NEBENWIRKUNGEN MELDEN

Hier können Sie Ihre Nebenwirkungen direkt an den Hersteller melden - ohne Ihre persönliche Identität preiszugeben

Meldung in unter zwei Minuten • Schnell und diskret • Auf Wunsch Arzt mit einbinden

Nebenwirkungen & Medikamente
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Ihre Nebenwirkungs­meldung

Im ersten Schritt fragen wir Sie nach Ihren Nebenwirkungen und Medikamenten.
Diese Eingaben sind für eine gültige Nebenwirkungsmeldung essentiell.
Bitte geben Sie auch Ihre E-Mail-Adresse an, damit wir Sie bei wichtigen Rückfragen kontaktieren können.

Schritt 1

Nebenwirkungen & Medikamente

Ihre Daten werden 100% datenschutzkonform verarbeitet.
Wir übermitteln Ihre Meldung an den Hersteller des Medikaments - ohne Ihre Identität preiszugeben.
Das heißt, dass dieser zu keinem Zeitpunkt Rückschlüsse auf Ihre Person ziehen kann.

* Dieses Feld ist erforderlich.

Nebenwirkungen melden - warum ist das wichtig?

Im Rahmen der klinischen Prüfung von Medikamenten kann in der Regel nur eine geringe Zahl von Patienten über einen begrenzten Zeitraum untersucht werden. Das hat zur Folge, dass viele wichtige Informationen in diesem Rahmen gar nicht ausreichend gesammelt werden können. Das betrifft beispielsweise schwerwiegende Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit einem anderen Medikament, Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung (Stichwort Thromboserisiko bei der Pille), sowie unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei bestimmten Patientengruppen, wie Schwangeren, Kindern, älteren Menschen oder Menschen mit chronischen Erkrankungen.

Viele Erkenntnisse können daher oft erst nach der Zulassung des Medikaments, wenn sehr viele Menschen behandelt wurden, erkannt werden. Das Gleiche gilt auch für die Nebenwirkungen, die erst in Kombination mit anderen Arzneimitteln oder nach langer Behandlung auftreten, z.B. bei Personen mit chronischen Krankheiten oder Mehrfacherkrankungen. Aus ethischen Gründen werden auch besondere Patientengruppen wie Schwangere, Kinder und ältere Menschen meist von der klinischen Prüfung ausgeschlossen. Deshalb lassen sich seltene Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Unverträglichkeiten bei bestimmten Patientengruppen und oftmals auch die tatsächliche Häufigkeit von Nebenwirkungen erst zu einem viel späteren Zeitpunkt beobachten.

Die Statistiken zeigen, wie wichtig eine kontinuierliche Überwachung von Arzneimitteln ist: Bei mehr als einem Drittel der Arzneimittel treten bis zu 12 Jahre nach Marktzulassung schwerwiegende Nebenwirkungen auf, die zuvor nicht bekannt waren. Die Europäische Kommission schätzt, dass jedes Jahr 200.000 Menschen an den Folgen unerwünschter Nebenwirkungen sterben - weit mehr als im Straßenverkehr. Deswegen sollten Sie Ihre Nebenwirkungen melden. Für Ihre eigene Sicherheit, und die Ihrer Mitmenschen.

Was passiert mit der Meldung meiner Nebenwirkung?

Ihre Meldung wird pseudonymisiert, das heißt ohne Rückschluss auf Ihre persönliche Identität, an den Arzneimittelhersteller zur weiteren Auswertung weitergeleitet. Das heißt, dass bekannte Nebenwirkungen in Ursache, Schweregrad und Häufigkeit von Experten verglichen und unbekannte Nebenwirkungen neu erfasst werden.

Wenn eine schwerwiegende Nebenwirkung auftritt, kann somit der Arzneimittelhersteller sofort mit geeigneten Gegenmaßnahmen reagieren. Weiterhin wird die Datenbasis der Medikamente auf Unregelmäßigkeiten überprüft, bspw. wenn bestimmte Nebenwirkungen immer in Kombination von den gleichen Wirkstoffen auftreten oder eine Patientengruppe, z. B. Personen mit Diabetis oder Rheuma, häufiger von einer Nebenwirkung betroffen sind als andere.

Darauf aufbauend wird über weitere Studien entschieden, um gezielt solchen Hinweisen nachzugehen. In jedem Fall wird jede Nebenwirkungsmeldung an die zuständige Behörde (z.B. EudraVigilance, BfArm, BASG oder Swissmedic) weitergeleitet und dort in offiziellen Statistiken aufgeführt. Alle geprüften Nebenwirkungsmeldungen werden Ärzten und Apothekern zur Verfügung gestellt und kommen daher Ihnen, liebe Patienten, bei der nächsten Verschreibung wieder zu Gute.

Soll ich auch bereits bekannte Nebenwirkungen melden?

Auf jeden Fall, denn die Häufigkeitsangaben in den Beipackzetteln berechnen sich auf Basis der gemeldeten Nebenwirkungen und verkauften Medikamente. Derzeit werden nur weniger als 1% aller Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet und auch bei schwerwiegenden Nebenwirkungen liegt die offizielle Melderate bei nur rund 5% bis 10%. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass jede Nebenwirkung gemeldet wird, denn nur dadurch kann die tatsächliche Häufigkeit von einer Nebenwirkung ermittelt werden.

Dabei ist es gut möglich, dass eine bislang “seltene” Nebenwirkung in Zukunft als “häufig” im Beipackzettel gelistet wird. Somit kann sich auch die persönliche Risiko-/Nutzenbewertung von einem Medikament ändern und andere Medikamente bei der Behandlung von Erkrankungen oder bestimmten Patientengruppen als geeigneter herausstellen, weil sie eine geringere Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen aufweisen.

Was sind eigentlich Nebenwirkungen bzw. Wechselwirkungen?

Eine Nebenwirkung ist eine zumeist unerwünschte Arzneimittelwirkung, kurz UAW. Das heißt, dass neben der erwünschten Hauptwirkung noch andere meist unerwünschte Begleiterscheinungen auftreten, die sehr unangenehm und sogar gefährlich sein können. Dazu zählen auch unerwünschte Wirkungen, die nach Medikationsfehlern, z.B. Überdosierung oder falscher Anwendungsart, auftreten. Auch diese sollten aus Gründen der Verbesserung der Arzneimittelsicherheit (Fachbegriff: Pharmakovigilanz) immer gemeldet werden egal wie schwerwiegend.

Der Grund für solche unerwünschten Wirkungen ist, dass der Wirkstoff eines Arzneimittel in verschiedenen Körperbereichen wirkt und daher auch verschiedene Reaktionen auslösen kann. Nehmen wir als Beispiel Antidepressiva, welche durch ihre beruhigende Wirkung zu Müdigkeit, körperlicher Schwäche und Konzentrationsschwierigkeiten führen können.

Wechselwirkungen bezeichnen dann solche Nebenwirkungen, die in Kombination mit der Einnahme anderer Medikamente auftreten. Es kann auch vorkommen, dass eine unerwünschte Wirkung gar nicht auf eine “echte” Nebenwirkung zurückzuführen ist, sondern durch ein anderes Ereignis, z.B. einen Infekt, ausgelöst wird. In diesem Fall kann man von einer Nebenwirkung ausgehen, wenn die Beschwerden auch nach Verschwinden des Infekts anhalten, oder die Beschwerden abklingen, wenn die Einnahme eines Medikaments verringert wird - oder umgekehrt, wenn sie sich verstärken, wenn die Einnahme erhöht wird. Im Zweifelsfall sollten Sie das aber stets mit Ihrem Arzt abklären.

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