Humira - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Humira enthält den Wirkstoff Adalimumab. Adalimumab ist ein monoklonarer Antikörper. Vereinfacht gesagt sind monoklonare Antikörper Eiweiße, die zielgerichtet Strukturen im Körper binden. Adalimumab hat das Eiweiß Tumornekrosefaktor-Alpha (TNF) zum Ziel. Dieses Eiweiß beteiligt sich an der körperlichen Abwehrreaktion. Humira wird bei Krankheiten angewendet, bei denen TNF-Menge zu hoch ist. Die Einnahme ist aufgrund einer möglichen Nebenwirkung mit Vorsicht zu beachten.

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Anwendung von Humira

Humira wird als Fertigspritze oder Pen verabreicht und je nach Krankheit unterschiedlich und mit Absprache des zuständigen Arztes dosiert. Die Empfehlungen laut Beipackzettel lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Erwachsene mit rheumatoider Arthritis, Psoriasis-Arthritis, ankylosierender Spondylitis oder mit axialer Spondyloarthritis ohne nachweisbarer Verknöcherung im Röntgenbild und Patienten mit Psoriasis Arthritis erhalten alle zwei Wochen eine Einzeldosis von 40 mg.
  • Bei Kleinkindern/Kindern/Jugendlichen mit polyartikulärer juveniler idiopathischer Arthritis (chronischer entzündlicher Erkrankung der Gelenke) ist die Dosis abhängig von Alter und Körpergewicht. Selbiges gilt für Plaque-Psoriasis.
  • Im Alter von 13-17 Jahren beträgt die Dosis alle zwei Wochen 40 mg.
  • Erwachsene mit Hidradenitis suppurativa erhalten anfangs eine Dosis von 160 mg in Form, zwei Wochen später 80 mg bis hin zu 40 mg.
  • Kinder/Jugendliche mit Morbus Crohn sind üblicherweise mit 40 mg zu dosieren, zwei Wochen später 20 mg. Bei einem Gewicht von 40 kg oder mehr ist mit 80 mg anzufangen, zwei Wochen später mit 40 mg fortzufahren.
  • Die Dosis Erwachsener mit Colitis ulcerosa beträgt anfangs 160 mg, zwei Wochen später 80 mg bis hin zu 40 mg.
  • Erwachsene mit nicht infektiöser Uveitis erhalten anfangs 80 mg, eine Woche später 40 mg bis hin zu 40 mg.

Erbrechen, Muskel- und Knochenschmerzen - Die häufigsten Nebenwirkungen

Das Medikament kommt leider nicht ohne Nebenwirkung aus. Sehr häufige Nebenwirkungen von Humira sind:

  • Reaktionen an der Injektionsstelle
  • Infektionen der Atemwege
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Hautausschlag
  • Muskel- und Knochenschmerzen
  • Infektionen der Haut, des Ohrs, des Mundes, der Fortpflanzungsorgane, Gelenke, Harnwege
  • Pilzinfektionen
  • allergische Reaktionen
  • Dehydration
  • Ödeme
  • Fieber
  • Muskelkrämpfe
  • Blut im Urin

Vorsicht bei diesen Humira-Nebenwirkungen

  • schwere Infektionen
  • Hautkrebs
  • Angststörungen
  • Schlafstörungen
  • Nierenprobleme
  • Sehstörungen

Besondere Warnhinweise bei Humira

Bei allergischen Reaktionen im Zusammenhang mit dem Medikament muss umgehend ein Arzt kontaktiert werden. Während der Behandlung ist als Nebenwirkung eine größere Wahrscheinlichkeit möglich, an Infektionen zu erkranken. Gab es in der Krankheitsgeschichte Tuberkulose oder stand der Patient in Kontakt mit Tuberkulose-Patienten, muss dies dem Arzt vor der Anwendung mitgeteilt werden. Dies gilt ebenfalls für das Hepatitis-B-Virus. Eine Herzschwäche ist vor der Behandlung dem Arzt mitzuteilen. Gleiches gilt bei Einnahme von Azathioprin oder 6-Mercaptopurin. Bei einer Hautveränderung muss ebenfalls unverzüglich der Arzt informiert werden.

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