Kreon - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Kreon ist ein rezeptfreies Medikament, das zur Behandlung von Verdauungsstörungen bei einer Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse und zur Zusatzbehandlung bei Mukoviszidose eingesetzt wird. Es enthält als Wirkstoff Pankreasenzyme und gehört zu der Gruppe der Enzyme. Kreon enthält wichtige Verdauungsenzyme. Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate werden durch Kreon aufgespalten. Die Verdauung der Nahrung wird somit unterstützt.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Kreon ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Kreon

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise ein Lipaseanteil von 20000 bis 40000 Ph. Eur. Einheiten pro Mahlzeit verordnet. Dies entspricht einer Kapsel Kreon mit 25000 Einheiten. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Schweregrad Ihrer Erkrankung.

Nehmen Sie die Tabletten zu den Mahlzeiten festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. 

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen wie beispielsweise bei schweren Verdauungsstörungen und Mukoviszidose werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. 

Bauchschmerzen, Verstopfung, Stuhlanomalien - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Kreon Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Blähungen gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Bauchschmerzen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Kreon

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Verstopfung
  • Stuhlanomalien (flüssiger oder zu harter Stuhl)
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Hautausschlag
  • Niesen
  • Tränenfluss
  • Atemnot 
  • Atemwegskrampf

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Kreon auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Verengungen im Krummdarm
  • Verengungen in der Blinddarmregion
  • Verengungen im Dickdarm
  • Darmverschluss
  • Magen-Darmbeschwerden

Vorsicht bei diesen Kreon-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Hautausschlag
  • Niesen
  • Tränenfluss
  • Bronchialkrampf
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Magenbeschwerden

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion oder einer allergischen Reaktion des Verdauungstraktes sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Kreon

Kreon stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Patienten mit vorliegenden Darmverengungen bei Mukoviszidose

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