Metamizol - Nebenwirkungen und Erfahrungen

Artikel geprüft von: Dr. med. Maria Lutz

Metamizol ist ein rezeptpflichtiges Medikament, das zur Behandlung von krampfartigen Leibschmerzen (Koliken), Schmerzen bei Krebsleiden, akuten oder chronischen Schmerzen, bei Fieber und bei akuten starken Schmerzen nach Verletzungen oder Operationen, eingesetzt wird. Es enthält den Wirkstoff Metamizol-Natrium und gehört zu der Gruppe schmerzstillende und fiebersenkende Schmerzmittel (Pyrazolone). Der Wirkstoff wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entspannend auf die Muskulatur. Wie die Substanz wirkt, konnte jedoch noch nicht abschließend geklärt werden.

Auf dieser Informationsseite gehen wir auf die häufigsten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen in Verbindung mit Metamizol ein. Sollten Sie eine der folgenden oder andere Nebenwirkungen beobachten, dann melden Sie diese bitte über unseren Meldeservice.

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Anwendung von Metamizol

Die Dosierung von Metamizol richtet sich nach der Intensität der Schmerzen oder des Fiebers und der individuellen Empfindlichkeit, auf Metamizol zu reagieren.

Es sollte immer die niedrigste schmerz- und fieberkontrollierende Dosis gewählt werden. Dies Dosierung von Metamizol legt Ihr Arzt individuell für Sie fest.

Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren (die über 53 kg wiegen) nehmen 2 Filmtabletten Metamizol ein und dies bis zu 4-mal am Tag in Abständen von 6–8 Stunden. Die Tagesmaximaldosis beträgt 4.000 mg (entsprechend 8 Filmtabletten Metamizol).

Nehmen Sie die Tabletten zu einer festen Tageszeit mit einem Glas Wasser ein. Sie können problemlos unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden.

Für andere Erkrankungen oder Altersgruppen, wie beispielsweise Kinder unter 15 Jahren und unter 53 kg Körpergewicht, werden ggf. unterschiedliche Dosierungen empfohlen. Die exakte Dosierung und Behandlungsdauer wird immer Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

Häufige Nebenwirkungen bei Metamizol

Auftretende Nebenwirkungen sind bei Medikamenten unterschiedlich häufig. Metamizol Nebenwirkungen werden online überdurchschnittlich häufig in Verbindung mit dem Suchbegriff Müdigkeit gesucht. Die offiziellen Einschätzungen zur Häufigkeit werden statistisch berechnet und finden sich im Beipackzettel wieder.

Sehr häufig (mehr als 1 Behandelter von 10) kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Laut Beipackzettel sind keine sehr häufigen Nebenwirkungen bekannt.

1 bis 10 Behandelte von 100 sind z. B. häufig betroffen von:

Laut Beipackzettel sind keine häufigen Nebenwirkungen bekannt.

Gelegentliche Nebenwirkungen bei Metamizol

1 bis 10 Behandelte von 1000 erleiden gelegentlich z. B.:

  • Violetter bis tiefroter, zum Teil blasiger Hautausschlag
  • Blutdruckabfall
  • Fieber
  • Blutdruckabfalls
  • Herzjagen
  • Blässe
  • Zittern
  • Schwindel
  • Übelkeit und
  • Ohnmacht

Es wurde in seltenen Fällen bei der Anwendung von Metamizol auch folgende Nebenwirkungen beobachtet:

