Lasix - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Bevor auf die Nebenwirkungen von Lasix eingegangen wird, ist ein kurzer Blick auf die Wirkweise hilfreich. Lasix ist ein harntreibendes Medikament – ein sogenanntes Diuretikum. Das Medikament wird bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödemen) angewendet, die infolge einer Erkrankung des Herzens, der Niere oder der Leber auftreten. Bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge einer Verbrennung oder bei Bluthochdruck wird dieses Medikament eingesetzt.

Anwendung von Lasix

Das Medikament sollte immer genau nach der Anweisung Ihres Arztes oder Apothekers eingenommen werden. Falls es Ihr Arzt nicht anders verordnet hat, erfolgt die Einnahme gemäß der Beschreibung in dem Beipackzettel. Die übliche Dosis bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge einer Erkrankung des Herzens, der Leber oder der Niere liegt zu Beginn der Behandlung bei einer Tablette täglich. Diese entspricht 40 mg Furosemid. Bei Bedarf kann die Dosis nach sechs Stunden auf zwei Tabletten erhöht werden. Falls auch nach weiteren Stunden eine unzureichende Harnausscheidung stattfindet können nach weiteren sechs Stunden nochmals vier Tabletten eingenommen werden. Bei der Einnahme aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe infolge einer Verbrennung liegt die Tagesdosis bei ein bis zweieinhalb Tabletten. In Ausnahmefällen kann die Dosis auf sechs Tabletten erhöht werden. Zur Behandlung von Bluthochdruck beträgt die tägliche Dosis eine Tablette. Kinder und Jugendliche nehmen eine Dosis von 1 (-2) Milligramm Furosemid pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Häufige Nebenwirkungen bei Lasix

Genau wie bei der Anwendung jedes anderen Medikaments, kann auch die Einnahme von Lasix Nebenwirkungen verursachen. Diese Nebenwirkungen treten jedoch nicht bei jedem auf. Eine Nebenwirkung die häufig auftritt, sind Störungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt. Auch Teilnahmslosigkeit, Wadenkrämpfe, Schwächegefühl, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit und Verwirrtheitszustände, sind Nebenwirkungen die häufig auftreten. Eine weitere Nebenwirkung, ist, dass es zu einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut kommt. Gelegentlich kann Juckreiz oder eine Haut- und Schleimhautreaktion auftreten.

Schwere Nebenwirkungen bei Lasix

Leider ist auch das Auftreten einer schwerwiegenden Nebenwirkung nach der Einnahme des Medikaments nicht ausgeschlossen. Eine schwerwiegende Nebenwirkung, die selten auftritt, ist die Vermehrung oder Verringerung bestimmter weißer Blutkörperchen. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer Blutarmut kommen. Selten treten fieberhafte Zustände, Entzündungen der Blutgefäße, Nierenentzündungen und schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf. In sehr seltenen Fällen kommt es zu einer akut auftretenden Bauchspeichelentzündung oder zu einem Gallenstau. Wenn Sie eine der genannten Nebenwirkungen wahrnehmen, sollten Sie sofort Ihren Arzt aufsuchen.

Körperliche oder psychische Veränderungen? Nebenwirkungen sind keine Seltenheit.

Auch 12 Jahre nach Marktzulassung sind nicht alle Nebenwirkungen eines Medikaments bekannt. Deshalb ist die Mitarbeit von Ihnen als Patient umso wichtiger. Jeder 2. Patient hat Nebenwirkungen, allerdings werden in Deutschland nur 1 % aller Nebenwirkungen offiziell erfasst. Die Folgen dafür trägt die Gesellschaft. 

Nehmen Sie Ihre Beschwerden ernst und teilen Sie Ihre Erfahrungen. Melden Sie Ihre Nebenwirkung direkt an den Hersteller – Ihre Mitmenschen danken es Ihnen.

  • Schnelle Risikobewertung ermöglichen
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Besondere Warnhinweise bei Lasix

Das Medikament darf nicht eingenommen werden, wenn Sie gegen einen der Bestandteile allergisch reagieren. Darüber hinaus dürfen Patienten, die unter Nierenversagen mit fehlender Harnproduktion, unter Leberversagen mit Bewusstseinsstörungen, unter schweren Kaliummangelzuständen, unter schweren Natriummangelzuständen oder unter verminderter zirkulierender Blutmenge leiden, das Medikament nicht einnehmen. Während einer Schwangerschaft oder Stillzeit darf das Arzneimittel nicht eingenommen werden. Falls Sie unter Vorerkrankungen leiden oder andere Medikamente einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt um Rat.

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