Amantadin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Amantadin 100 ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur symptomatischen Behandlung des Parkinson-Syndroms sowie zur Behandlung einer Virusgrippe Typ A (Influenza) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Amantadin und gehört zu der Gruppe dopaminerge Mittel sowie Virustatika. Amantadin hemmt die Freisetzung der Influenzaviren in dem der M2-Kanal blockiert wird. Außerdem wirkt  Amantadin indirekt agonistisch am Dopamin Rezeptor.Dadurch wird der intrazelluläre Dopaminspiegel erhöht, worauf einige Nebenwirkungen zurückzuführen sind.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Amantadin 100 ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Amantadin

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 2- mal täglich 2 Tabletten zu 100 mg verordnet.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit morgens und nachmittags mit einem Glas Wasser ein. Die letzte Tablette soll nicht nach  16 Uhr eingenommen werden. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen, wie beispielsweise bei Kindern ab 5 Jahren, Kindern ab 10 Jahren oder 45 Kg Körpergewicht oder Erwachsenen ab 65 Jahren, werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.

Schwindel, Schlafstörungen, Unruhe - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Schwindel
  • Schlafstörungen
  • Körperliche und psychische Unruhe
  • Unvollständige Blasenentleerung
  • Vergrößerung der Prostata
  • Ausbildung einer „marmorierten Haut“
  • Wassereinlagerungen im Unterschenkel- und Knöchelbereich
  • Übelkeit
  • Mundtrockenheit
  • Innere Unruhe, Schweißanfälle, Kälte, Blässe

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Amantadin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Kopfschmerzen
  • Körperliche Trägheit
  • Ermüdung
  • Störung der Bewegungskoordination
  • Sprechstörungen
  • Depression
  • Angstzustände
  • Gehobene Stimmung
  • Rastlosigkeit
  • Nervosität
  • Schlaflosigkeit
  • Halluzinationen
  • Albträume
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Magersucht
  • Herzrasen
  • Verschwommensehen
  • Wassereinlagerungen in Körpergeweben (Ödeme)

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Amantadin 100 auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Zittern
  • Unkontrollierte Bewegungen der Gesichtsmuskeln
  • Verwirrtheit
  • Desorientierung
  • Psychosen
  • Harninkontinenz
  • Hautausschlag
  • Durchfall
  • Hornhautschäden

Vorsicht bei diesen Amantadin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals
  • Starke Gewichtsveränderungen
  • Verschwommensehen
  • Veränderung der Psyche
  • Unkontrolliertes Wasserlassen
  • Zittern
  • Bewegungsstörungen

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergische Reaktion, einer Essstörung, einer Hornhautablösung, einer Depression, einer Psychose, von Harninkontinenz oder Morbus Parkinson sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Amantadin 100 mg sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Amantadin

Amantadin 100 stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwerer nicht kompensierter Herzinschwäche
  • Herzrhythmusstörungen
  • Gleichzeitiger Therapie mit Budipin oder anderen QT-verlängernden Arzneimitteln
  • Verminderung von Kalium und Magnesium im Blut.
  • Psychische Vorkerkrankungen
  • Prostate Hypertrophie
  • Engwinkelglaukom
  • Gleichzeitige Einnahme von Memantin
  • Niereninsuffizienz
  • Morbus Parkinson Erkrankung
  • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
  • Risikogruppen für Elektrolytstörungen,
  • Herzschrittmacherpatienten
  • Kinder unter 5 Jahren
  • Ältere Personen über 85 Jahren
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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