Gabapentin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Gabapentin wird zur Behandlung von Epilepsie und peripheren neuropathischen Schmerzen eingesetzt. Neuropathische Schmerzen sind Schmerzen, die durch Schädigungen der Nerven verursacht werden und lange anhalten. Das Medikament enthält den Wirkstoff Gabapentin. Das Medikament wird zur Unterstützung der Epilepsie Behandlung oder auch als alleinige Behandlung eingesetzt.

Anwendung von Gabapentin

Bitte nehmen Sie das Medikament immer genau nach der Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers ein. Falls Ihr Arzt es Ihnen nicht anders verordnet hat, erfolgt die Anwendung des Medikaments der Anweisung in dem Beipackzettel.

  • Bei Epilepsie beträgt die übliche Dosis für Erwachsene und Jugendliche zu Beginn etwa 300 mg bis 900 mg pro Tag, jeweils morgens, mittags, abends. Anschließend kann die Dosis, je nach Verordnung des Arztes, bis zu einer maximalen Dosis von 3.600 mg pro Tag erhöht werden.
  • Für Kinder im Alter von sechs Jahren und jünger wird die Dosis vom Arzt festgelegt. Das Körpergewicht ist dabei entscheidend. Die Dosis pro Körpergewicht und pro Tag beträgt bei der Behandlung von Epilepsie 25 bis 35 mg. Die Einnahme erfolgt morgens, nachmittags und abends. Bei peripheren neuropathischen Schmerzen beträgt die Anfangsdosis 300-900 mg pro Tag. Anschließend kann die Dosis bis zu maximal 3.600 mg erhöht werden.

Virusinfektionen, Schwindel, Müdigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Genau wie die Einnahme aller anderen Medikamente, kann auch die Einnahme von Gabapentin zu Nebenwirkungen führen. Sehr häufig kommt es zu einer der folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Virusinfektionen
  • Benommenheit
  • Schwindelgefühl
  • fehlende Koordination
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Infektionen der Atemwege
  • Ohrenentzündungen
  • Denkstörungen
  • trockene Nase
  • Akne
  • Gewichtszunahme
  • Angst
  • Nervosität
  • aggressives Verhalten
  • Stimmungsschwankungen
  • verschwommenes Sehen
  • Doppeltsehen
  • Verstopfungen und Verdauungsstörungen
  • trockener Mund oder Hals
  • Blähungen
  • Rückenschmerzen
  • Muskelzucken
  • Gefäßerweiterungen
  • Erröten
  • hoher Blutdruck
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Harnwegsinfektionen
  • Appetitlosigkeit
  • gesteigerter Appetit
  • Erbrechen
  • Übelkeit
  • Verwirrtheit
  • Depressionen
  • Halsentzündungen.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Gabapentin

  • Husten
  • Zahnfleischentzündungen
  • Blutergüsse
  • Juckreiz
  • Gelenkschmerzen
  • Erektionsstörungen

Schwere Nebenwirkungen bei Gabapentin

Bei der Einnahme dieses Medikaments kann es zu einer schwerwiegenden Nebenwirkung kommen:

  • Lungenentzündungen
  • schwere allergische Reaktionen
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
  • Leberentzündungen
  • akutes Nierenversagen
  • verminderte Zahl der Blutplättchen
  • Gelbfärbung von Haut und Augen (Gelbsucht)

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
  • Arzneimittelsicherheit verbessern
  • Mitmenschen schützen

Besondere Warnhinweise bei Gabapentin

Das Medikament darf nicht eingenommen werden, wenn Sie gegen einen der Bestandteile allergisch sind. In der Schwangerschaft darf das Medikament nicht eingenommen werden. Während der Einnahme des Medikaments müssen Frauen im gebärfähigen Alter eine sichere Verhütungsmethode anwenden. Wenn Sie stillen, sollten Sie vor der Einnahme des Medikaments Ihren Arzt um Rat fragen. Besondere Vorsicht gilt bei der Einnahme, wenn Sie unter Nierenproblemen leiden oder in Hämodialyse-Behandlung sind. Eine geringe Anzahl von Patienten hatten Gedanken sich das Leben zu nehmen. Bitte wenden Sie sich bei solchen Gedanken unbedingt an Ihren Arzt.

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