Aripiprazol - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Aripiprazol ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der Schizophrenie sowie zur Vorbeugung von manisch-depressiven Phasen eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff Aripiprazol und gehört zu der Gruppe atypische Antipsychotika. Aripiprazol hat eine antipsychotische, sedierende sowie antidepressiva Wirkung. Er dämpft psychomotorische Erregungszustände und verringert Spannungen, Halluzination und Denkstörung.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Aripiprazol ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Aripiprazol

Die empfohlene Dosis für Erwachsene beträgt 15 mg  Aripiprazol 1-mal täglich. Ihr Arzt kann Ihnen jedoch eine niedrigere oder höhere Dosis bis zu maximal 30 mg 1-mal täglich verschreiben.

Nehmen Sie die Tabletten mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie Beispielsweise bei Kindern und Jugendlichen ab 13 Jahre werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Gewichtszunahme, gesteigerte Sexualität, Diabetes - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Aripiprazol Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Gewichtszunahme und gesteigerte Sexualität gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Gewichtszunahme
  • Gesteigerte Sexualität

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Schlafprobleme
  • Angstgefühl
  • Unruhegefühl
  • Unruhige Beine
  • Zittern
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Benommenheit
  • Zittern
  • Verschwommenes Sehen
  • Verstopfung
  • Verdauungsstörungen
  • Magenverstimmung
  • Übelkeit
  • Vermehrte Speichelbildung
  • Erbrechen
  • Müdigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Aripiprazol

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Erhöhter Prolaktinspiegel im Blut
  • Depression
  • Verstärktes sexuelles Interesse
  • Unkontrollierbare Bewegungen von Mund
  • Unkontrollierbare Bewegungen der Zunge
  • Unkontrollierbare Bewegungen von Gliedmaßen
  • Doppeltsehen
  • Schneller Herzschlag
  • Niedriger Blutdruck beim Aufstehen
  • Schwindelgefühl
  • Benommenheit
  • Ohnmacht
  • Schluckauf

 

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Aripiprazol auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Niedriger Gehalt an weißen Blutkörperchen
  • Niedriger Gehalt von Blutplättchen
  • Anschwellungen im Mund
  • Schwellungen im Rachenraum
  • Anschwellen der Zunge
  • Anschwellen des Gesichts
  • Jucken
  • Quaddeln
  • Erniedrigte Natriumspiegel im Blut
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Selbsttötungsgedanken
  • Selbsttötungsversuch
  •  Selbsttötung
  • Aggressivität
  • Gesteigerte Unruhe
  • Nervosität
  • Fieber
  • Muskelsteifheit
  • Beschleunigtem Atmen
  • Schwitzen
  • Verringertem Bewusstseinszustand
  • Veränderung des Blutdrucks
  • Veränderung des Pulsschlags
  • Ohnmacht
  • Krampfanfall
  • Schläfrigkeit
  • Schwerfälligkeit
  • Ruhelosigkeit
  • Trunkenheitsgefühl
  • Fieber
  • Schwitzen
  • Sprachstörungen
  • Unregelmäßiger Herzschlag
  • Herzanfall
  • Verlangsamter Herzschlag
  • Blutgerinnsel in den Venen
  • Schmerzen im Bein
  • Rötung im Bein
  • Bluthochdruck
  • Ohnmacht
  • Verkrampfung der Stimmritze
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Durchfall
  • Beschwerden im Bauch
  • Beschwerden im Magen
  • Leberversagen
  • Leberentzündung
  • Gelbfärbung der Haut
  • Gelbfärbung des Augapfels
  • Abnormale Leberwerte
  • Lichtempfindlichkeit
  • Haarausfall
  • Übermäßiges Schwitzen
  • Ungewöhnliches Muskelversagen
  • Muskelschmerzen
  • Steifheit
  • Ungewollter Harnabgang
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Schmerzhafte Erektion
  • Anschwellen der Hände
  • Anschwellen der Fußknöchel
  • Anschwellen der Füße
  • Schwankende Blutzuckerwerte

Vorsicht bei diesen Aripiprazol-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Gewichtszunahme
  • Ungewöhnliche Bewegungen
  • Schläfrigkeit
  • Schluckbeschwerden
  • Verlust des Gedächtnisses
  • Spielsucht
  • Essattacken
  • Übersteigertem Sexualtrieb
  • Schläfrigkeit
  • Starkes Absinken des Blutdrucks beim Aufstehen
  • Schwindel
  • Veränderungen in Bewegungsfähigkeit
  • Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, einer Bewegungsstörung oder einer Gleichgewichtsstörung sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Aripiprazol sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Aripiprazol

Aripiprazol stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 13 Jahren
  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)
  • Krämpfe
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Blutgerinnsel oder Fälle von Blutgerinnseln (Thrombose) in der Familie

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