Amikacin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Amikacin ist ein Antibiotikum und wird zur Behandlung schwerwiegender Infektionen mit Bakterien, die auf den Wirkstoff Amikacin anschlagen, verwendet. Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Aminoglykoside. Es kommt zur Behandlung von Infektionen der Lunge und der unteren Atemwege einschließlich schwerwiegender Lungenentzündung sowie von Infektionen des Bauchraums in Frage.

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Anwendung von Amikacin

Bei der Dosierung ist zunächst abzugrenzen, ob der Patient ggf an einem geschwächten Immunsystem oder einer eingeschränkten Nierenfunktion leidet. In diesen Fällen ist die Dosierung durch den behandelnden Arzt besonders festzulegen und zu überwachen.

  • Bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 13 Jahren und 33 kg Körpergewicht) sowie für Säuglinge und Kinder beträgt die übliche Tagesdosis 15 mg Amikacin pro kg Körpergewicht verteilt auf zwei gleiche Dosen.
  • Bei Bedarf und sorgfältiger Überwachung kann die Maximaldosis vom Arzt auf bis zu 1,5 g pro Tag erhöht werden. Jedoch darf die Gesamtmenge des verabreichten Wirkstoffes im Zuge einer Behandlung 15 g nicht überschreiten.
  • Bei Patienten mit starkem Übergewicht wird zur Berechnung das Idealgewicht plus 40% des Übergewichtes zur Berechnung der Dosis zugrunde gelegt.
  • Bei Patienten mit Wasser im Bauch muss die Dosis gegebenenfalls erhöht werden.

Schwindel, Augenzittern, Unwohlsein - Die häufigsten Nebenwirkungen

Laut Beipackzettel kann das Medikament folgende Nebenwirkungen verursachen:

  • Schwindel/Drehschwindel
  • Augenzittern
  • Unwohlsein
  • Ohrgeräusche
  • Druck auf den Ohren
  • Schwerhörigkeit
  • Schädigung bestimmter Nierenabschnitte bzw. eingeschränkte Nierenfunktion

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Amikacin

Außerdem kann es zu diesen Nebenwirkungen kommen:

  • Superinfektionen oder Kolonisierungen (mit resistenten Keimen oder Sprosspilzen)
  • ungewöhnlich niedrige Anzahl weißer oder roter Blutkörperchen (Leukozyten, Erythrozyten) oder Blutplättchen (Thrombozyten)
  • erhöhte Anzahl einer bestimmten Sorte weißer Blutkörperchen (Eosinophile)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie)
  • Hautausschlag
  • Juckreiz
  • Nesselsucht
  • niedriger Magnesiumspiegel im Blut
  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Taubheitsgefühl
  • Zittern
  • niedriger Blutdruck
  • Übelkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Arzneimittelfieber
  • Erhöhung der Blutspiegel bestimmter Leberenzyme

Schwere Nebenwirkungen bei Amikacin

Bei der Anwendung von Amikacin können in sehr seltenen Fällen folgende schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten:

  • Taubheit
  • Atemlähmung
  • akutes Nierenversagen
  • schwere akute (allergische) Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schock

Bei Anzeichen für derartige Nebenwirkungen ist eine sofortige ärztliche Behandlung erforderlich.

Besondere Warnhinweise bei Amikacin

Aufgrund der Beeinträchtigung der Nierenfunktion ist der Arzt vor einer Behandlung unbedingt in Kenntnis zu setzen, falls eine Nierenfunktionsstörung bekannt ist. Auch ein Leiden an der Parkinson-Krankheit oder unter einer Einschränkung des Hörvermögens sowie bereits erhaltene Behandlungen mit Amikacin-ähnlichem Antibiotikum sind für den Arzt relevante Anhaltspunkte für einen besonders vorsichtigen Einsatz des Medikaments.

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