Lynparza - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Lynparza ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von Eierstockkrebs oder Brustkrebs eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Olaparib und gehört zu der Gruppe PARP-Hemmer. Im menschlichen Körper entstehen jeden Tag unzählige Veränderungen der Zell-DNA. Normalerweiser reparieren unsere Zellen zu einem gewissen Teil diese veränderte DNA. PARP- Hemmer zerstören diejenigen Zellen, die sich nicht mehr selbst reparieren können und bekämpft somit die Krebserkrankung.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Lynparza ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Lynparza

Zu Therapiebeginn werden üblicherweise 2-mal täglich 2 Tablette Lynparza zu 150 mg verordnet. Insgesamt nehmen Sie 4 Tabletten Lynparza täglich ein.

Die Einnahme der Tabletten soll auf 2 Gaben erfolgen. Nehmen Sie 2 Tabletten morgens und 2 Tabletten abends ein.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. 

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen (Eierstockkrebs BRCA mutiert, wiederkehrender Eierstockkrebs oder HER negativer Brustkrebs) werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Verdauungsprobleme
  • Sodbrennen
  • Schmerzen im Bauchraum
  • Appetitverlust
  • Kopfschmerzen
  • Veränderung des Geschmacksempfindens
  • Schwindelgefühl
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Durchfall
  • Verminderte Anzahl der Blutplättchen
  • Blutergüsse
  • Blutungen
  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Fieber

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Hautausschlag
  • Juckender Ausschlag 
  • Geschwollene und gerötete Haut
  • Entzündungen der Mundschleimhaut
  • Verminderte Anzahl weißer Blutkörperchen
  • Erhöhter Kreatininwert im Blut

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Lynparza

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Größenzunahme der roten Blutzellen

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Lynparza auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

Laut Beipackzettel sind keine seltenen Nebenwirkungen bekannt.

Vorsicht bei diesen Lynparza-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge und Hals mit Verengung der Atemwege
  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden
  • Nesselsucht
  • Schwindel
  • Kurzatmigkeit
  • Starke Müdigkeit
  • Blasse Haut
  • Schneller Herzschlag

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion oder einer verminderter Anzahl roter Blutkörperchen sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Lynparza

Lynparza stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Verminderte Anzahl an Blutzellen
  • Fieber
  • Infektionen
  • Blaue Flecke
  • Blutungen
  • Atemnot
  • Husten
  • Keuchende Atmung
  • Pilzinfektionen
  • HIV
  • Tuberkulose
  • Epilepsie
  • Herzerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Thrombose
  • Diabetes
  • Migräne
  • Gicht
  • Geschwächtes Immunsystem

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