Esbriet - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Esbriet  ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das bei Erwachsenen zur Behandlung von leichter bis mittelschwerer idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) eingesetzt wird. Diese Krankheit ist gekennzeichnet durch eine unerklärbare vermehrte Bildung von Bindegewebe in der Lunge, welches sich verhärtet und vernarbt. Patienten haben in Folge mit einer eingeschränkten Lungenfunktion zu kämpfen. Das Arzneimittel enthält den Wirkstoff Pirfenidon und gehört zu der Gruppe der Antifibrotika. Esbriet trägt dazu bei, die Vernarbung und Verdickung des Lungengewebes zu verringern und erleichtert dadurch die Atmung. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Esbriet ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Esbriet

Das Arzneimittel wird in steigenden Dosen wie folgt eingenommen: Tag 1 – Tag 7: dreimal täglich eine Dosis von 267 mg zu den Mahlzeiten (Insgesamt 801 mg/Tag). Tag 8 – Tag 14: dreimal täglich eine Dosis von 534 mg zu den Mahlzeiten (Insgesamt 1602 mg/Tag). Ab Tag 15: dreimal täglich eine Dosis von 801 mg zu den Mahlzeiten (Insgesamt 2403 mg/Tag). 

Schlucken Sie das Arzneimittel als Ganzes mit etwas Wasser während oder nach einer Mahlzeit, um das Risiko für Nebenwirkungen wie Übelkeit und Schwindel zu verringern.

Bei auftretenden Nebenwirkungen wie z. B. Hautausschlägen oder Magen-Darm-Beschwerden werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Übelkeit, Hautausschlag, Durchfall - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Hautreaktionen nach Aufenthalt in der Sonne oder Anwendung von UV-Lampen 
  • Übelkeit 
  • Durchfall
  • Müdigkeit 
  • Verdauungsstörung 
  • Magenverstimmung 
  • Appetitlosigkeit 
  • Kopfschmerzen

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Rachen- oder Atemwegsentzündung
  • Nebenhöhlenentzündung  
  • Blaseninfektion 
  • Gewichtsverlust 
  • Schlafstörungen 
  • Schwindel 
  • Schläfrigkeit 
  • Geschmacksveränderungen 
  • Hitzewallungen 
  • Kurzatmigkeit 
  • Husten 
  • Magen-Darm-Beschwerden 
  • Bluttests können erhöhte Spiegel von Leberenzymen zeigen 
  • Hautprobleme 
  • Muskelschmerzen
  • Gelenkschmerzen 
  • Schwächegefühl  
  • Schmerzen im Brustkorb 
  • Sonnenbrand

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Esbriet

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Anschwellen von Gesicht, Lippen und/oder Zunge
  • Atemnot 
  • Pfeifende Atemgeräusche

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Esbriet auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Bluttests können eine Abnahme von weißen Blutkörperchen zeigen
  • Gelbfärbung der Augen oder der Haut
  • Dunkles Urin

Vorsicht bei diesen Esbriet-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Anschwellen von Gesicht, Lippen und/oder Zunge
  • Atemnot 
  • Pfeifende Atemgeräusche 

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Esbriet sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Esbriet

Esbriet stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwere Leberfunktionsstörung und/oder Leberinsuffizienz
  • Schwerer Nierenfunktionsstörung und/oder dialysepflichtige Niereninsuffizienz
  • Vorgeschichte einer schweren allergischen Reaktion bei Pirfenidon-Einnahme
  • Gleichzeitige Anwendung von Fluvoxamin (Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen)

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