Lorazepam - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Lorazepam ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Spannungsgefühl, Erregung, Angst, Beruhigung vor Operationen und diagnostischen Eingriffen oder Schlafstörungen eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Lorazepam und gehört zu der Gruppe Benzodiazepine. Der Wirkstoff wirkt vor allem beruhigend und krampflösend, indem er im Gehirn an speziellen Bindungsstellen angreift. Durch die Wechselwirkung mit diesen Bindungsstellen wird die Wirkung von körpereigenen, entspannend wirkenden Substanzen verstärkt.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Lorazepam ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Lorazepam

Zu Therapiebeginn wird bei Angst, bei Erregung und bei Spannung üblicherweise 2-mal täglich ½ Tablette Lorazepam zu 2,5 mg verordnet. Gegebenenfalls kann der Arzt entscheiden, die Dosis auf 3 Tabletten Lorazepam täglich zu erhöhen.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen, wie beispielsweise zur Beruhigung vor Operationen oder bei Schlafstörungen, werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird immer Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

Müdigkeit, Schläfrigkeit, Mattigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Lorazepam Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit den Suchbegriffen Gewichtszunahme, Übelkeit und Abhängigkeit gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Mattigkeit
  • Schwindelgefühl

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Lorazepam

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Verlängerte Reaktionszeit
  • Kopfschmerzen
  • Leichter Blutdruckabfall
  • Gangstörungen
  • Bewegungsstörungen
  • Verwirrtheit
  • Gedächtnislücken

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Lorazepam auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Magen-Darmbeschwerden
  • Übelkeit
  • Änderungen des Geschlechtstriebs
  • Vorübergehende Erhöhung der Leberwerte
  • Allergien

Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit:

  • Atemdepression
  • Verlangsamtes oder undeutliches Sprechen
  • Bewegungsstörungen
  • Gangunsicherheit
  • Sehstörungen
  • Doppelbilder
  • Unkontrollierbare Augenzuckungen
  • Erhöhte Aggressivität
  • Akute Erregungszustände
  • Angst
  • Lebensmüdigkeit
  • Vermehrte Muskelkrämpfe
  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörungen
  • Erregung
  • Innere Unruhe
  • Schwitzen
  • Erhöhte Krampfbereitschaft
  • Beim Absetzen von Lorazepam kann Epilepsie auftreten

Vorsicht bei diesen Lorazepam-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zuge oder Rachen
  • Verengung der Atemwege
  • Schluckbeschwerden
  • Atemprobleme
  • Atemnot

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer/eines XYZ [Hier bitte Auflistung aller Indikationen] sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Lorazepam

Lorazepam stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Ältere Patienten
  • Bekannte, bestehende Allergien gegen die Inhaltsstoffe
  • Abhängigkeitserkrankungen in der Vorgeschichte (Alkohol, Arzneimittel, Drogen)
  • Muskleschwäche
  • Störungen der Bewegungskoordination
  • Akute Vergiftungen mit zentraldämpfenden Arzneimitteln
  • Atemaussetzer im Schlaf (Schlafapnoe)
  • Körperliche Schwäche
  • Herzschwäche
  • Niedriger Blutdruck

Mit folgenden Arzneimitteln können Wechselwirkungen auftreten:

  • Schlafmittel
  • Schmerzmittel
  • Neuroleptika
  • Antidepressiva
  • Lithium
  • Alkohol

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Dieses Arzneimittel kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen erheblich beeinträchtigt wird. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.

Daher sollten Sie das Führen von Fahrzeugen, die Bedienung von Maschinen oder sonstige gefahrvolle Tätigkeiten ganz, zumindest jedoch während der ersten Tage der Behandlung unterlassen. Die Entscheidung in Ihrem speziellen Fall trifft Ihr Arzt unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Reaktion und Dosierung.

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