Memantin - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Memantin ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung der Alzheimer-Demenz eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Memantin und gehört zu der Gruppe der Antidementiva. Alzheimer- Demenz ist mit einem Überschuss von Botenstoffen im Gehirn verbunden. Memantin greift in die Übermittlung von Signalen im Gehirn ein, indem es die Wirkung von bestimmten, krankhaft im Übermaß vorhandenen Botenstoffen reguliert. Dadurch können die Hirnfunktion sowie die Symptome verbessert werden.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Memantin ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Memantin

Zu Therapiebeginn wird üblicherweise 1-mal täglich ½ Tablette Memantin zu 10 mg verordnet.

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Schluck Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen, Behandlungswochen oder Altersgruppen wie beispielsweise Folgebehandlungen oder  Erhaltungsdosis werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer sollten Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. 

Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Verstopfung - Die häufigsten Nebenwirkungen

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

  • Kopfschmerzen
  • Schläfrigkeit
  • Verstopfung
  • Erhöhte Leberwerte
  • Schwindel
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Kurzatmigkeit
  • Erhöhter Blutdruck
  • Empfindlichkeit gegen andere Arzneimittel

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Memantin

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Müdigkeit
  • Pilzinfektionen
  • Verwirrtheit
  • Halluzinationen
  • Erbrechen
  • Anormaler Gang
  • Herzleistunsschwäche
  • Thrombosen
  • Venöse Blutgerinnsel

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Memantin auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Krampfanfälle
  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse
  • Psychotische Reaktionen
  • Depressionen
  • Selbstmordgedanken

Vorsicht bei diesen Memantin-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Schwellung von Gesicht, Lippen und Hals
  • Verengung der Atemwege
  • Atemnot
  • Starker Blutdruckabfall

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer allergischen Reaktion sein. 

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, halten Sie sofort Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Memantin

Memantin stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Epilepsie
  • Herzinfarkt
  • Herzleistungsstörungen
  • Bluthochdruck
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Darmkrämpfe

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