Clarithromycin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Clarithromycin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von bakteriellen Infektionen eingesetzt wird. Clarithromycin bekämpft bakterielle Infektionen in den Bronchien und in der Lunge, Infektionen in den Nasennebenhöhlen und im Rachen, Infektionen in der Haut und in den Muskeln und wird auch bei Magengeschwüren eingesetzt.Es enthält den Wirkstoff Clarithromycin und gehört zu der Gruppe Antibiotika. Clarithromycin greift in den Stoffwechsel der Bakterien ein und tötet dadurch die Bakterien ab. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Clarithromycin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Clarithromycin

Zu Therapiebeginn bei Erwachsenen und Jugendlichen (12 bis 18 Jahre) wird 2-mal täglich täglich 1 Tablette zu 250 mg verordnet. Gegebenenfalls kann der Arzt entscheiden, die Dosis auf 2-mal 2 Filmtabletten täglich zu erhöhen.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (wie Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Kopfschmerzen, Veränderungen des Geruchs- und Geschmackssinns, Magenschmerzen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Clarithromycin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Hautausschlag, Müdigkeit und Muskelschmerzen gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind sehr häufige Nebenwirkungen nicht bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Kopfschmerzen
  • Veränderungen des Geruchs- oder Geschmackssinns (metallischer oder bitterer Geschmack)
  • Magenschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verdauungsstörungen
  • Entzündungen von Mund und Zunge
  • Vorübergehende Verfärbung von Zähnen und Zunge
  • Anstieg der Nierenwerte
  • Pilzinfektionen im Mund mit weißem Belag der Zunge und des Rachens

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Clarithromycin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z.B.:

  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Blutende Wunden brauchen länger bis die Blutung aufhört (Verlängerung der Blutgerinnungszeit)
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Allergische Reaktionen
  • Bläschenartiger, juckender Ausschlag (Nesselsucht)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Auswirkungen auf die Leber

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Clarithromycin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Ohrengeräusche
  • Unregelmäßiger oder schneller Herzschlag
  • Verminderte Anzahl an Blutplättchen: blaue Flecken und Blutungen sind hierfür ein Hinweis
  • Angst
  • Schlaflosigkeit
  • Albträume
  • Verwirrtheit
  • Orientierungslosigkeit
  • Halluzinationen
  • Psychose
  • Gefühl des Identitätsverlust
  • Schwindel
  • Krampfanfälle
  • Kribbeln und Taubheitsgefühl der Haut
  • Vorübergehende Taubheit
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
  • Leichte bis schwere Darmentzündung
  • Nierenentzündung, Nierenversagen
  • Schwere Erkrankungen der Haut mit Missempfindungen sowie Hautrötung
  • Ablösung und Schwellung der Haut (Stevens-Johnson-Syndrom)
  • Niedriger Blutzuckerspiegel in Kombination mit Antidiabetika gegen Diabetes 
  • Schweres Leberversagen

Vorsicht bei diesen Clarithromycin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Starker Schwindel
  • Kollaps
  • Schwerer oder juckender Hautausschlag
  • Gelbfärbung der Haut oder der Augäpfel
  • Starke Bauch- und Rückenschmerzen (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
  • Schwerer Durchfall

Diese Symptome können Anzeichen einer allergischen Reaktion sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Clarithromycin sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt. 

Besondere Warnhinweise bei Clarithromycin

Clarithromycin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Eingeschränkte Leberfunktion
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
  • Personen mit einer Allergie gegen Lincomycin und Clindamycin (beides Antibiotika)
  • Herzprobleme
  • Patienten mit einem zu niedrigem Kalium- und Magnesiumspiegel im Blut
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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