen Dosierung und nach Rücksprache mit dem Arzt bzw. der Ärztin eingenommen oder angewendet werden.

Wie verwenden Sie Sangerol?

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: Mundspüllösung: je nach Schweregrad der Entzündung bis max. 5 mal täglich 15 ml (1 Messbecher) Mundspüllösung während 30–60 Sekunden im Mund- und Rachenraum einwirken lassen, während 3 bis max. 5 Tagen. Mundspray: je nach Schweregrad der Infektion bis max. 5 mal täglich mit je 2–3 Spraystössen die entzündeten Stellen behandeln, während 3 bis max. 5 Tagen. Die Anwendung und Sicherheit von Sangerol bei Kindern unter 12 Jahren ist bisher nicht geprüft worden. Halten Sie sich an die in der Packungsbeilage angegebene oder vom Arzt oder von der Ärztin verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder Drogisten bzw. mit Ihrer Ärztin, Apothekerin oder Drogistin.

Welche Nebenwirkungen kann Sangerol haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Einnahme oder Anwendung von Sangerol auftreten: Bei Einnahme von Sangerol Mundspray auf nüchternen Magen können bei empfindlichen Personen Übelkeit und Magenbrennen auftreten. In diesen Fällen kann die Mundspüllösung eingesetzt werden. Sehr selten wurde über akute allergische Reaktionen bis hin zu anaphylaktischem Schock berichtet (siehe «Wann ist bei der Anwendung von Sangerol Vorsicht geboten?»). Einzelfälle von schwerwiegenden Hautreaktionen wurden berichtet. Bei Auftreten von allergischen oder Hautreaktionen sollte unverzüglich ein Arzt bzw. eine Ärztin aufgesucht werden und die Behandlung mit Sangerol abgebrochen werden. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Sangerol muss, wie alle Arzneimittel, ausser Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Vor Licht schützen und bei Raumtemperatur (15–25 ºC) aufbewahren. Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt, Apotheker oder Drogist bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin oder Drogistin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Sangerol enthalten?

15 ml Mundspüllösung enthalten Lidocain hydrochlorid 5.33 mg, Lysozym hydrochlorid 8 mg (=160‘000 U.FIP), Tyrothricin 10 mg, Xylit, Propylenglycol, Aromastoffe, Farbstoffe: Chinolingelb (E 104), Patentblau (E 131), Konserv.: Methyl-p-hydroxybenzoat (E 218), Propyl-p-hydroxybenzoat (E 216) sowie weitere Hilfsstoffe. 1 ml Spraylösung enthält: Lidocain hydrochlorid 0.355 mg, Lysozym hydrochlorid 0.53 mg (=10‘700 U.FIP), Tyrothricin 0.67 mg, Xylit, Propylenglycol, Aromastoffe, Farbstoffe: Chinolingelb (E 104), Patentblau (E 131), Konserv.: Methyl-p-hydroxybenzoat (E 218), Propyl-p-hydroxybenzoat (E 216) sowie weitere Hilfsstoffe. Alle Sangerol Präparate sind zuckerfrei und zahnschonend.

Wo erhalten Sie Sangerol? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken und Drogerien, ohne ärztliche Verschreibung. Mundspüllösung: 200 ml. Dosier-Mundspray: 20 ml, 50 ml.

Nebenwirkungen persönlich erfahren? Das ist keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

Achten Sie auf Ihr Wohlbefinden und melden Sie Ihre Erfahrung, denn Sie kennen Ihren Körper am besten. Das bewirkt Ihre Meldung:

  • Risiken schneller erkennen
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  • Mitmenschen schützen

Je mehr Informationen berichtet werden, desto besser kann das tatsächliche Risiko erkannt werden. 

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