Implanon - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Implanon ist ein Implantat, das zur Schwangerschaftsverhütung eingesetzt wird. Es handelt sich um ein flexibles und weiches Kunststoffstäbchen mit einer Länge von 4 Zentimetern, welches 68 Milligramm Etonogestrel enthält, ein synthetisch hergestelltes, weibliches Hormon, das verhindert, dass eine Eizelle aus den Eileitern freigegeben wird und den Gebärmutterhals so verändert, dass Spermien nur schwer eindringen können. Durch das Implanon ist die Patientin über einen Zeitraum von drei Jahren vor einer ungewollten Schwangerschaft geschützt.

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Anwendung von Implanon

Bevor das Implantat eingelegt wird, muss eine Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Implanon wird direkt unter die Haut eingelegt und gibt kontinuierlich eine kleine Menge Etonogestrel in den Blutkreislauf ab. Es regelt die Dosierung daher von allein. Bei der Einlage von Implanon muss der jeweilige Arzt den richtigen Zeitpunkt bestimmen, der in der Regel zwischen dem ersten und fünften Tag nach Beginn der Regelblutung liegt, um eine Schwangerschaft auszuschließen. Nach spätestens drei Jahren wird das Implanon an derselben Stelle ersetzt. Es ist jedoch auch möglich, das Implantat vorher zu entfernen, falls beispielsweise ein Schwangerschaftswunsch besteht.

Akne, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme - Die häufigsten Nebenwirkungen

Unter der Anwendung des Implantats kann es zu Nebenwirkungen mit unterschiedlicher Häufigkeit kommen:

  • Akne
  • Kopfschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Brustspannen
  • Brustschmerzen
  • unregelmäßige Blutungen
  • Infektionen der Scheide
  • Haarausfall
  • Schwindel
  • depressive Verstimmungen
  • Gefühlsschwankungen
  • Nervosität
  • verminderter Sexualtrieb
  • Appetitzunahme
  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • aufgeblähten Magen-Darm-Bereich
  • schmerzhafte Regelblutung
  • Gewichtsabnahme
  • grippeähnliche Symptome
  • Schmerzen
  • Müdigkeit
  • Hitzewallungen
  • Schmerzen und Reaktionen an der Einlegestelle

Vorsicht bei diesen Implanon-Nebenwirkungen

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einlage von dem Medikament nicht ausgeschlossen:

  • gut- und bösartige Lebertumoren
  • Auftreten heftiger Bauchschmerzen
  • Gefahr der Bildung eines Blutgerinnsels

Besondere Warnhinweise bei Implanon

Unter bestimmten Voraussetzungen darf das Medikament nicht angewendet werden. Dies gilt, wenn die Patientin allergisch auf Etonogestrel reagiert, eine Thrombose hat, bei der sich ein Blutgerinnsel in den Beinen oder der Lunge bildet, wenn sie unter Gelbsucht oder einer anderen schweren Lebererkrankung oder einem Lebertumor leidet oder Brustkrebs bzw. Krebs an der Gebärmutter vorhanden ist.

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