Fortecortin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Fortecortin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung unterschiedlicher Erkrankungen wie z.B. Asthma, Rheuma oder Hirnschwellungen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Dexamethason und gehört zu der Gruppe der künstlichen Glucocorticoide (Hormone aus der Nebennierenrinde). Es wirkt stark entzündungshemmend, beeinflusst das Abwehrsystem des Körpers und wirkt lokalen Wasseransammlungen (Ödemen) entgegen. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Fortecortin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Fortecortin

Bei schweren Krankheitsbildern (z.B. Rheuma) beginnt die Behandlung üblicherweise mit 4-16 mg Fortecortin. Anschließend wird mit einer geringeren Dosis fortgesetzt.

Nehmen Sie die Tabletten zu oder nach dem Essen unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit ein. Die Tagesdosis sollte, wenn möglich, als Einzeldosis morgens eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen (Hirnschwellungen, Asthma, Hautkrankheiten etc.)  und Altersgruppen werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Häufige Nebenwirkungen bei Fortecortin

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

Laut Beipackzettel sind keine häufigen Nebenwirkungen bekannt.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Fortecortin

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Fortecortin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

Laut Beipackzettel sind keine gelegentlichen Nebenwirkungen bekannt.

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Fortecortin folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Erhöhtes Infektionsrisiko
  • Verschleierung von Infektionen
  • Blutbildveränderungen
  • Vollmondgesicht
  • Stammfettsucht 
  • Funktionseinschränkung der Nebennierenrinde
  • Wassereinlagerung im Körper
  • Vermehrte Kaliumausscheidung
  • Gewichtszunahme
  • Erhöhung des Blutzuckers
  • Erhöhung der Blutfettwerte
  • Appetitzunahme
  • Psychische Störungen wie Depressionen
  • Gereiztheit
  • Innere Unruhe
  • Schlafstörungen 
  • Selbstmordgedanken 
  • Epileptische Krämpfe
  • Verschwommenes Sehen
  • Vermehrtes Auftreten von Augeninfektionen
  • Blutdruckanstieg
  • Erhöhtes Risiko für Gerinnsel in Arterien und Venen 
  • Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre
  • Magenblutungen
  • Magenbeschwerden
  • Hautveränderungen
  • Vermehrte Körperbehaarung
  • Muskel- oder Sehnenbeschwerden
  • Erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose)
  • Wachstumsverzögerung bei Kindern
  • Störungen der Regelblutung
  • Impotenz

Vorsicht bei diesen Fortecortin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Hautausschlag 
  • Atemnot
  • Herzrasen 
  • Hoher oder zu niedriger Blutdruck
  • Selbstmordgefährdung 
  • Sehstörungen
  • Epileptische Krämpfe

Diese Symptome können u. a. Anzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen oder eines allergischen Schocks sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Fortecortin

Fortecortin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Magen-Darm-Geschwüren
  • Ausgeprägter Knochenbrüchigkeit (Osteoporose)
  • Psychische Störungen
  • Pilzinfektionen innerer Organe 
  • Kinder unter 12 Jahren 
  • Schwangerschaft und Stillzeit 
  • Schwere Dickdarmentzündung 
  • Nach bestimmten Darmoperationen
  • Schwere Herzschwäche

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