Budenofalk - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Budenofalk ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn, chronischer Entzündung des Dickdarms (Kolitis) und der chronischen Entzündung der Leber (Autoimmunhepatitis) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Budesonid und gehört zu der Gruppe der Glucocorticoide. Budesonid wirkt als Glucocorticoid und wird am Anwendungsort schnell aufgenommen. Es sorgt für die Bildung bestimmter Proteine, die wiederum die Bildung von entzündlichen Substanzen verringern.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Budenofalk ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Budenofalk

Zu Therapiebeginn bei Morbus Crohn werden üblicherweise einmal 3 Hartkapseln einmal täglich morgens oder 1 Hartkapsel 3-mal täglich verordnet. Hier erfolgt die Einnahme morgens, mittags und abends.

Nehmen Sie die Kapseln zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Nehmen Sie die Kapseln vor einer Mahlzeit ein.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweise mikroskopische Kolitis oder Autoimmunhepatitis  werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Vollmondgesicht, Gewichtszunahme, herabgesetzte Glukosetoleranz - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Budenofalk Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Durchfall und Haarausfall gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Vollmondgesicht
  • Gewichtszunahme
  • Herabgesetzte Glukosetoleranz
  • Erhöhter Blutdruck
  • Erhöhter Blutzuckerspiegel
  • Wasseransammlung im Gewebe
  • Geschwollene Beine
  • Vermehrte Kaliumausscheidung mit dem Urin
  • Unregelmäßige Regelblutungen
  • Männlicher Haarwuchs bei Frauen
  • Impotenz
  • Nebennierenfunktionsstörung
  • Streifenbildung der Haut
  • Akne
  • Verdauungsstörungen
  • Reizmagen
  • Bauchschmerzen
  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Muskelzuckungen
  • Osteoporose
  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsänderung wie Depression, Gereiztheit oder Euphorie
  • Einblutungen in der Haut
  • Rote Punkte auf der Haut
  • Verzögerte Wundheilung
  • Lokale Hautreaktionen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Budenofalk

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Magengeschwür
  • Dünndarmgeschwür
  • Unruhe
  • Gesteigerte körperliche Aktivität
  • Angst

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Budenofalk auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Wachstumsverzögerung bei Kindern
  • Verstopfung
  • Erhöhter Hirndruck
  • Erhöhter Augeninnendruck
  • Erhöhtes Thromboserisiko
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Müdigkeit
  • Allgemeines Krankheitsgefühl

Vorsicht bei diesen Budenofalk-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Infektionen
  • Kopfschmerzen
  • Verändertes Verhalten
  • Depressionen
  • Gereiztheit
  • Euphorie
  • Unruhe 
  • Angst 
  • Aggression

Diese Symptome können u. a. Anzeichen eines geschwächten Immunsystems und einer psychischen Erkrankung sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Budenofalk

Budenofalk stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Patienten, die noch nicht an Masern erkrankt waren
  • Patienten, bei denen eine Impfung ansteht
  • Patienten, bei denen eine Operation bevorsteht
  • Patienten, die mit weiteren Cortisonen behandelt werden
  • Verschwommenes Sehen
  • Sehstörungen
  • Tuberkulose
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • Osteoporose
  • Magengeschwür
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Erhöhter Augeninnendruck (grüner Star)
  • Trübung der Augenlinse (grauer Star)
  • Schwere Lebererkrankungen (Leberzirrhose)
  • Morbus Crohn im oberen Magen-Darmtrakt
  • Morbus Crohn Symptome an Augen, Haut oder Gelenken
  • Herzerkrankungen
  • Harnverhalt
  • Pilzinfektionen
  • Bakterielle Infektionen
  • Epilepsie

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