Evista - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Evista ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Osteoporose bei Frauen während und nach den Wechseljahren eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Raloxifen und gehört zu der Gruppe selektive Östrogen- Rezeptor -Modulatoren. Raloxifen hemmt bestimmte Zellen (Osteoklasten) daran den Knochen abzubauen und trägt zur Verminderung des Knochenschwundes bei. Durch Raloxifen werden schmerzhafte Wirbelkörpereinbrüche reduziert.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Raloxifen ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Evista

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1-mal täglich 1 Tablette Raloxifen verordnet.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Hitzewallungen, Grippeähnliche Beschwerden, Magen-Darmbeschwerden - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Hitzewallungen
  • Grippeähnliche Beschwerden
  • Magen-Darmbeschwerden
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsstörungen
  • Erhöhter Blutdruck

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Kopfschmerzen
  • Migräne
  • Wadenkrämpfe
  • Flüssigkeitsansammlungen in Armen und Beinen (Ödeme)
  • Gallensteine
  • Hautausschlag
  • Brustschmerzen
  • Brustvergrößerung
  • Erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Brust

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Evista

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Erhöhtes Risiko für die Bildung von Blutgerinnseln in Beinen, in Lunge, Augen und Venen
  • Schlaganfall
  • Erniedrigte Anzahl der Blutplättchen

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Evista auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Erhöhung der Leberenzyme im Blut

Vorsicht bei diesen Evista-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können.

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

Laut Beipackzettel sind keine schweren Nebenwirkungen bekannt.

Besondere Warnhinweise bei Evista

Evista stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Bewegungseinschränkunge aufgrund von Operationen
  • Schlaganfall
  • Leberfunktionsstörungen
  • Brustkrebs
  • Patientinnen, die mit Östrogenen behandelt werden
  • Erhöhte Cholesterinwerte

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