Fampyra - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Fampyra ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung zur Unterstützung der Gehfähigkeit von erwachsenen Patienten bei Gehbehinderung im Zusammenhang mit Multipler Sklerose eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Fampridin und gehört zu der Gruppe der  Kaliumkanalblocker. Fampyra verhindert den Austritt von Kalium aus den geschädigten Nervenzellen. Es wird angenommen, dass dieses Arzneimittel wirkt, indem es die Signalübertragung durch die Nerven normalisiert, so dass Sie besser gehen können. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Fampyra ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

Inhalte

Jetzt NEU: Dein persönlicher MedWatcher für mehr SIcherheit im Leben

Bis zu 5 Medikamente überwachen
Automatische Sicherheitshinweise
Individuelle Nebenwirkungs-Profile
Vergleich mit anderen Patienten
Jederzeit Online-Hilfe bei Fragen
 

Anwendung von Fampyra

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 2-mal täglich 1 Tablette Fampyra zu 10 mg verordnet. 

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Harnwegsinfektionen, Brennen beim Wasserlassen, häufiges Wasserlassen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Harnwegsinfektionen
  • Brennen beim Wasserlassen
  • Vermehrtes Wasserlassen

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Gefühl des Schwankens
  • Schwindelgefühl
  • Kopfschmerzen
  • Schwäche
  • Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Angst
  • Tremor (leichtes Zittern)
  • Taubheit
  • Kribbeln der Haut
  • Halsschmerzen
  • Atemschwierigkeiten 
  • Kurzatmigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verstopfung
  • Magenverstimmung
  • Rückenschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Fampyra

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Krampfanfall

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Fampyra auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Laut Beipackzettel sind keine seltenen Nebenwirkungen bekannt.

Vorsicht bei diesen Fampyra-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Krampfanfall
  • Schwellung von Gesicht, der Lippen und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Fampyra sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt. 

Besondere Warnhinweise bei Fampyra

Fampyra stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Ältere Patienten
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Bekanntes Krampfleiden
  • Nierenerkrankungen
  • Patienten, die das Arzneimittel Cimetidin anwenden
  • Herzklopfen
  • Infektionen
  • Patienten, die einen Gehstock verwenden

Inhalte

NEU: Dein persönlicher MedWatcher für mehr SIcherheit im Leben

Bis zu 5 Medikamente überwachen
Automatische Sicherheitshinweise
Individuelle Nebenwirkungs-Profile
Vergleich mit anderen Patienten
Jederzeit Online-Hilfe bei Fragen
 

Meine Nebenwirkung online melden

Sie leiden unter Nebenwirkungen durch eines Ihrer Medikamente oder haben einen Verdacht? Melden Sie Ihre Beschwerden jetzt diskret online und tragen Sie aktiv zur Arzneimittelsicherheit für sich und andere bei.

Ihre Daten werden zu 100% vertraulich behandelt