Esomeprazol - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Esomeprazol ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Magengeschwüren, Geschwüren im Verdauungstrakt, zur Vorbeugung einer Geschwürblutung, bei Speiseröhrenentzündungen, Sodbrennen, saures Aufstoßen oder zur Bekämpfung gegen Helicobacter Pylori (in Kombinationstherapie) eingesetzt wird. Es enthält den gleichnamigen Wirkstoff Esomeprazol und gehört zu der Gruppe Protonenpumpenhemmer. Der Wirkstoff hemmt die Ausschüttung von Magensäure aus den so genannten Belegzellen der Magenschleimhaut. Er blockiert dort eine bestimmte Stelle, die über einen Pumpmechanismus für die Freisetzung der Magensäure verantwortlich ist.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Esomeprazol ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Esomeprazol

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1-mal täglich 1 Tablette Esomeprazol verordnet.

Patienten mit einer Leberfunktionsstörung: Sie müssen in Absprache mit Ihrem Arzt eventuell die Einzel- oder die Gesamtdosis reduzieren oder den Dosierungsabstand verlängern.

Soll nicht zerkaut werden. Soll nicht zerdrückt werden. Kapsel kann geöffnet werden. Inhalt darf nicht zerkaut werden. Inhalt darf nicht zerbrochen/zerkleinert werden.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen, wie beispielsweise in Kombinationstherapie gegen Helicobacter pylori, werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird immer Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

Kopfschmerzen, Magenerkrankungen, Darmerkrankungen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Esomeprazol Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Gewichtszunahme gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Kopfschmerzen
  • Magenerkrankungen
  • Darmerkrankungen
  • Durchfall
  • Magenschmerzen
  • Verstopfung
  • Blähungen
  • Übelkeit
  • Erbrechen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Esomeprazol

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Schwellung der Füße und Fußknöchel
  • Schlafstörungen
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindel
  • Kribbelgefühl
  • Schläfrigkeit
  • Drehschwindel (Vertigo)
  • Mundtrockenheit
  • Abweichungen bei Bluttests zur Bestimmung der Leberwerte
  • Hautausschlag
  • Nesselausschlag
  • Juckreiz
  • Frakturen der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Esomeprazol auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Verminderung der weißen Blutkörperchen oder der Blutplättchen
  • Schwächezustände
  • Blaue Flecken auf der Haut
  • Verminderte Mengen an Natrium im Blut
  •  Schwächezustände
  •  Erbrechen
  • Krämpfe
  • Unruhe
  • Verwirrtheit
  • Depression
  • Geschmacksstörungen
  • Sehstörungen
  • Verschwommenes Sehen
  • Plötzlich auftretende pfeifende Atmung oder Kurzatmigkeit (Bronchialkrämpfe)
  • Entzündungen im Mund
  • Infektionen, die als „Soor“ bezeichnet werden, den Darm betreffen und von einer Pilzinfektion herrühren
  • Leberprobleme
  • Gelbsucht, die zu Gelbfärbung der Haut
  • Dunkler Urin
  • Müdigkeit
  • Haarverlust
  • Hautausschlag unter Sonneneinwirkung
  • Gelenkschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • Generelles Unwohlsein
  • Antriebslosigkeit
  • Verstärktes Schwitzen
  • Veränderung der Anzahl von Blutzellen einschließlich Verlust weißer Blutkörperchen
  • Aggressivität
  • Dinge sehen, fühlen und hören, die nicht real sind (Halluzinationen)
  • Schwere Leberprobleme
  • Leberversagen
  • Hirnhautentzündung
  • Plötzliches Auftreten von schwerem Hautausschlag mit Bläschenbildung oder Schälen der Haut. Möglicherweise in Verbindung mit hohem Fieber und Gelenkschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Schwere Nierenprobleme
  • Vergrößerung der männlichen Brust
  • Niedrige Spiegel von Magnesium im Blut
  • Ermüdung
  • Unwillkürliche Muskelspannungen
  • Verwirrtheit
  • Krämpfe
  • Schwindel
  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Erniedrigung des Calciumspiegels im Blut
  • Entzündung im Darm

Vorsicht bei diesen Esomeprazol-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Plötzlich auftretende pfeifende Atmung
  • Schwellung der Lippen, der Zunge, des Halses oder an anderer Stelle des Körpers
  • Hautausschlag
  • Ohnmacht
  • Schluckbeschwerden
  • Hautrötung mit Bläschenbildung oder Schälen der Haut
  • Bläschenbildung der Haut
  • Blutungen an den Lippen, den Augen, dem Mund, der Nase und den Genitalien
  • Gelbfärbung der Haut
  • Dunkler Urin
  • Müdigkeit

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion, eines Stevens-Johnson-Syndroms oder einer Lebererkrankung  sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Esomeprazol sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Esomeprazol

Esomeprazol stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Bestehende, bekannte Allergien gegen die Inhaltsstoffe
  • Allergien gegen andere Arzneimittel dieser Art (Pantoprazol, Lansoprazol, Rabeprazol, Omeprazol)
  • HIV Infektionen, welche mit Nelfinavir behandelt werden
  • Leberfunktionsstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Ungewöhnliche Gewichtsabnahme
  • Schluckprobleme
  • Magenschmerzen
  • Verdauungsstörungen
  • Erbrechen
  • Erbrechen von Blut
  • Schwarzer Stuhl (Teerstuhl)

Mit folgenden Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten:

  • Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion (Atazanavir)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Ketoconazol, Itraconazol oder Voriconazol)
  • Arzneimittel zur Krebsbehandlung (Erlotinib)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen (Citalopram, Imipramin oder Clomipramin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Angstzuständen, zur Entspannung der Muskeln oder bei Epilepsie (Diazepam)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie (Phenytoin)
  • Arzneimittel zur Blutverdünnung (Warfarin)
  • Arzneimittel zur Behandlung der sogenannten Schaufensterkrankheit (Cilostazol)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Verdauungsstörungen und Sodbrennen (Cisaprid)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzerkrankungen (Digoxin)
  • Chemotherapeutika zur Krebsbehandlung (Methotrexat)
  • Arzneimittel zur Unterdrückung des Immunsystems (Tacrolimus bei Organtransplantation)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Tuberkulose (Rifampicin)
  • Arzneimittel zur Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln (Clopidogrel)
  • Johanniskrautpräparate zur Behandlung von Depressionen

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Weitere Hinweise:

  • Kinder unter 12 Jahren: Das Arzneimittel sollte in dieser Altersgruppe in der Regel nicht angewendet werden.
  • Jugendliche von 12 bis 18 Jahren: In dieser Altersgruppe sollte das Arzneimittel nur bei bestimmten Anwendungsgebieten eingesetzt werden

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