Ibuprofen - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Ibuprofen ist ein rezeptpflichtiges sowie auch rezeptfreies Medikament, das zur Behandlung des Schmerzen, Entzündungen und Fieber eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Ibuprofen und gehört zu der Gruppe Schmerzmittel(Analgetika). Ibuprofen hemmt die Bildung von Botenstoffen für die Schmerzweiterleitung im Körper. Fehlen diese Botenstoffe verschwinden Schmerzen, Entzündungen, Schwellungen und Fieber. 

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Ibuprofen ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Ibuprofen

Zu Therapiebeginn wird 1-mal täglich 1 Tablette zu 400 mg verordnet. Gegebenenfalls kann die Dosis auf 1200 mg täglich erhöht werden.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Um Ihren Magen zu schützen, sollte keine Einnahme auf nüchternen Magen erfolgen. Nehmen Sie Ibuprofen daher zu oder nach dem Essen ein.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (wie Kinder unter 6 Jahren bzw. unter 20 kg) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Sodbrennen, Bauchschmerzen, Übelkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Ibuprofen Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Leber, Ausschlag, Schwitzen, Magen, Herz, Haut, Niere und Blut im Stuhl gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Beschwerden im Magen-Darmbereich
  • Sodbrennen
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Leichte Magen- Darmblutungen
  • Blutarmut bedingt durch Blutungen
  • Schwindel 
  • Müdigkeit

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Ibuprofen

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Geschwüre im Magen-Darmtrakt, in einigen Fällen mit Blutung und Durchbruch
  • Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung
  • Verschlimmerung von entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis und Morbus Crohn)
  • Magenschleimhautentzündung
  • Kopfschmerzen
  • Kribbelgefühl
  • Überempfindlichkeitsreaktionen mit Ausschlag, Juckreiz und Asthmaanfällen
  • Hautausschläge
  • Nesselsucht
  • Juckreiz auf der Haut
  • Schnupfen
  • Angstgefühl
  • Schlaflosigkeit
  • Atemnot
  • Bronchospasmen
  • Asthma
  • Lichtempfindlichkeitsreaktionen mit Juckreiz und Brennen der Haut
  • Hörprobleme
  • Schläfrigkeit
  • Erregung
  • Reizbarkeit

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Ibuprofen auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Nierengewebsschädigung
  • Erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Im Ruhezustand das Gefühl, dass sich alles dreht (Drehschwindel)
  • Depression
  • Verwirrtheitszustand
  • Verlust der Sehkraft
  • Entzündung oder Schädigung des Sehnervs
  • Verminderte Harnausscheidung und Ansammlung von Wasser im Körper (Ödeme) als Anzeichen für ein Nierenversagen
  • Starke Eiweißausscheidung im Harn
  • Entzündlich Nierenerkrankung oder Nierenfunktionsstörung
  • Leberfunktionsstörungen, Leberschäden, Leberversagen, Leberentzündung (Hepatitis)
  • Hautausschlag mit Rötung und Bläschenbildung
  • Haarausfall
  • Schwere Hautinfektionen
  • Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen
  • Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen
  • Psychotische Reaktionen
  • Herzklopfen
  • Herzmuskelschwäche
  • Herzinfarkt
  • Hoher Blutdruck
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Entzündung der Speiseröhre
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Ausbildung von membranartigen Verengungen im Darm
  • Hirnhautentzündung: starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Nackensteifigkeit oder Bewusstseinstrübung
  • DRESS Syndrom: Hautausschlag, Fieber, geschwollene Lymphknoten und die Anzahl bestimmter weißer Blutkörperchen steigt an

Vorsicht bei diesen Ibuprofen-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Hautausschlag und Juckreiz
  • Asthmaanfall
  • Schwellung von Gesicht, Zunge und Kehlkopf mit Verengung der Luftwege (Überempfindlichkeitsreaktionen)
  • Herzjagen
  • Blutdruckabfall oder Schock
  • Sehstörungen
  • Stärkere Oberbauchschmerzen
  • Bluterbrechen
  • Blut im Stuhl
  • Schwarzfärbung des Stuhls (Teerstuhl)
  • Verminderte Harnausscheidung
  • Wasseransammlungen im Körper (Ödeme)
  • Fieber
  • Halsschmerzen
  • Oberflächliche Wunden im Mund
  • Grippeähnliche Beschwerden
  • Starke Abgeschlagenheit
  • Nasenblutungen
  • Hautblutungen
  • Infektion
  • Rötung
  • Schwellung
  • Überwärmung
  • Schmerzen
  • Fieber

Diese Symptome können Anzeichen u. a. einer allergischen Reaktion, einer Blutbildungsstörung und einer Verschlechterung infektionsbedingter Entzündungen sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Ibuprofen sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Ibuprofen

Ibuprofen stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Atemnot
  • Asthmaanfälle
  • Nasenschleimhautschwellung
  • Blutbildungsstörungen
  • Magengeschwür
  • Zwölffingerdarmgeschwür
  • Magen-Darmblutung
  • Magen-Darmdurchbruch
  • Hirnblutungen, Blutungen
  • Leberfunktionsstörung
  • Nierenfunktionsstörung
  • Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Austrocknung
  • Letztes Schwangerschaftsdrittel

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