Cotrim - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Cotrim ist ein Antibiotika und besteht aus den Wirkstoffen Sulfamethoxazol und Trimethoprim. Das Medikament wird dazu eingesetzt, Bakterien daran zu hindern, Folsäure herzustellen. Ohne die Bildung von Folsäure sterben die Bakterienkolonien. Cotrim wird bei Bakterieninfektionen

  • der Atemwege (Sulfamethoxazol und Trimethoprim),
  • des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs, der Niere, der Harnwege (Harnröhrenentzündung, Harnblasenentzündung und zur Vorbeugung gegen das Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege),
  • der Geschlechtsorgane (Prostataentzündung, Donovanose) und
  • des Magen-Darm-Traktes (Typhus, Parathypus A, Parathypus B, Shigellen-Ruhr, Salmonellen-Enteritis

angewendet.

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Anwendung von Cotrim

Sofern ärztlich nicht anders verordnet, werden folgende Dosierungen empfohlen.

  • Für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene wird eine Tablette zwei mal täglich, jeweils morgens und abends empfohlen.
  • Kinder von 6 bis 12 Jahre nehmen eine halbe Tablette zwei mal täglich, jeweils morgens und abends nach dem Frühstück und Abendessen ein.
  • Erwachsene, Frauen, die das Medikament bei einer Harnblasenentzündung nur zur einmaligen Gabe anwenden, nehmen drei Tabletten ein.
  • Bei Jugendlichen und Erwachsenen, die bezwecken, das Medikament zur Vorbeugung gegen Wiederauftreten von Bakterieninfektionen der Harnwege einzunehmen, beträgt die Dosis eine Tablette.
  • Erwachsene mit Donovanose (Granuloma venereum) nehmen täglich eine Tablette ein.
  • Patienten, die unter einer Nierenfunktionsstörung leiden, müssen die geeignete Dosis unbedingt mit ihrem zuständigen Arzt besprechen.

Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Diese Nebenwirkungen sind besonders häufig:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verwirrtheit
  • Reaktionslosigkeit
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Schwindel
  • Durchfall
  • Hautausschlag
  • makulopapularer Ausschlag mit Pruritus (Hautjucken) bei AIDS-Patienten
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Milde Hautreaktionen

Vorsicht bei diesen Cotrim-Nebenwirkungen

Leider ist das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme von Cotrim nicht ausgeschlossen. Folgende sehr seltene Nebenwirkungen können akut lebensbedrohlich sein:

  • Bei Schleimhautentzündung des Darms (pseudomembranöse Enterokolitis) muss eine Beendigung der Anwendung durch den Arzt, abhängig von der Indikation erwogen und gegebenenfalls umgehend eine angemessene Behandlung eingeleitet werden.
  • Bei einer schweren akuten Überempfindlichkeit (anaphylaktischer Schock) muss die Anwendung umgehend abgebrochen und eine Notfallmaßnahme eingeleitet werden. Bei einer solchen Nebenwirkung muss sofort der Arzt informiert werden.

Besondere Warnhinweise bei Cotrim

Patienten mit Überempfindlichkeit gegen sulfonamid ähnliche Arzneistoffe, Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, Funktionsstörungen der Schilddrüse und möglichem Folsäuremangel sollten die Einnahme des Medikaments mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen. Dies gilt auch für Patienten, die andere Medikamente anwenden. Das Medikament ist nicht anzuwenden bei Vorliegen einer Erbkrankheit mit fragilem X-Chromosom in Kombination mit einer mangelnden geistigen Entwicklung bei Kindern und Patienten, die Ciclosporin infolge einer Nierentransplantation erhalten.

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