  • Brennen, Jucken und Hitzegefühl auf und unter der Zunge und besonders auf den Handflächen und Fußsohlen
  • Schwellung des Gesichts, der Lippen, der Zunge oder des Rachens
  • Verengung der Atemwege
  • Atemprobleme
  • Atemnot
  • Krampfartige Verengung der unteren Atemwege
  • Herzjagen
  • Langsamer Pulsschlag
  • Herzrhythmusstörungen
  • Blutdruckabfall (manchmal auch mit vorausgehendem Blutdruckanstieg)
  • Bewusstlosigkeit
  • Kreislaufschock
  • Bei Patienten mit Analgetika-Asthma-Syndrom äußern sich Überempfindlichkeitsreaktionen typischerweise in Form von Asthmaanfällen
  • Verminderung der Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukopenie)
  • Hautausschlag
  • Starke Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen (Agranulozytose)
  • Blutsenkungsgeschwindigkeit stark erhöht, während die Lymphknoten typischerweise nur leicht oder überhaupt nicht vergrößert sind
  • Verstärkte Blutungsneigung und punktförmige Blutungen in die Haut und Schleimhäute
  • Asthmaanfall
  • Atemnotanfall durch Verengung der kleinsten Luftwege
  • Großflächige Blasenbildung der Haut und Hautablösung
  • Akute Verschlechterung der Nierenfunktion
  • Fehlende oder zu geringe Harnmenge
  • Ausscheidung von Bluteiweißen im Harn
  • Entwicklung eines akuten Nierenversagen
  • Nierenentzündung
  • Anaphylaktischer Schock
  • Herzinfarkt im Rahmen einer allergischen Reaktion
  • Blutarmut mit gleichzeitiger Störung der Knochenmarkfunktion
  • Juckende Augen
  • Augenbrennen
  • Husten
  • Nasenlaufen
  • Niesen
  • Engegefühl in der Brust
  • Hautrötung (besonders im Bereich des Gesichts und Kopfes)
  • Nesselsucht
  • Schwellungen im Gesichtsbereich
  • Übelkeit
  • Bauchkrämpfe
  • Verminderung der weißen und roten Blutkörperchen und Blutplättchen, einschließlich Fälle mit tödlichem Ausgang. Anzeichen einer Panzytopenie
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Infektionen
  • Anhaltendes Fieber
  • Blutergüsse
  • Blutungen
  • Blässe

Vorsicht bei diesen Metamizol-Nebenwirkungen

Schwere Nebenwirkungen sind solche, die das Leben bedrohen, zu Langzeitschäden führen oder bei keiner bzw. zu später Erkenntnis tödlich enden können. 

Folgende Symptome können Anzeichen für schwere Nebenwirkungen sein:

  • Unerwartete Verschlechterung des Allgemeinbefindens
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Fieber, das nicht abklingt oder neu auftritt
  • Schmerzhaften Schleimhautveränderungen, besonders in Mund, Nase und Rachen oder im Genital- oder Analbereich

Diese Symptome können u. a. Anzeichen einer Verminderung der Granulozyten (Agranulozytose) sein.

Wenn Sie diese Symptome bei sich beobachten, brechen Sie die Einnahme von Metamizol sofort ab und halten Sie Rücksprache mit einem Arzt.

Besondere Warnhinweise bei Metamizol

Metamizol stellt ein besonderes Risiko bei folgenden Patientengruppen oder Vorerkrankungen dar:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Ältere Menschen
  • Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren und unter 15 kg Körpergewicht
  • Knochenmarkserkrankungen
  • Erkrankungen der Blutbildung
  • Erbkrankheit mit Auflösung der roten Blutkörperchen
  • Erbkrankheit mit Funktionsstörung in der Blutbildung
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Leberfunktionsstörungen
  • Starker Blutdruckabfall
  • Deutlicher Flüssigkeitsmangel
  • Kreislaufschwäche
  • Beginnendes Kreislaufversagen
  • Hohes Fieber
  • Entzündungen der Nase und der Nasenhöhlen
  • Chronische Nesselsucht
  • Überempfindlichkeit gegen Farbstoffe
  • Alkoholunverträglichkeit
  • Unverträglichkeit von Schmerz- und Rheumamitteln

Wechselwirkungen können mit folgenden Arzneimitteln auftreten:

  • Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung (orale Antikoagulanzien)
  • Captopril (ein Arzneimittel gegen Bluthochdruck und bestimmte Herzerkrankungen)
  • Lithium (ein Arzneimittel zur Behandlung geistig-seelischer Erkrankungen)
  • Arzneimittel zur Entwässerung (Diuretika, z. B. Triamteren)
  • Arzneimittel gegen Bluthochdruck (Antihypertensiva)

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