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Was ist Syntocinon Nasenspray und wann wird es angewendet?

Der Wirkstoff von Syntocinon ist ein synthetisch hergestelltes Eiweisshormon, das identisch ist mit dem natürlichen, menschlichen Hormon Oxytocin, welches im Hinterlappen der Hirnanhangsdrüse produziert wird. Für eine normale Wehentätigkeit ist Oxytocin, das die glatte Muskulatur der Gebärmutter zu stimulieren vermag, absolut notwendig. Neben der Wirkung an der Gebärmutter erzeugt Oxytocin auch eine Kontraktion der muskulären Elemente der Brustdrüse. Damit wird der Milchaustritt gefördert und das Stillen erleichtert. Es bewirkt jedoch keine Steigerung der Milchproduktion. Syntocinon Nasenspray verwenden Sie nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin. Er eignet sich zur Förderung der Milchentleerung beim Stillen oder zum Abpumpen der Milch, und damit kann Syntocinon Nasenspray auch bei der Verhütung einer Brustdrüsenentzündung mithelfen.

Wann darf Syntocinon Nasenspray nicht angewendet werden?

Wenn Sie überempfindlich auf den Wirkstoff oder einen der Hilfsstoffe reagieren, dürfen Sie Syntocinon nicht anwenden. Syntocinon Nasenspray ist nicht für die Anwendung während der Schwangerschaft und Geburt bestimmt. Syntocinon Nasenspray ist nicht für die Anwendung bei Kindern bestimmt.

Wann ist bei der Anwendung von Syntocinon Nasenspray Vorsicht geboten?

Die Anwendung von Syntocinon Nasenspray darf nur auf ausdrückliche Verordnung des Arztes oder der Ärztin erfolgen. Dies ist umso wichtiger, weil sich die Wirkungen von Oxytocin und diejenigen von Prostaglandinen (hormonähnliche Substanzen), Narkosemedikamenten sowie gefässverengenden Arzneimitteln gegenseitig verstärken können. Wenn Sie Syntocinon Nasenspray während einer längeren Zeit in hoher Dosierung anwenden und dabei grössere Mengen Flüssigkeit zu sich nehmen, kann es zu Wassereinlagerungen kommen. Wenn Sie eine bekannte Latexallergie/-intoleranz haben, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Bei Patienten mit Latexallergie wurden allergische Reaktionen nach intravenöser Anwendung von Oxytocin beobachtet. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder äusserlich anwenden (Externa!).

Darf Syntocinon Nasenspray während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Während der Schwangerschaft darf der Syntocinon Nasenspray nicht angewendet werden, denn dies könnte Wehen auslösen. Der Wirkstoff Oxytocin tritt in geringen Mengen in die Muttermilch über. Trotzdem dürfen Sie den Syntocinon Nasenspray während der Stillzeit anwenden.

Wie verwenden Sie Syntocinon Nasenspray?

Wenden Sie den Syntocinon Nasenspray nach den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin an. Folgendes Vorgehen ist zu befolgen: 5 Minuten vor dem Stillen oder Abpumpen der Milch ist ein Spraystoss in eines der beiden Nasenlöcher zu verabfolgen. Oxytocin wird durch die Nasenschleimhaut aufgenommen. Der Nasenspray wird vorzugsweise im Sitzen angewandt. Anwendungsweise 1.Verschlusskappe abnehmen. 2.Die Pumpvorrichtung soll vor der ersten Anwendung etwa 3 mal betätigt werden bis Spraylösung austritt. 3.Den Sprühkopf in senkrechter Stellung in eine der Nasenöffnungen halten und die Pumpvorrichtung betätigen. Die Patientin soll dabei sitzen und leicht durch die Nase einatmen. 4.Nach Gebrauch den Sprühkopf mit der Verschlusskappe wieder verschliessen. Nach dem Öffnen soll die Sprayflasche bei Zimmertemperatur (15–25 °C) aufbewahrt und nicht länger als einen Monat verwendet werden. Aus fülltechnischen Gründen enthält die Flasche ein grosses Luftvolumen. Ändern Sie nicht von sich aus die vorgeschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.

Welche Nebenwirkungen kann Syntocinon Nasenspray haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Syntocinon Nasenspray auftreten: Häufig kann der Syntocinon Nasenspray Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen oder Unregelmässigkeiten des Pulses verursachen. Gelegentlich wurde über abnorme Gebärmutterkrämpfe berichtet. In seltenen Fällen wurde über Hautausschläge und allergische Reaktionen, verbunden mit Atemnot, Blutdruckabfall oder Kreislaufkollaps berichtet. In solchen Fällen dürfen Sie den Syntocinon Nasenspray nicht mehr anwenden, und der Arzt bzw. die Ärztin ist zu benachrichtigen. Sehr selten wurde über hohen Blutdruck berichtet. Ferner wurde über Nasenreizung berichtet. Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker resp. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Lagerungshinweise Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren. Das Arzneimittel soll im Kühlschrank (2–8 °C) aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen soll die Sprayflasche bei Zimmertemperatur (15–25 °C) nicht länger als einen Monat aufbewahrt werden. Haltbarkeit Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden. Länger als einen Monat darf der angebrochene Spray nicht verwendet werden. Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Was ist in Syntocinon Nasenspray enthalten?

Der Wirkstoff ist synthetisch hergestelltes Oxytocin. Nasenspray zu 40 IE/ml. Hilfsstoffe: Konservierungsmittel: Propylparaben (E216), Methylparaben (E218), Chlorobutanol-Hemihydrat.

Wo erhalten Sie Syntocinon Nasenspray? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken, nur gegen ärztliche Verschreibung. Nasenspray mit 40 IE/ml: 5 ml.

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Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. 

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