L-Thyroxin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

L-Thyroxin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung einer Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Levothyroxin, der dem natürlichen Schilddrüsenhormon T4 entspricht. Schilddrüsenhormone regulieren vielfältige Körperfunktionen wie z. B. den Energieumsatz und den Wärmehaushalt.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit L-Thyroxin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von L-Thyroxin

Bei Schilddrüsenunterfunktion werden in der Regel 1-mal täglich 20 bis 50 µg  eingenommen. Die Dosis kann mit Absprache des Arztes auf bis zu 200 µg erhöht werden. Nach der Behandlung eines Kropfes (Strumasektion) beträgt die Dosis 1-mal täglich 75 bis 200 µg. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion werden täglich 50 bis 100 µg gemeinsam mit Thyreostatika eingenommen. Nach einer erfolgreichen Schilddrüsen-Operation zur Entfernung eines bösartigen Tumors sind täglich 150 bis 300 µg einzunehmen. Ein Schilddrüsensuppressionstest erfordert für einen Zeitraum von 14 Tagen die tägliche Einnahme von 200 µg.

Das Medikament ist mit ausreichend Flüssigkeit und unzerkaut möglichst auf nüchternen Magen und eine halbe Stunde vor dem Frühstück einzunehmen.

Bei Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder lang anhaltender Schilddrüsenunterfunktion sowie bei älteren Patienten, Kindern und einem geringen Körpergewicht werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Herzklopfen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. L-Thyroxin Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Psyche, Leberwerte, Schmerzen, Stimmungsschwankungen, Übelkeit und Gewichtszunahme gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Herzklopfen
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Innere Unruhe, Nervosität
  • Herzrasen

Gelegentliche Nebenwirkungen bei L-Thyroxin

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von L-Thyroxin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Erhöhter Hirndruck, v. a. bei Kindern
  • Hitzegefühl
  • Schwitzen
  • Fieber
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Gewichtsabnahme
  • Hautausschlag
  • Muskelkrämpfe
  • Muskelschwäche
  • Unregelmäßigkeiten der Menstruationsblutung
  • Frauen nach den Wechseljahren: gesteigertes Osteoporose-Risiko

Vorsicht bei diesen L-Thyroxin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Angstzustände
  • Erregung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Beschleunigter Puls

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer Überdosierung sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei L-Thyroxin

L-Thyroxin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Begleiterkrankungen dar:

  • Allergie gegen den Wirkstoff
  • Unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion
  • Unbehandelte Nebennierenrindenschwäche
  • Schwäche der Hirnanhangsdrüse
  • Frischer Herzinfarkt
  • Akute Herzmuskelentzündung
  • Herzwandentzündung
  • Diabetes
  • Epilepsie
  • Einnahmen bestimmter blutgerinnungshemmender Medikamente

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Nehmen Sie L-Thyroxin nicht ein, um damit eine Gewichtsabnahme herbeizuführen. Bei einem Schilddrüsen-Hormonspiegel im normalen Bereich kann eine zusätzliche Einnahme schwerwiegende und sogar lebensbedrohlichen Nebenwirkungen hervorrufen.

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