D-Fluoretten - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Bevor auf die Nebenwirkungen von D-Fluoretten eingegangen wird, ist ein kurzer Blick auf die Wirkweise hilfreich. D-Fluoretten ist ein Medikament, das die Wirkstoffe Colecalciferol-Trockenkonzentrat und Natriumfluorid enthält. Dabei wird das Medikament nur bei Säuglingen und Kindern in den ersten beiden Lebensjahren angewendet. Hier soll es zur Vorbeugung von Rachitis (einer Störung des Knochenstoffwechsels) und Karies eingenommen werden. Es gibt zwar keine sicheren Erkenntnisse über die Wirkungsweise der Wirkstoffe, jedoch wurden verschiedene ausgelöste Mechanismen in Erwägung gezogen. So kann es durch die Einnahme von D-Fluoretten zu einer Hemmung der Mikroorganismen im Zahnbelag kommen, welche Säure produzieren. Außerdem wird diskutiert, dass sich das Fluorid in den Zahnschmelz einbaut und somit eine höhere Widerstandsfähigkeit dieses gegen Säuren erfährt und eine Verbesserung des Mineralhaushaltes im Zahnschmelz erzielt wird.
Außerdem soll das Medikament bewirken, dass der Kalziumspiegel im Blut erhöht wird, wobei das Kalzium wiederum dem Knochenaufbau zur Verfügung steht.

Anwendung von D-Fluoretten

Säuglinge und Kinder unter zwei Jahren sollten eine Tablette täglich vor der Mahlzeit einnehmen. Hierbei kann die Tablette in Wasser aufgelöst werden, während sie bei Säuglingen direkt ins Fläschchen beigemengt werden kann. Beachten Sie unbedingt, dass nicht mehr als eine Tablette täglich eingenommen und, dass zusätzlich keine fluoridhaltige Zahnpasta verwendet wird. Des Weiteren wird auch über Lebensmittel und Getränke Fluorid eingenommen, was bei der Dosierung beachtet werden muss. Eine Überdosierung kann zu zahlreichen Nebenwirkungen führen. In diesem Fall müssen Sie sich umgehend mit Ihrem Arzt beziehungsweise dem Kinderarzt in Verbindung setzen. Die Behandlung unterliegt keiner am Beipackzettel festgelegten Dauer. Stattdessen informiert Sie der Arzt über die Behandlungsdauer.

Häufige Nebenwirkungen bei D-Fluoretten

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt, welche unter der Anwendung von D-Fluoretten auftreten. Vereinzelt wurde über Magen-Darm-Beschwerden, wie Durchfall, berichtet. Hierbei lässt sich nicht feststellen, ob es sich um eine tatsächliche Nebenwirkung handelt, da Kinder und Säuglinge in dieser Lebensphase oft aus verschiedensten Gründen an diesen leiden. Sollten Ihnen dennoch eine Nebenwirkung bei Ihrem Kind auffallen, informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Schwere Nebenwirkungen bei D-Fluoretten

Grundsätzlich sind bei der Einnahme von D-Fluoretten keine Nebenwirkungen und somit auch keine schwerwiegenden bekannt. Bei einer Überdosierung kann es jedoch zu Nebenwirkungen, wie Zahnverfärbungen oder Störungen des Knochenaufbaus kommen. Hierfür benötigt es jedoch eine langfristige Überdosierung. Bei einmaligem Vorkommen wird keine Nebenwirkung erwartet.

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

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Besondere Warnhinweise bei D-Fluoretten

D-Fluoretten ist einzig für die Einnahme von Kindern und Säuglingen vorgesehen. Achten Sie darauf, dass die täglich eingenommene Menge an Fluorid nicht zu hoch ist. Über Lebensmittel und Getränke wird dieses dem Körper zusätzlich zu D-Fluoretten zugeführt. Sollte Ihr Kind an einem zu hohen Kalziumgehalt im Blut oder einer Allergie gegen Colecalciferol, Natriumfluorid oder einen anderen Bestandteil des Präparats leiden, sehen Sie von der Anwendung ab oder besprechen Sie sich mit dem Kinderarzt, um eine Nebenwirkung zu vermeiden.

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