Famenita - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Famenita ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Zyklusstörungen, unregelmäßigem Menstruationszyklus und als Hormonersatztherapie in der Menopause bei Frauen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Progesteron und gehört zu der Gruppe Hormopräparate. Progesteron greift regulierend in den Hormonhaushalt der Frau ein und reguliert dadurch viele körperlichen Vorgänge.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Famenita ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Famenita

Bei unregelmäßigem Menstruationszyklus wird eine Tagesdosis von 200 bis 300 mg Progesteron empfohlen, die als eine oder als zwei Dosen angewendet wird. Nehmen Sie 1-mal täglich 1 Kapsel Famenita ein.

Nehmen Sie die Kapseln am Besten abends vor dem Schlafengehen. Die zweite Einnahme sollte am Morgen erfolgen. Die Einnahme sollte mit einem Schluck Wasser erfolgen. Die Kapseln können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen (Beschwerden der Menopause) oder Altersgruppen (wie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Änderungen im Menstruationszyklus, Ausbleiben der Regelblutung, Zwischenblutungen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Famenita Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Müdigkeit, Schwindelgefühl, Schwangerschaft, Juckreiz und Durchfall gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  •  Änderungen im Menstruationszyklus
  • Ausbleiben der Regelblutung
  • Zwischenblutungen
  • Kopfschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Famenita

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Schmerzende Brüste
  • Schläfrigkeit
  • Vorübergehendes Schwindelgefühl
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Gelbfärbung der Haut und der Augen (Gelbsucht)
  • Juckreiz
  • Akne

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Famenita auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Übelkeit
  • Depression
  • Nesselsucht
  • Vermehrte Einlagerung von Pigment in die Haut (Haut stärker gebräunt)
  • Thrombosen
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Erkrankungen der Gallenblase
  • Hauterkrankungen
  • Vielfältige Hautrötungen
  • Demenz

Vorsicht bei diesen Famenita-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Verschlechtertes Sehen
  • Doppeltsehen
  • Verletzung der Netzhautgefäße im Auge
  • Thrombose, egal an welcher Körperstelle
  • Starke Kopfschmerzen
  • Ausbleiben der Regelblutung

Diese Symptome können u. a. Anzeichen von akuten Augenerkrankungen und Störungen in der Blutgerinnung sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Famenita sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Famenita

Famenita stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Nicht abgeklärte Vaginalblutungen
  • Schwere Leberfunktionsstörungen
  • Lebertumore
  • Bösartige Tumore in Brust oder Genitalorganen
  • Bekannte Gefäßverschlüsse (thromboembolische Erkrankungen)
  • Hirnblutungen
  • Störungen in der der Bildung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Schwangerschaft und Stillzeit

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