Emesan - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Emesan wird als Prophylaxe und zur symptomatischen Therapie gegen Übelkeit und Erbrechen verwendet, beispielsweise als Anwendung gegen die Reisekrankheit. Emesan enthält Diphenhydraminhydrochlorid, welches ein H1-Rezeptor-Antagonist ist und sich sehr gut in Wasser löst. Daher ist die Verteilung im Organismus rasch und überwindet auch die Bluthirnschranke.

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Anwendung von Emesan

Die Dosierung von Emesan ist abhängig von Alter und Gewicht des Patienten.

  • Kinder zwischen 6 und 12 Jahren sollten 1- bis 2-mal täglich je eine halbe Tablette zu sich nehmen (dies entspricht 25- 50 mg Diphenhydraminhydrochlorid täglich).
  • Kinder über 12 Jahren und Jugendliche können 1- bis 2-mal täglich eine ganze Tablette einnehmen (dies entspricht 50 – 100 mg Diphenhydraminhydrochlorid täglich).
  • Erwachsene können bis zu 3-mal täglich eine Tablette zu sich nehmen (dies entspricht 50 – 150 mg Diphenhydraminhydrochlorid täglich). Zwischen den Einzeldosen sollte dabei ein Zeitabstand von 4 bis 6 Stunden eingehalten werden.

Die Tabletten sollten unzerkaut und schnell mit Flüssigkeit hinuntergeschluckt werden, um den spezifischen Eigengeschmack von Emesan zu vermeiden. Wenn das Medikament als Prophylaxe eingenommen wird, sollte es 30 Minuten vor Reiseantritt und besser erst nur in der altersentsprechenden niedrigsten Dosis verabreicht werden. Sollten dennoch akute Symptome auftreten, kann auf Tageshöchstdosis erhöht werden. Die Dauer der Therapie sollte so kurz wie möglich gehalten werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden. Bei anhaltender Übelkeit und Erbrechen sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden.

Müdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsstörungen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Der Wirkstoff wirkt direkt auf das Zentrale Nervensystem, wodurch eine Reihe von Nebenwirkungen auftreten können:

  • Müdigkeit
  • Benommenheit
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindel
  • Muskelschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Mundtrockenheit
  • Herzrasen
  • Verstopfung
  • Rückfluss des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre (gastroösophagealer Reflux)
  • Sehstörungen
  • Probleme beim Wasserlassen

Vorsicht bei diesen Emesan-Nebenwirkungen

Diese schweren Nebenwirkungen können auftreten:

  • erhöhter Augeninnendruck
  • Darmlähmung als Nebenwirkung auftreten.
  • Bewusstseinstrübungen bis hin zum Koma
  • Atemdepression bis hin zu Atemstillstand
  • Angstzustände und Halluzinationen
  • Erregungszustände bis hin zu Krampfanfällen
  • Tachykardie
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schock und Kreislaufstillstand

Besondere Warnhinweise bei Emesan

Emesan darf nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit eingenommen werden, ebenfalls nicht, wenn eine Schwangerschaft geplant ist. Der Wirkstoff steht unter Verdacht, teils schwere Missbildungen zu verursachen. Zudem wurde bei Neugeborenen 2 bis 8 Tage nach der Geburt Entzugserscheinungen beobachtet, wenn Diphenhydraminhydrochlorid über einen längeren Zeitraum während der Schwangerschaft eingenommen wurde.

Es darf kein Alkohol während der Behandlung und nicht in Kombination mit anderen zentral dämpfenden Medikamenten eingenommen werden, da es zu einer gegenseitigen Verstärkung und Veränderung der Wirkung in teilweise in unvorhersehbarer Art und Weise kommen kann. In Kombination mit blutdrucksenkenden Mitteln kann es zu verstärkter Müdigkeit führen. Das Medikament darf nicht zusammen mit Monoaminoxidase-Hemmern oder Medikamenten, die ebenfalls Diphenhydramin enthalten, eingenommen werden. Bei einer eingeschränkten Leber- oder Nierenfunktion sollte niedrigste Dosis verwendet werden. Das Medikament enthält Lactose, daher sollte es bei hereditären Galactose-Intoleranz, Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption Emesan nicht eingenommen werden. Diphenhydramin kann wie andere H1-Rezeptor-Antagonisten das QT-Intervall im EKG verlängern. Während der Schwangerschaft und Stillzeit darf Emesan keinesfalls eingenommen werden.

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