Fraxiparin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Fraxiparin ist ein Medikament, das den Wirkstoff Nadroparin-Calcium enthält. Es gehört zur Gruppe der sogenannten Antithrombotika. Diese unterstützen die Behandlung und Vorbeugung von Thrombosen. Dabei wird es besonders zur Prophylaxe verschiedener Thrombosen, wie der Venenthrombose, angewendet. Auch bei größeren orthopädischen Operationen, wie einer Hüftoperation, oder zur Therapie tiefer Venenthrombosen wird Fraxiparin verschrieben.

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Anwendung von Fraxiparin

Je nach Art der Behandlung und Körpergewicht wird eine unterschiedliche Dosierung der Injektionslösung vorgeschrieben, weswegen diese auch von den Angaben im Beipackzettel abweichen kann. Als perioperative Thromboseprophylaxe,also Vorbeugung von Thrombosen vor einer Operation, werden mindestens 0,2 und maximal 0,6 Milliliter pro Tag injiziert. Dabei beginnt die Anwendung vor der Operation und wird je nach Bereich mindestens sieben oder zehn Tage lang fortgesetzt. Grundsätzlich wird Fraxiparin verabreicht bis das Risiko für eine Thrombose nach der Operation vergeht.
Zur Behandlung tiefer Venenthrombosen wird das Medikament wiederum zweimal am Tag injiziert. Je nach Körpergewicht beträgt die Dosierung zwischen 0,4 und 0,9 Milliliter zweimal täglich. Wie lange die Anwendung zu erfolgen hat, wird von Ihrem Arzt festgelegt.

Blutgerinnsel, Hämatome, Blutarmut - Die häufigsten Nebenwirkungen

Sehr häufig sind diese Nebenwirkungen:

  • Blutgerinnsel
  • leichte Hämatome an der Einstichstelle mit Knötchen
  • Blutungen
  • Blutungskomplikationen an der Haut, den Schleimhäuten, Wundenn und am Magen-Darm- und Urogenitaltrakt
  • Blutarmut
  • Anstieg der Leberwerte
  • Anstieg der Kalium-Konzentrationen im Blut

Vorsicht bei diesen Fraxiparin-Nebenwirkungen

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme von Fraxiparin nicht ausgeschlossen:

  • Schwere allergische Reaktionen mit Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Kopfschmerzen, Nesselsucht (Urtikaria) und Hautjucken (Pruritus)
  • Atemnot (Dyspnoe)
  • Überempfindlichkeitsreaktion mit Verkrampfung der oberen Luftwege (Bronchospasmus)
  • Blutdruckabfall
  • Anaphylaktischer Schock

Besondere Warnhinweise bei Fraxiparin

Unter bestimmten Umständen ist besondere Vorsicht vor der Anwendung von Fraxiparin geboten. Zu diesen gehören unkontrollierbarer Bluthochdruck (Hypertonie) oder Gefäßerkrankungen in den Augen. Des Weiteren darf die Injektion nie in einen Muskel oder die Vene erfolgen. Darüber hinaus wird die Verwendung von diesem Medikament sowohl bei Kindern als auch bei Frauen während der Schwangerschaft oder in der Stillzeit nicht empfohlen. Ältere Personen können es wiederum ohne Probleme injiziert bekommen. Lediglich die Nierenfunktion muss zuvor geprüft werden, da andernfalls unterschiedliche Komplikationen und Nebenwirkungen auftreten können.

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