Lyrica - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Lyrica ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Pregabalin enthält. Pregabalin wirkt je nach Dosierung antiepileptisch, angstlösend, schmerzlindernd und/oder beruhigend. Zudem handelt es sich bei dem Wirkstoff um ein Analogon von Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) – ein natürlicher Neurotransmitter. Eine wesentliche Rolle spielt GABA bei der Erregbarkeit des Zentralnervensystems. Lyrica ist ein Medikament, dass bei Erwachsenen bei Epilepsie, zur Behandlung von neuropathischen Schmerzen und bei Angststörungen eingesetzt wird.

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Anwendung von Lyrica

Lyrica darf ausschließlich nach Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Auf das jeweilige Befinden des Patienten abgestimmt wird der Arzt eine entsprechende Menge an Hartkapseln verordnen. Die übliche Dosis liegt in der Regel zwischen 150 mg und 600 mg pro Tag. Der Arzt entscheidet darüber hinaus, ob das Arzneimittel zwei- oder dreimal täglich eingenommen werden muss, jedoch sollte die Einnahme am Tag möglichst immer zur gleichen Uhrzeit stattfinden. Das Medikament darf nur so lange verwendet werden, wie der Arzt es für notwendig hält.

Häufige Nebenwirkungen bei Lyrica

Unter der Anwendung von Lyrica kann es zu Nebenwirkungen mit verschiedener Häufigkeit kommen. Sehr häufig leiden Patienten unter

  • Benommenheit
  • Schläfrigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • gesteigerter Appetit
  • Erektionsstörungen
  • Sprechschwierigkeiten
  • Muskelkrämpfe
  • Gelenkschmerzen
  • Halsschmerzen
  • Kraftlosigkeit
  • Juckreiz
  • kalte Hände und Füße
  • niedriger und hoher Blutzucker
  • allgemeines Unwohlsein
  • Gesichtsrötungen

Vorsicht bei diesen Lyrica-Nebenwirkungen

Auch das schwerwiegende Nebenwirkungen nach der Einnahme von Lyrica auftreten, kann nicht vollends ausgeschlossen werden. So gab es bei einigen Patienten, die das Medikament einnahmen, Berichte über

  • Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Nierenversagen
  • Atemprobleme

Besondere Warnhinweise bei Lyrica

Bei Kindern und Jugendlichen wurde bisher weder die Unbedenklichkeit noch die Wirksamkeit des Medikaments untersucht. In dieser Altersgruppe darf der Wirkstoff Pregabalin daher nicht angewendet werden. Eine Einnahme in der Schwangerschaft sollte außerdem nur dann stattfinden, wenn es der Arzt wirklich ausdrücklich empfiehlt. Da das Präparat laut Beipackzettel Müdigkeit, Benommenheit und Unkonzentriertheit verursacht, darf der Patient so lange keine Maschinen bedienen, am Straßenverkehr teilnehmen oder andere (möglicherweise gefährliche) Tätigkeiten ausüben, bis feststeht, dass der Wirkstoff den Patienten nicht mit einer solchen Nebenwirkung beeinflusst.

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